Re: Nochmal: Wiedergeburt



Fchen wrote:

In article <dts5aq$eqb$1@xxxxxxxxx>,
Mathias Grewin <grinwin.gremat@xxxxxxxxx> wrote:

Fchen wrote:

In article <dtnfbe$2le$1@xxxxxxxxx>,
Mathias Grewin <grinwin.gremat@xxxxxxxxx> wrote:

Und obwohl alles einmalig und vergåŠnglich ist -
so stråŠubt sich der Mensch doch dagegen, vergåŠnglich
zu sein und erhebt sich "Kraft seiner Gedankenwelt"
aus der Einmaligkeit um sich herum -> heraus.

Was koennte er sonst tun ?
Dieses Universum ist nun einmal eines der Konkurrenz -
und die Rueckhalte werden schnell immer weniger.

Ja - naja ...

:-)

Es ging ja darum, das ich Deiner Meinung nach die
Glaubensrichtungen (religišse, weltanschauliche, buddhistische!)
der Menschen deshalb belaste, weil meine Moral der entsprechende
Anlass dazu ist.

Wessen Moral koennte sonst der Anlasser sein ?
:-)

Ich stimmte doch schon zu - also:
Nu langt's aber

:-)


Buddhismus ist sozusagen Gleichmacherei, denn er
schafft Buddhisten, so wie Christentum Christen
schafft.

Ja, es gibt auch andere Formen der Sozialisation -
eben um diesen kruden Existenzkampf etwas zu mildern.
Jagen in Rudeln... verteilte Verantwortungen etc.
Daraus entsteht dann die Organisation verschiedener Banden,
und die einbindung des religioesen in das Politische.

Das ist eine Staerke des Menschen, sich in Staemmen, Nationen und
Gemeinschaften zu organisieren, und gemeinsam bestimmte Zwecke und Ziele
zu verfolgen.

Das alles hat aber mit dem jeweils individuellen Glaubens-Konstrukt
nichts zu tun. Es ist eine , einem jeden Glaubenskonstrukt
uebergeordnete Notwendigkeit - und kann sogar verschiedene
Glaubenskonstrukte vereinen.

Aber mir scheint es manchmal so, und entschuldige Bitte dieses
Eindringen in deine Privatsphaere, als seiest Du von der Notwendigkeit
solcher Organisation keineswegs ueberzeugt, sondern saehest gerade
darin etwas un-menschliches.

Nein - auch das un-menschliche ist ja menschlich,
denn von wem kommt es denn.

Die Masse der Menschen wird doch in einer
Gesellschaftsform immer unterdrückt von denjenigen,
welche ich als asozial bezeichne...
es bluten vor allem die kleine Frau und der kleine Mann.

Die Kunst besteht nur darin, es den kleinen Leuten
noch gerade so gut gehen zu lassen, das sie zufrieden
genug sind und nicht aufmucken...
es ihnen glauben zu lassen, das schon alles recht in
Ordnung ist und auch so gehalten wird.

Man sieht es z.B. an dem Rentendesaster, welches dem Volk
nicht in vollem Umfang vermittelt wird.

Es liegt nicht am Geld - davon ist mehr als genug da -
es ist nur ungerecht verteilt.


Ich dagegen betrachte die Idee, sich mit einem Weibchen vom Stamm zu
loesen und fernab sozialer Verantwortung, in der Heide traute
Zweisamkeit zu pflegen als etwas Lebensfremd.

Ich kritisiere vor allem die religiösen Glaubensformen
und bin dafür, das die soziale Verantwortung nicht nur
denjenigen aufgebürdet wird, die am Wochenende von der
Arbeit kaputt sind.


was ist das im Ergebnis?

Eine Unterordnung des Denkens, z.B. an die relative
Sichtweise des Buddha.

Ja, genau : eine Unterordnung des Denkens.

(Ich habe mir den Buddhismus angezogen - ich weiss was
da mit mir passiert...
ja! Ich habe mich provoziert. Ich wollte das!)

Zuviel ich - zuwenig andere.
die haben auch ihre beduerfnisse - aber Iche sind nicht Konsensfaehig,
da man nicht weis was da Vorliegt. Beduerfnisse sind konsensfaehig.

Was sonst sollte sich das anziehen können,
um eigene Erfahrungen zu sammeln?

Wie ich sie auf andere Menschen übertrage, habe
ich ja nicht gesagt...
ein Selbstexperiment kann nun mal nicht anders laufen
und etwas anderes konnte das - was ich tat - auch nicht
sein.


Naja, vielleicht nicht da wo die Gier das gesammte Denken und Empfinden
dominiert.

Jeder GlŠubige einer "Viele-Gemeinschaft" - egal welcher Richtung -
glaubt deshalb, weil er seinen Glauben als allgemeingŸltig ansieht,
denn sonst wŸrde er diesem Glauben nicht fršnen.

