Re: Hl. Drei Könige und der Stern



Magda wrote:
> Klaus Schaefers schrieb:
>>
>> Hallo Magda,
>> nach Mt huldigten nicht etwa JHWH-Gläubige
>> dem Kind in der Krippe, sondern heidnische Magier, die sich
>> vermutlich streng an ihre Religion hielten!
>
> Hallo Klaus,
>
> die Geschichte hat durch die Mehrfachbedeutungen einen anderen Inhalt.
> Es geht nicht um Götterverehrung. Wir haben's bei JHWH doch nicht mit
> einem Schauspieler zu tun, der eine Fangemeinde braucht und der vor
> allem nur gegen Bezahlung arbeitet ;-)

Hallo Magda,
in der Antike wurden Götter-Erscheinungen regelrecht
theatralisch in Szene gesetzt;
so eine Jahwe-Epiphanie scheint im Buch Sirach noch nachzuklingen:

Der größte unter seinen Brüdern, ist der Priester Simeon...
Wie herrlich, wenn er heraustrat zwischen dem Vorhang:
wie ein leuchtender Stern zwischen den Wolken...
Wie herrlich, wenn er die Prachtgewänder angelegt und sich mit allem Schmuck
bekleidet hatte...und die Einfassung des heiligen Raumes mit Glanz
erfüllte...
Danket dem Schild Abrahams, Danket dem Fels Isaaks, Danket dem Starken
Jakobs...Danket dem König der Könige, denn seine Huld währt ewig.
(Sir 50; 51)

Hier zelebriert mE. der Hohepriester so ziemlich genau das, was Du oben
beschreibst...
und unter "magen" Abrahams, "hassur" Isaaks und "abir" Jakobs, werden aus
meiner Sicht drei verschiedene Gottheiten angerufen, die man allerdings
später nicht mehr als je einzelne Gottheiten wahrnahm.

Was allerdings mit König der Könige gemeint ist, dürfte klar sein:
Gott ist der Gott der Götter und der Herr der Könige...

was mag diese eigentümliche Wendung bedeuten?

el_ 'ælohê ha/rûchot*
....
>> Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben
>> seinen Stern aufgehen sehen.

Waren die Sterne "beseelte *Geister?"

>> Jesus/Christus und sein Stern:

> Hallo Klaus,
>
> Astrologie und Beobachtungen dieser Art kannten alle Völker. Mit
> diesem Aspekt lassen sich die Ungereimtheiten nicht beseitigen, die
> vielfältigster Art sind. Nimmst Du aber die Doppelbedeutungen,
> erscheint eine durchgehend logische Geschichte, die im Bereich
> Philosophie liegt. Die Frage ist doch nicht, ob...Weise schlau genug sind,
> den amtierenden Herrscher nicht nach seinen kommenden Konkurrenten zu
> fragen, oder dergleichen mehr.

Allerdings:

Mt 2,7
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen
genau sagen, wann der Stern erschienen war.

Somit glaubten wohl nicht nur die Magier an die Macht der Sterne:

>>
>> Auch in Israel hielt man die Sterne für Wesen, die zB. loben
>> (vgl.: Ps148) oder kämpfen können;
>
> Denk daran! Für die Psalmen gibt es andere Auslegungen!

Allerdings wird in Ps 148 recht deutlich, wie sehr man Gestirne für belebte
Wesen ansah, sollte das bei den Sterndeutern anders gewesen sein?
>>
>> Von einer Bekehrung dieser Magier und Sterndeuter habe ich übrigens
>> bei Mt nichts gelesen;-)

Wohl aber in den Apokryphen und späterer Legenden...

Mit vielen netten Grüßen

Klaus
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Magda














.



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