Re: Kreationismus



"Thomas Schmidt" <smith40@xxxxxx> schrieb...

Kritiker sagen, unter dem Deckmantel der Wissenschaft solle eine
fundamentalistisch-religiöse Doktrin in den Schulunterricht eingeführt
werden, was gegen das verfassungsrechtliche Gebot zur Trennung von
Kirche und Staat verstoße. Sie verweisen auch auf ein Grundsatzurteil
Kritiker der Evolutiostheorie behaupten mit Recht, daß unter dem
Deckmantel der Wissenschaft eine fundamentalistisch-atheistische
Doktrin in den Schulunterricht eingeführt wurde, die stark religiöse
Züge hat.
Ja, Donralfo. Natürlich sollte in der Schule auch christliche Physik,


Chemie und Mathematik gelehrt werden. Es gibt keinen "Deckmantel" der
Wissenschaft. Mach dich erstmal schlau darüber, was Wissenschaft
überhaupt ist, du weißt es offenkundig nicht.

Ich bin zwar ein bischen doof, aber war Newton nicht Christ? Und hat
Einstein nicht auch ein paar Dinge über Gott gesagt?
Komisch, daß es jetzt doch keinen *Deckmantel* der Wissenschaft mehr
gibt. Ich hatte immer angenommen, daß darunter schon so manches
Verbrechen begangen wurde. <Ironie>

Nicht nur Newton war Christ, es gibt auch heute Christen, die
herrvorragende Wissenschaftler sind, bspw. Kenneth Miller
(Evolutionsbiologe), der sich entschieden gegen den Kreationismus wendet.
Auch wenn das von fundamentalistischer Seite immer wieder gern behauptet
wird: Einstein hat niemals religiöse Überzeugungen in seine
wissenschaftliche Arbeit eingebracht, er war auch kein Christ. Oder meinst
du, die RT trage in irgendeiner Weise religiöse Züge?

Gut. Er hat keine religiösen Überzeugungen in seine _Arbeit_ eingebracht.
Aber er hatte welche, _trotz_ seiner Arbeit, wie ich gelesen habe sogar
_wegen_ seiner Arbeit:
Aber warum dieses zweigeteilte Weltbild?
Übrigens _bin_ ich überhaupt kein Kreationist. Ich provoziere nur gern. ;-))
Ich _glaube_ an Gott als Schöpfer. Ich kann ihn nicht beweisen. Andere
_glauben_ an die Evolution und können das genausowenig beweisen.
Was mich an der wissenschaftlichen Erklärung der Welt stört, ist dieser
*Glaubenssprung* der immer wieder gefordert wird.
Wir haben hier eine Evolutions- oder EntstehungsTheorie, die sehr
wahrscheinlich ist, die wir aber nicht letztgültig beweisen können, aber
trotzdem ist es absolut _sicher_, daß die Welt aus dem Urknall, Urschwung
oder was auch sonst noch immer entstanden ist und alle, die das anders sehen
sind doof.
Warum fordern Wissenschaftler jetzt plötzlich Glauben, wenn die *Beweise*
nicht ausreichen?

Ist da von Gott die Rede, oder von Englein oder von Jesus? Bist du nicht in
der Lage, den Beruf eines Menschen von seiner religiösen Überzeugung zu
trennen? Du scheinst eine Vorstellung von Wissenschaft/lern zu haben, wie
sie in alten Filmen zum Ausdruck kommt: Frankenstein, Dr. Mabuse, James
Bond. Bekloppte, die die Weltherrschaft an sich reissen wollen. Das taugt
mittlerweile allenfalls noch als Satire in Trickfilmen.
Zu meinen anderen Anmerkungen hast du nichts zu sagen. Ich nehme das als
Kapitulation an. Du weißt nicht, mit was sich Wissenschaft beschäftigt und
wie sie das tut. Du weißt erst recht nicht, wieso das so ist. Du
diffamierst lieber drauf los, das ist ja so einfach.

Das alles sind Annahmen von Dir, die Du nicht beweisen kannst. Trotzdem
erscheinen sie Dir als *Wahrheit*
Das ist genau der *Glaubenssprung*, den viele Akademiker immer verleugnen
werden, der aber nichtsdestoweniger bei _Gottesleugnern_ vorhanden ist.

Da der materialistische Atheismus aber so schlau war, keine *Kirche* zu
gründen, kann er natürlich nicht gegen den Grundsatz der Trennung von
Staat und Kirche verstoßen! Das war jedenfalls raffiniert.
An dieser blödsinnigen Bemerkung erkennt man, dass du zu einem anderen
Denken, außer einem religiös eingeschränkten, überhaupt nicht in der
Lage bist. Sie ist genauso dämlich wie die Bemerkung, Vegetarier wären
immerhin so schlau, keine eigene Metzgervereinigung zu gründen.

Jedenfalls bist Du offenbar nicht *schlau* genug <Ironie> zu bemerken.
Ich passe offenbar gut in Deine Fundischablone.

Du bist kein Fundi? Alle Achtung, deine Imitation ist perfekt.

Man tut was man kann. Wenn ich was bin, dann Mystiker.
mfg
Ralf


.



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