Re: Sinkende Studentenzahlen
- From: Peter Pradelski <nospam.abuse@xxxxxx>
- Date: Sat, 18 Aug 2007 19:12:13 +0200
Dirk Wolfgang Glomp schrieb:
Am Tue, 14 Aug 2007 12:05:55 +0200 schrieb Peter Pradelski:
Dirk Wolfgang Glomp schrieb:Nur Briefe schreiben kann man auch schon auf einem 8-Bitter, ein 386erWoher kriegst Du Software für einen Rechner <386er?
wartet doch nur noch länger auf die Usereingabe.
Einen schlichten Texteditor programmiere ich mir schnell selber
zusammen, das ist nicht besonders schwer für mich. Das Bios bringt ja
auch schon grunglegende Unterstützung in Rom dafür mit, so das man nicht
mal einen einzigen Conroller selber dafür per Portzugriffe steuern braucht.
Eine Taste vom Tastaturcontroller(Port 60h,64h) zu holen ist auch nicht
besonders schwer. Der Zugriff erfolgt dabei 8-bittig, egal ob man
einen 32bitter oder 64bitter, oder auch nur einen 16bitter dafür benutzt.
Tja, ich könnte es mir zwar im Prinzip auch vorstellen, so Etwas zu programmieren. Nur, wenn es auch was taugen sollte, das wären bei mir bestenfalls Wochen werden, eher Monate. Ein Linux-System mitsamt Textverarbeitung zu installieren dauert selbst bei superlangsamer Uralt-Hardware maximal ein Wochenende. Du siehst den Unterschied?
Nein. Daß die Herstellungskosten für schnellere Prozessoren runter gehen, das ist mir schon klar. Aber Rechenleistung kostet Strom,Genau da kommt aber der gute Billy mit seinem Vista, mit dessen Ressourcenhunger jede fanless-mini-itx-Kiste und jeder Tablett-PC vollkommen überfordert sind... ;-)Noch...
Die Schaltungen werden aber auch immer kleiner und verbrauchen so
weniger Strom, obwohl die Rechenleistung erhöht wird.
Nun, für die heute produzierbare Hardware ist Vista nicht geeignet.
und hoher Stromverbrauch produziert viel Wärme (und damit Lüftungen erforderlich) und macht Akkus schnell leer. Da ist Nichts mit superleisem Betrieb im Wohnzimmer oder mit langen Mobilzeiten.
Noch..
Das kann gut sein. Trotzdem - noch eignen sich die heute produzierbaren superleisen Wohnzimmer-PCs und supermobilen Mobilrechner nicht für Vista. Sie eignen sich aber bereits für Linux. Folgerichtig ist zu erwarten, daß Microsoft zumindest auf diesen Gebieten so lange Marktanteile verlieren wird, bis die Hardware preiswert herstellbar wird, die diese Dinge ermöglicht und Leistungsfähig genug für Vista sein wird.
Wenn Du diese Dinge willst, mußt Du mit der Rechenleistung runter gehen, und dafür brauchst Du schlankere Software.
Oder man nimmt immer kleiner gefertigte Prozessoren.
Linux kann gut mit der Hardwareleistung skalieren, Windows nicht.
Mein Debian-Router(woody mit Kernel 2.4) arbeitet mit einem AMD
K6-2@550mhz. Die verwendete UDMA66-Platte(15GB) verzögert aber etwas
den Zugriff, so das schon mal 2 Sekunden verstreichen, bevor
ich die dortigen Postings aus dem Mail- und Newsserver lesen kann.
Der Standard-Ratschlag eines IT-Techs auf jedes "zu langsam" lautet "Du brauchst mehr RAM". Und in gut 80% der Fälle ist es das auch schon gewesen. Nur in den 20% der Fälle, wo das nicht hilft, muß man sich die Sache genauer angucken... ;-) Wie viel RAM hat die Kiste?
XP ist für solche Anforderungen noch gut genug,
Ich nutze wieder W2K(SP4), denn ich habe keine Lust etliche Male
pro Jahr ein XP aufzuspielen. Ich denke W2K ist stabiler als XP.
Mag sein. Ich habe vor Ewigkeiten mit Win 3.1 ernsthaft gerabeitet. Danach kam kurzfristig Win95, das hatte ich aber nur als Installation auf der Festplatte bei einem neuen Rechner mitgekauft, ohne Installations-CDs. Nachdem die Installation mit der Zeit unbrauchbar wurde, konnte ich Win95 also nicht neu aufspielen, und bin bei dieser Gelegenheit auf Linux umgestiegen. Jahrelang auch dabei geblieben. XP ist das erste Windows, das ich wieder ernsthaft benutze, Alles, was dazwischen von Microsoft kam, habe ich ausgelassen.
aber Vista taugt eigentlich nur für superschnelle Gamer-PCs.
Tja.
Und wenn erst die Manager alle anfangen, auf ihren Laptops Linux zu installieren, weil Vista nur auf Geräten vernünftig läuft, bei denen die Akkus entweder Tonnen wiegen oder superschnell leer sind,
Ich denke die Laptops werden auch immer schneller und den Verbrauch
für leistungsstarke Rechner wird man auch noch weiter senken.
Ich denke, die werden sich erst mal Vista auf ihre Laptops installieren, bzw. installieren lassen. Dann werden sie fest stellen, daß man damit nicht vernünftig arbeiten kann. Dann werden sie neue Laptops bestellen, die schnell genug sein werden, aber entweder nicht zum mobilen Arbeiten geeignet (weil normalgroße Akkus zu schnell leer), oder aber superschwer (weil Akkus groß genug für die benötigten Strommengen, aber dafür eben entsprechend schwer). Dann werden sie anfangen, sich nach Alternativen umzuschauen. Wenn ich es so recht bedenke, dann dürfte Microsoft in diesem Segment eher an Apple Marktanteile verlieren als an Linux. Naja, und wenn sich irgendwann die Hardware so weit entwickelt hat, daß auch Vista vernünftig auf einem leichten und mobilen Laptop laufen könnte, dann wird sich längst eine Alternative als Standard etabliert haben...
dann könnte Microsoft durchaus in ernste Schwierigkeiten kommen...
M$ fährt doch nicht eingleisig, der Spielemarkt ist nur ein kleiner
Teil des Kuchens. Warum bisher keine Gameschmiede ein auf Linux
basierendes bootbares Game(auf DVD) herausbringt, ist mir ebenfalls
ein Rätsel. Live-CDs/DVDs(etwa knoppix) haben doch gezeigt, das
eine Hardwarerkennung ohne eine Installation eines OS auf Platte,
mit rel. kurzer Boot-Zeit vollzogen werden kann.
Sehe ich ähnlich. Mir kommt besonders der Bereich der per Netzwerk bootbaren Mini-Distributionen ziemlich unterentwickelt vor. Das wäre meiner Meinung nach ein technisches Gebiet, wo der Kunde mit praktisch beliebiger Hardware (z.B. Mini- oder Nano-ITX, aber auch PC/104, usw.) so ziemlich Alles realisieren könnte, wofür heute zig verschiedene spezialisierte Geräte eingesetzt werden, und ein Software-Update oder ein Aufgabenwechsel des Clients würde auch nur so lange dauern, wie es braucht, den DHCP-Server umzukonfigurieren und den Client einmal aus- und wieder einzuschalten...
.
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