Re: Unternehmer fordert Grundlohn für alle



M. A. Specka wrote:
> On Fri, 4 Nov 2005 15:37:18 +0100, "Markus Pfefferle"
> <markus.pfefferle@xxxxxx> wrote:
>
>> Nicht unbedingt. Dem Mann sein Geschäft ist der Einzelhandel,
>> insbesondere von alltäglichen Bedarfsgütern, und der kriegt die
>> Geldknappheit der Konsumenten am stärksten zu spüren.
>
> Na, da waere schon zu fragen, ob das ausgerechnet die dm Kette
> besonders trifft. Alltaegliche Bedarfsgueter sind ja gerade das, was
> der Name sagt -- unverzichtbar.

Stimmt, aber der Verbraucher ist durchaus in der Lage seine Konsummenge
anzupassen und z.B. zu billigeren Substituten zu greifen an der der Händler
weniger verdient als teurere Produkte. Schließlich verkauft auch dm nicht
einfach nur Kernseife vom Block geschnitten, wie vielleicht noch der
Tante-Emma-Laden anno 1900, sondern von hauseigener No-Name-Marke über Nivea
bis hin zu Davidoff in unterschiedlichen Produktvariationen (denen man
immerhin vom Image her unterschiedliche Qualitätsniveaus zusagt).

dm verkauft die Billigseife schließlich nur, um diesen Markt nicht anderen
zu überlassen - nicht etwa weil sie meinen, dass die Verbraucher die teuren
Seifen eigentlich gar nicht bräuchten. Es wäre ein finanzieller Horror für
sie, wenn jeder nur noch die Billigartikel kaufen würde.

> Aber wenn es sich tatseachlich so verhaelt, dasser ein eigenes
> oekonomisches Interesse am Grundeinkommen hat, koennte man
> beginnen auszurechenen, wer aus dem Unternehmerlager noch alles
> Ursache haette, sich der Idee zu widmen...

Aldi und Lidl z.B. Man meint zwar, dass diese Ketten gerade davon leben,
dass die Leute sparen müssen, aber dazu passt nicht ganz, dass sie neben
Alltagsartikeln z.B. auch noch Computer verkaufen.

Weniger begeistert von der Idee mögen Unternehmen sein, die ihren Umsatz
auch hervorragend durch Exporte machen können und an einer Binnenkaufkraft
weniger interessiert sind als daran, dass ihre Steuerbelastung niedrig
bleibt.

.



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