Re: Hunderte junger Tibeter ins Gefängnis geworfen



On Sun, 30 Mar 2008 05:42:47 +0700, "Wolfgang" <engaged@xxxxxxxxxxxx>
wrote:


"Tilman Hausherr" <tilman-usenet@xxxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag
news:eiisu3lf357c8v4odctmf43nj7pp1enq0e@xxxxxxxxxx
On Sat, 29 Mar 2008 19:56:50 +0700, "Wolfgang" <engaged@xxxxxxxxxxxx>
wrote:

1.)Was kann der Dalai Lama dafür?

Er ist der geistige Führer der Tibeter

2. ausgerechnet die Junge Welt zitieren, das für seine kommunistische und
damit chinafreundliche Haltung in dieser Beziehung bekannt ist.

3. Tilman Hausher ist völlig unpolitisch, so schreibt er
4. Als Ausgleich zur jungen kommunisten Welt hier ein Artikel der
konservativen Welt, von der ich genau so wenig halte wie von der
kommunistischen "Jungen Welt"

Mag ja alles sein (Geld ausgeben würde ich für die beiden "JW" Zeitungen
sicherlich nicht!), aber hier stand für mich der Autor Colin Goldner im
Vordergrund. Gegen dessen Thesen kam keine Argumentation.


Doch gegen Goldner kann man ein Gerichtsurteil anführen, dass ihm bestätigt,
genau so wie ein Faschist zu denken und zu schreiben...

Wo ist dieses Urteil nachzulesen? Welches Gericht? ("Ein Gericht in
Wien" ist nicht gerade genau!). Ist es rechtskräftig? All das wird
wohlweislich verschwiegen.

Ich wette, dass der Satz "verblendeten Fanatiker" lediglich als
Meinungsfreiheit erlaubt ist. Die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und
Schmähkritik ist nun mal nicht einfach.

Tilman


Zitat:
Der Journalist Colin Goldner, der mit viel Energie publizistisch gegen den
Dalai Lama agiert, hat vor Gericht eine Schlappe erlitten. Der Herausgeber
der österreichischen Zeitschrift "Ursache und Wirkung", Peter Riedl, hatte
Goldner aufgrund seiner Aussagen in seinem Buch "Dalai Lama - Fall eines
Gottkönigs" als "verblendeten Fanatiker" bezeichnet. "Ich bin überzeugt,
Sie
glauben, was Sie schreiben", heißt es in Peter Riedls Rezension an die
Adresse von Goldner. "Wenn ich Sie lese, sehe ich einen verblendeten
Fanatiker. Sie schreiben über die Probleme Tibets, wie ein überzeugter
Neonazi wohl über die Probleme Israels schreiben würde. Mit solchen
Vorurteilen kann man komplexen Themen nicht gerecht werden."

Colin Goldner sah in der Formulierung "verblendeter Fanatiker" eine "üble
Beleidigung, Herabsetzung und Diffamierung" seiner Person. Gleichfalls
wies
er zurück, er schriebe "wie ein Neonazi". Diese beiden Punkte vor allem
waren Gegenstand einer gerichtlichen Klage des Autors. Ein Gericht in Wien
fiel am 23. August 2000 ein erstes Urteil: Die Richterin Dr.
Mautner-Markhof
empfand, daß die Qualifizierung Goldners als "verblendeten Fanatiker"
erlaubt und sogar gerechtfertigt sei. Mehr als 30 Belege listet die
Richterin auf, durch die Goldner als verblendeter Fanatiker erscheint.
Auch
weist Mautner-Markhof den Buchautor darauf hin, daß Peter Riedl sich
lediglich an die von Goldner "selbst verwendete Diktion" anlehnte.

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