Re: Aktueller Stand GEZ-Gebühr für PC?



Peter Schmidt-Schmiedebach wrote:

Arno Welzel schrieb:
Peter Schmidt-Schmiedebach schrieb:

Ich habe bereits belegt, dass die ÖR nicht für alle 40 Millionen "neuartigen Rundfunkempfanggeräte" eine Sendung über das Internet ausstrahlen kann.

*Jetzt* vielleicht nicht.

Die ÖR-Rundfunkanstalten benötigen um einen 300kb/s Videostream im Internet an 40 Millionen Endgeräte (so viele Radios sind zur Zeit bei der GEZ gemeldet) zu senden etwa 277.000 T3 Internetanschlüsse.

Ähm - nein. Im Idealfall brauchen sie genau *einen* 300 kb/s Stream pro Programm, der als Multicast übertragen wird. Derzeit fehlt halt noch die Infrastruktur, aber technisch lösbar wäre das durchaus.

Im Internet braucht jeder Client seinen eigenen Stream. Anderes lässt TCP nicht zu.

Nur innerhalb eines Subnetzes (zB Arcor, Telekom, INKA, Hansenet) ist Multicast wiederum möglich. Hierfür wird aber bei jedem Client eine eigene Set-Top-Box benötigt.

Ich sagte ja - die Infrastruktur ist derzeit noch nicht dafür ausgelegt. Aber was spricht dagegen, den Multicast bei den Providern weiterzugeben? Die ÖR könnten das mit entsprechenden Vereinbarungen mit den ISPs durchaus hinbekommen, wenn sie wollten. Ok, dann hat man eben nicht einen Stream pro Kanal, sondern pro Kanal und ISP-Netz. Das ist immer noch viel weniger, als mehrere Mio. Streams und auch innerhalb der ISP-Netze eine durchaus vertretbare Größenordnung.

Oder glaubst Du ernsthaft, die Telekom hält für jeden einzelnen Kunden einen eigenen Stream für die TV-Angebote, die dort via IPTV verbreitet werden, bereit?

Die ÖR-Rundfunkanstalten machen genau dies aktuell, um ihr Radioprogramm und TV-Programm in einem rundfunkfremden Datenaustauschformat via TCP zu übertragen. Die paar aufgestellten Streaming-Server reichen für ein paar Tausend Internetnutzer, und dient dazu die Rundfunkgebühr für PCs zu legitimieren. Und aus dem Grund muss dem SWR das Handwerk gelegt werden.

Auch terristrische Ausstrahlung ist nicht mit 100% Erreichbarkeit für alle Einwohner Deutschlands möglich.

So gesehen wird man vielleicht damit argumentieren, daß es unerheblich ist, wieviele Nutzer das Angebot gleichzeitig nutzen können, sondern die theoretische Möglichkeit, den Stream zu bekommen, genügt schon.



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