Re: Er ist da, der goldene Westen und nun will ihn keiner
- From: Mathias Donien <usenet_trash@xxxxxxxx>
- Date: Sat, 10 Sep 2005 00:04:10 GMT
Klaus-Peter Studer wrote:
"Mathias Donien" <usenet_trash@xxxxxxxx>Was Köhn im Rausch des Aufstiegs nicht kalkuliert, ist der steuerliche Rechtsdschungel. Das Finanzamt will mehr vom Kuchen, als dem Unternehmer rechtens erscheint.
"nicht rechtens erscheint" !!!! Also zahlen wir in Zukunft unsere Steuern und Abgaben aus dem Bauch herraus? Wenn es uns nicht rechtens erscheint, dann zahlen wir einfach nicht. Das können natürlich nur die Unternehmer und Selbstständigen. Ein Arbeiter sieht sein Geld erst nach den Abzügen.
Ich bin kein Unternehmer. Ich bin auch Angestellter und bekomme vermutlich weniger Geld als du. Egal, jedenfalls gehe ich von einer grundsätzlichen Unrechtmäßigkeit von Steuererhebung aus. Der Grund ist, dass es sich dabei um Willkür handelt anstatt um einen freiwilligen und kündbaren Vertrag. Aber da sind wir eben unterschiedlicher Meinung.
Da sieht man es wieder. Steuern sind Diebstahl und Steuereintreibung schädigt uns alle.
Wer bezahlt dann die Polizei, Feuerwehr, Schulen, Straßen und die vielen anderen Leistungen, von denen wir *alle* profitieren?
Diese Dienstleistungen wären auf einem freien Markt sowohl in besserer Qualität als auch zu günstigeren Preisen zu haben. Stattdessen sind wir heute gezwungen, Leistungen von _einem_ Anbieter (dem Staat) zu kaufen. Egal ob jemand das will oder nicht. Die, die es sich leisten können, kaufen manche Dienstleistung auf dem Markt und bezahlen dafür doppelt (Steuern + Gebühren für privaten Anbieter).
Steuern nutzen uns allen.
Leider nicht. Mit dem eingezogenen Geld werden zwar viele Dinge bezahlt - das ist was man sieht. Was man nicht sieht ist, dass viele Dinge nicht bezahlt werden können, die ohne Steuereintreibung bezahlt worden wären (Nachfrage/Spenden/Sparen etc). Das Geld bleibt dasselbe, der Unterschied ist nur, wer bestimmt, was mit dem Geld geschieht.
Ohne Steuereintreibung würden nur noch die Arbeitnehmer zahlen, weil die die einzigen sind, die sich dem direkten Steuerzwang nicht entziehen können.
Mit dem Wort "Steuereintreibung" meinte ich sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige. Leider kann sich niemand dem Steuerzahlen entziehen. Bei jedem Einkauf geht z.B. die MwSt weg.
Die Macht der Mächtigen schrumpft auf freien Märkten - durch die große Zahl von Alternativen - immer weiter in Richtung Machtlosigkeit.
Wer verhindert in Deinem Wirtschaftsfaschismus, daß die Reichen ungehemmt die Armen und die Ärmsten ausbeuten können?
Bei jedem freiwilligen Tausch gewinnen beide Tauschpartner, denn sonst
würden sie nicht freiwillig tauschen wollen (hier im Beispiel Arbeit gegen Geld). Wenn also jemand meint, dass er ausgebeutet wird, dann sollte diese Person für jemand anderes arbeiten oder sich (z.B. mit Gleichgesinnten) selbständig machen oder etwas anbieten, was höhere Wertschätzung erhält.
Ausbeutung oder gerechter Preis oder fairer Handel sind sehr subjektiv. Was eine Person als guten Preis empfindet, wird von jemand anderes als viel zu hoch oder viel zu niedrig eingeschätzt. Beide Tauschpartner wollen natürlich ihren Nutzen so groß wie möglich gestalten. Das ist alles völlig subjektiv und verändert sich ständig.
