Re: Email: Provider führt Grey- und Blacklisting ein - Kundenmails gehen verloren



Di dalam de.soc.recht.datennetze Holger Pollmann menulis sebagai
berikut:

Hi Holger,

[Ablehung von Mails auf Mailservern nur mit Zustimmung erlaubt, sonst
möglicher Verstöss gegen §206 Abs. 2 StGB]
Du vergißt, daß da "unbefugt" steht. Wenn der Vertrag das zuläßt, ist
der Provider befugt.

[Mein Vertrag mit meinem Web-Provider != T-Com/Online/Wasauchimmer]
Da steht nix in der Art, da steht zwar "Absicherung des Netzwerks"
"jederzeit Verbesserungen einführen" etc. aber kein Verweis auf
irgendetwas das nach "Emails ablehnen" aussieht.
Vertragsbestandteil ist ein Spamschutz den ich selber einstellen kann,
der greift natürlich erst nach Eingang der Mail auf dem Server. Diesen
Spamschutz kann ich auch ausschalten (was ich auch tue weil meine lokale
Software individueller konfigurierbar ist und feineres und
komfortableres Scoring zulässt. Ich bekomme z.B. Mails aus Indonesien
die Serverseitig oft als Spam markiert wurden aber tatsächlich
Geschäftskorrespondenz sind).

Die Neuerung ist jetzt die Ablehnung der Mails (mit 4xx/5xx-Fehler) vor
deren Übertragung wenn der sendende Mailserver blacklisted ist (bei
einem von mehreren Anbietern, hier z.B. SORBS).
Laut Provider wird die Mail noch vor dem "HELO" abgeleht und der Sender
bekommt eine Message entweder direkt beim Sendeversuch (im Statusfenster
des Mailers) oder ein Bounce von seinem eigenen Provider wie diesen (von
einer T-Online-Adresse versucht an meine Firma zu senden):
---
This message was created automatically by mail delivery software (Exim).

A message that you sent could not be delivered to one or more of its
recipients. This is a permanent error. The following address(es)
failed:

user@meinegeschäftsdomain.com
Malformed SMTP response from mail.meinegeschäftsdomain.com
[212.227.xxx.xx] after initial connection:
rblsmtpd: 194.25.134.21 pid 22686: 451 Spam Received See:
http://www.sorbs.net/lookup.shtml?194.25.134.21:
retry timeout exceeded
---

Er (Provider) sagt § 206 Abs. 2 StGB greift nicht, weil die Beförderung
ja garnicht erst angenommen würde... Ich sehe das anders. Ich bezahle
meinen Provider für die Annahme von Mails die an mich adressiert sind
unabhägig davon ob sie SPAM sind oder nicht oder welche Ansichten er
vertritt was Sinn und Unsinn von Schutz der Server vor Bounces/SPAM/etc.
angeht. Mein Vertrag sieht die Zustellung von Emails vor, nicht deren
Ablehung.

Ich arbeite nun schon lange mit Email etc. aber auf den ersten Blick
sagte mir die o.a. Fehlermeldung auch erstmal GARNIX. Warum sollte ich
nicht an meine Firma schreiben können und spamverdächtig sein, als T-
Online-Kunde, mit ner dynamischen IP von T-Online/Com/Wasauchimmer und
bei Benutzung eines T-Online Mailservers mit meiner @t-online.de
Adresse?
Reaktion vom Provider: Liess die Message und folge Link und Anweisungen.
Ok, ich bin ja kooperativ:

Auf den Link, den Eintrag anzeigen lassen, Support, da soll ich meinen
Namen angeben, und für wen ich Anfrage, welches OS ich benutze (da
wollen sie den OS-Angaben nach wohl wissen welches OS der Mailserver von
T-Online hat, zumindest kommt das "Windows XP" nicht vor sondern
Unix/Linux/Solaris etc...) und meinen "Computer skill":
[ ] None, I can play games though.
[ ] A little, just use them for email.
[ ] Average, familiar with them, used at home and work.
[ ] A lot, sysadmin or MCSE etc.
[ ] My Name is Charles Babbage, or Alan Turing.
(Sehr witzig!)

und danach soll ich X Fragen zu Systeminnereien von Servern beantworten
die garnicht unter meiner Verwaltung stehen. Was weiss ich welche
Software die Telekom auf ihren Mailservern einsetzt und warum soll ich
als KUNDE das rausfinden? Ist das mein Bier? Was weiss ich was
irgendwelche "stacks" und "flags" bei einem Mailserver sind mus ich das
wissen nur weil ich Emails schreibe? Muss ich wissen mit welchem
Fahrzeugtyp die Briefpost ausgeliefert wird nur weil ich Briefe
schriebe? Ich will nur ne Email an meine Firma schreiben und nicht
Systemadministrator bei T-Online/Com/Wasauchimmer werden.

Also T-Online angerufen, mit der Bitte die Abuse-Abteilung zu sprechen:
Nur per Fax. Dem unwilligen Mitarbeiter das Problem geschildert: Müssen
sie ein Fax schicken, ich geb Ihnen die Nummer: 06151 6809399.
Danke, ich will weder die Nummer noch will ich ein Fax schreiben, ich
will eine Lösung für mein klar beschriebenes Problem: So ist das
Verfahren, er müsste auch ein Fax schicken (sagt der wenig hilfreiche
Mitarbeiter). Meine Argumentation das er das dann tun solle weil es
schliesslich nicht meine Aufgabe ist sondern seine fand er nicht
schlüssig. Ein "Vielen Dank für Ihre Hilfe" hab ich mir dann mal gespart
nachdem der Herr nichts mehr zu sagen hatte. Also hier auch nochmal:
Seht mal bitte zu das eure Server von den Blacklists kommen oder jeder
eurer T-Kunden hat Mailverluste sofern er an GMX, Schlund oder sonstige
Mailserver was schickt.

Und wieder zum Rechtlichen:
Zu meinem Provider: Ist die Direktablehnung von Mailsservern unter §206
Abs. 2 StGB ok?
Zu T-Online: Ist die Mangelhafte Wartung der Mailserver und das
nichtpflegen von Delistings auf den grossen und "anerkannten" Blacklists
ein Mangel wenn es dadurch zu Mailverlusten (Empfang) bei fast allen
grossen Emailprovidern kommt? (Der Servereintrag in der Blacklist
besteht seit 6 Monaten und kümmert bei T-Online/Com/Wasauchimmer
offensichtlich niemand)

Und wieder: Wer kommt für den Schaden auf? (Das ich nicht begeistert
davon bin als T-Online-Kunde keine Mails an meine eigene Firma schreiben
zu können ist klar, die Idee, dass es Kunden genauso geht passt mir
absolut garnicht und davon kennen sich genug noch weniger mit SMTP-
Servern aus und sind bestimmt noch weniger motiviert Faxe zu schreiben,
mit unkooperativen Hotlinern zu telefonieren und technische
Serverformulare ausfüllen zu müssen nur um ne fu**ing Mail schicken zu
können...)

Etwas genervte Grüsse,
Oliver
.



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