Re: Galileo auf der Kippe



Roland Damm wrote:

Ich gehe auf den Rest deiner sturen, repetitiven Behauptungen,
unter anderem der 23sten Wiederholung, eine Marktanalyse sei
keine volkswirtschaftliche Studie, nicht mehr ein, weil du
anscheinend selbst nicht merkst, dass ich dir genau das
gesagt habe. Eine Marktanalyse ist uebrigens auch kein
Restaurantmenue. Das kannst du ihr ja bei Gelegenheit auch
vorwerfen, wenn dir der Sinn danach steht, mal etwas anderes
endlos zu wiederholen. Viel Spass.

Das wird noch nicht mal reichen. Es muss auch untersucht werden -
und spätestens da wird es Kaffeesatzleserei - inwieweit diese
Technologie andere alternative noch nicht existenten
Technologien verdängen wird (oder gar nicht erst entstehen
lässt).

Es kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Was denn noch alles?
Was muss denn noch alles gemacht werden, bevor man mal den
Schritt wagt und eine neue Technologie implementiert?

Du schreibst selbst, dass es Kaffeesatzleserei ist, und versteifst
dich dennoch darauf, es muss gemacht werden? Was soll
das eigentlich?

Technologien loesen andere ab, so war das schon immer und
so wird es immer sein. Das Ergebnis ist, dass die in der alten
Technologie aktiven Branchen umstrukturieren muessen. Das
wird auch immer so sein, und das sehen wir auch im Berech der
Satellitennavigation, beispielsweise bietet Falk ja eigene PNAs
an.

Das Ergebnis des Wandels ist etwas, das "Fortschritt" genannt
wird, und damit verbunden nicht zuletzt auch ein Wachstum der
Wirtschaft, das deutlich mit dem technischen Fortschritt korreliert,
und die verfuegbarkeit von Produkten und Diensten, die es zuvor
nicht geben konnte.

Es ist muessig, lange zu diskutieren, was gewesen waere, wenn,
und es ist auch muessig, zu versuchen, den Fortschritt aufzuhalten.
Wenn eine neue Technologie deutliche Vorteile bietet, wird man sie
nutzen. Deswegen haben CDs die Schallplatten verdraengt, MP3 die
Musikkassette und digitale Fotoigrafie die chemische, und deswegen
verdraengt Satellitennavigation auch ein Sammelsurium bisheriger
Verfahren zur Lokalisation, einfach weil es vorteilhaft und nicht
zuletzt auch simpler ist.

Das ist ganz einfach mal so, alles Gelaber aendert daran nichts.

Die Erbsenzaehlerei bei Galileo verstehe ich nicht. Es handelt
sich klar um eine Schluesseltechnologie mit deutlichen Vorteilen
bezueglich existierenden Systemen. Das Risiko ist begrenzt,
30 kleine Satelliten zu bauen und zu starten und zu betreiben
ist nichts, was nun ganz besonders kritisch und schwierig und
risikoreich waere oder gar Europa ueberfordern wuerde. Die Kosten
belaufen sich auf den Gegenwert von allerhoechstens einigen 100 km
ICE-Strecke.

Die Produkte, die das System nutzen werden, sind teilweise
vorhersehbar, man kann lange darueber diskutieren, wieviel
nun genau damit umgesetzt und verdient werden wird, aber
*dass* damit umgesetzt und verdient werden wird, steht nicht
zur (qualifizierten) Debatte. Ich gehe davon aus, dass es, wie
beim Internet, wie bei der Informatik, und nicht zuletzt auch
bei der Raumfahrt, auch Anwendungen geben wird, die man
heute noch nicht vorhersieht. Es waere erstaunlich, wenn das
nicht so waere. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Direct-to-Home-
Satellitenfernsehen noch nichts war, was sich 1957 auch nur
irgendjemand vorgestellt hat.

Also, was soll es, sich jetzt dermassen die Hosen nasszumachen?
Wenn ich das lese, was an Gegenargumenten kommt, dann koennte
man fast denken, wir reden hier von einem so hochspekulativen und
risikobehafteten Plan wie die Besiedlung des Mars.

Kritik ist ja schoen und gut, und man muss ein waches Auge
haben und all das - aber man muss doch auch mal die Kirche im
Dorf lassen und den gesunden Menschenverstand einsetzen.

OK, Leute, mir reicht's jetzt endgueltig, ich ueberlasse die Erbsen-
zaehler jetzt der sicherlich sehr produktiven Betrachtung der
Frage, ob wir Raumfahrt wirklich haetten angehen sollen oder
doch lieber nicht ....

.



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