Wer gibt den Schwachen, den Arbeitnehmern das Recht sich gegen diue skruppellose Ausbeutung zur Wehr zu setzen?
Wenn kein Arbeitnehmer unter einen bestimmten Preis für seine Arbeit geht, kann auch kein Unternehmer jemanden einstellen. Ist klar, es erklärt sich niemand bereit dazu. Also bleibt entweder die Arbeit liegen oder der Preis für das Produkt erhöht sich, weil sich der Preis für die Arbeitsleistung erhöht. Kommt dann wieder drauf an, ob es Leute gibt, die das Produkt zu dem Preis kaufen wollen. Ist wie gesagt völlig subjektiv und freiwillig.
Alle diese freiwilligen Tauschakte zusammengenommen ergeben die effizienteste Güterverteilung und -produktion und damit den derzeit maximal möglichen Nutzen für alle Beteiligten. Und:
Es wird das produziert, was die meiste subjektive Wertschätzung erhält.
Wer sorgt dafür, daß sich auch Arbeitnehmer und Arme einen Arzt und ein Krankenhausaufenthalt leisten können?
Wenn eine Leistung hohe Wertschätzung erhält, werden sich auch viele Leute finden, die genau diese Leistung anbieten -> Je mehr Leute diese Leistung anbieten, umso stärker sinkt dann der Preis. Uraltes und bekanntes Prinzip.
Wer gibt den Menschen, die nicht in der Lage sind zu arbeiten und nie in der Lage waren eine Vorsorge zu betreiben Essen, Kleidung und ein Wohnung?
Für die wenigen Leute die das nicht können gibt es massenhaft Wohlfahrtsorganisationen.
Ihr Liberalen mit Sicherheit nicht.
Doch, na klar. Liberale sind doch auch bloß Menschen.
Im Gegenteil. Das wenige, was viele haben, daß wollt ihr diesen Leuten noch wegnehmen. Weil ihr es als Raub an Eurem Eigentum anseht.
Es ist Raub und die Armen stünden weitaus besser da, wenn es keinen Zwangsmonopolisten gäbe, der die Preise hochtreibt und periodisch Krisen verursacht.
Hier noch ein paar Daten, wie der Staat die Armen ausraubt: http://www.gkpn.de/blankert.pdf
http://www.liberalismus.at/argumente/index.php?letter=A#armut
Da steht genügend drin um die abstruse Denkweise der Liberalen
zu verstehen. Armut und Not ist für sie etwas vollkommen natürliches.
Ihre eigene Raffgier hat damit nichts zu tun. Sie sind angeblich
zur Solidarität bereit, wollen auf der anderen Seite nicht etwas
teilen müssen. Almosen wollen sie verteilen. Wie weit ihre
Solidarirtät geht, daß sieht man überall dort, wo sich das
liberale Denken durchgesetzt hat. Wo die Reichen nicht teilen
müssen. Wie in den USA.
Die USA sind leider ebenfalls in den Strudel des Sozialismus und Etatismus gekommen. Kein leuchtendes Beispiel.
Die Katastrophe deckt die Mißstände auf. Vor allem die Ungleichheit. Die Armen konnten es sich nicht einmal leisten sich und ihre Angehörigen in Sicherheit zu bringen.
Da stimme ich dir zu.
Den Wohlhaben war es egal, daß die Menschen die zurückblieben ihrem Schicksal überlassen wurden. Der Wirtschaftsliberalismus ist der Nationalsozialismus der modernen Zeit. Selektion nicht in einer Gaskammer. Selektion durch Armut und Not.
Da stimme ich dir nicht zu.
-- Die Macht der Mächtigen schrumpft auf freien Märkten - durch die große Zahl von Alternativen - immer weiter in Richtung Machtlosigkeit. http://www.liberalismus.at/argumente/index.php?letter=A#armut http://www.freiheitsfabrik.de http://www.mises.de .
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