Wenn du es mal genauer betrachtest, wirst du sehen, dass kaum jemand
seinen Glauben als fuer alle verbindlich betrachtet, sondern nur die aus
der Sozialisation erwachsenen Regeln. Scheiss auf den Glauben -
Hauptsache du verhaelst dich wie ein Glaeubiger, wenn du hier Geschaefte
machen willst.

Es sind meine Erfahrungen aus Gesprächsrunden,
ein Baptist sagte mir z.B. das er davon überzeugt
ist, ich werde nach meinem Ableben im ewigen Fegefeuer
brennen...
weil ich nicht an Gott glaube.

:-)

Der drohende Zeigefinger kommt eigentlich immer,
egal bei welchem Glauben (der durch Gründergestalten
hervorgerufen wurde).


Als GlŠubiger habe ich keinen vernŸnftigen Grund dazu,
meinen Glauben Ÿber den Glauben eines AndersglŠubigen
stellen zu kšnnen - denn die Basis fŸr alle Glaubensrichtungen
die es gibt, ist eben nur der Glaube.

Ja, aber du siehst du schon an den Phaenomenen in dieser NG, dass es so
etwas wie _einen Glauben_ gar nicht gibt. Also halten sich die Leute mit
Prinzipien, Gesetzestexten, Verhaltensregeln etc. auf - ohne die
Moeglichkeit einer gemeinsamen Basis. Mancher, so wie du, entwirft dazu
eben ganz eigene Texte.

Das ist eben alles nur Ego-Gezumpel.

Es wird Zeit für ein Buch, das die "Bibel" ablöst...
ein Buch, mit dessen Hilfe die Menschen sich eine
neue Welt erschaffen, in der sie ihr Glück suchen
und finden,
hier im Diesseits schon ein Paradies auf Erden.

Es gibt zuviel Armut und zuviele weinende Kinder
und vor allem:
Es gibt zuviel Angst.

Ich kenne fast keinen erwachsenen Menschen, der nicht
in seiner Lebensqualität stark von Ängsten beeinträchtigt
wird.

Tolle Gesellschaftsformen!

Weit verbreitet: Versagensangst.


Dein Hang dazu, etwas richtig erkennen zu wollen, sollte
nicht schon an der OberflŠche kleben bleiben.

Ich besitze keinen solchen Hang, das solltest du doch wissen.
Darum geht deine Rechtfertigung eben unter.

So? Geht sie unter?

Ich weiss nur, das Menschen sich verändern können...

und das um so mehr, je mehr diese von sich meinen,
starr zu sein - und sei es auch nur in ihrem Denken!

"Moral" .... das klingt doch langweilig

Langweilig ?
Naja, vielleicht, klingen deine Moralvorstellungen so unreflektiert wie
sie daherkommen tatsaechlich etwas langweilig.

dafür äusserst Du Dich aber recht ausführlich zu
etwas, das Dich etwas langweilt.

Einen Gefallen bist Du mir nicht schuldig - nur
das wir uns richtig verstehen.


Das scheint mir aber nicht das problem zu sein.
Mir scheint es eher folgendes problem zu sein :
Deine Moral-Vorstellungen sind gar nicht einzuordnen, nicht
realitaetsfaehig, da sie keinen Bezug nehmen auf die Moralvorstellungen
anderer , oder andere Moralvorstellungen - sie sind insoweit nicht
gespraechsfaehig, nicht Konsensfaehig.

Sie sind für Dich und für etliche Andere ungewöhnlich - mag sein...
aber was realitätsfähig ist, das bestimmt das was ist.


Und das muss jeden Menschen, der damit konfrontiert wird, dass du auf
einer Privat-Moral bestehst, deren Zweck es zunaechst einmal ist,
lediglich das Nicht-Uebereinstimmende aufzuzeigen, jenes Ich-Bin (ganz
anders wie du) irgendwann einmal langweilen.


Menschen, die ihre Meinung schreiben tun das
weshalb?

Vor allem wegen der Ihnen eigenen Moralvorstellungen...
ob sie diese nun aus einem Glauben übernommen haben - oder nicht.

es ist so gut wie immer die Moral, die spricht...
und darum ist Deine Feststellung - man teile sich aus
moralischen Gründen mit - irgendwie so wie das
Vermischen von Salz mit Salz.

Lebendiges trinkt ja auch, weil es Feuchtigkeit braucht...
aber was im Ergebnis bis heute dabei herausgekommen ist, konnte
kein Einzeller wissen.



Aber dennoch scheint mir gerade diese NG sehr gut dazu geeignet zu sein,
auch diese und aehnliche Impulse in Bewegung umzusetzen.

Vor allem Du bist ja gerade dabei...
macht ja nix.

:-)

Sie gruenden bei allen auf eben die gleichen Motive, und die sind halt
gut, und wenn noch etwas Ueberlegung dazukommt, durchaus
sozialisationsfaehig, wenn nur die Erkenner-Ich-Illusion ueberwunden
werden kann.

Stell' Dir mal eine Welt vor, in der alles so sozial
ist, das man das Soziale gar nicht mehr hervorheben muss.

Gruss

M.


.



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