Re: Esa und bemannter Zugang zum All



Michael Khan wrote:

Carla Schneider schrieb:

Michael Khan wrote:

Ich meine eine Bahn, deren Apozentrum hoch genug ist,
um zumindest einige Tage Umlauf zu gewaehrleisten,
deren Perizentrum aber nooch in der Atmosphaere liegt.

Damit erreicht man, dass die Zentralstufe kontrolliert
eintritt (in diesem Fall im Suedpazifik) und dass die
bemannte Nutzlast, sollte eine schwere Fehlfunktion
vorliegen, auch nicht im Orbit strandet, sonderm eben-
falls gleich wieder zurueckkommt.

Das ist doch eigentlich eine Verschwendung dass solches Material
einfach vernichtet wird, obwohl des doch schon fast im Erdorbit war.

Ja eben, "fast". Und mit gutem Grund nur fast.

Ich denke dabei weniger an Kleinteile, die ja nur laestiger Weltraumschrott
sind, als an grosse Dinger, wie z.B. der Tank des Shuttles, oder Raketenstufen,
mit Triebwerken.

Beim Shuttle-Haupttank koennte ich mir ja noch eine Verwendung
als Element einer Station vorstellen. Allerdings auch nicht ohne
Weiteres, denn ein Tank ist erst einmal nur ein Tank. In diesem Fall
ein leerer.

Aber was soll man mit einer ausgebrannten Ariane- EPC-Stufe anfangen?
Das Vulcain-Triebwerk ist doch nicht wiederzuendbar und die Stufe ist
eh leer.

Geht das Triebwerk durch das Abschalten irreversibel kaputt ?
Oder ist die Wiederzuendbarkeit nur ein Problem der fehlenden Schwerkraft -
das muesste sich mit angebauten Feststoffraketen loesen lassen, die fuer ein paar
Sekunden die noetige Beschleuniung erzeugen.



Im Prinzip ist das nichts anderes als Schrott.

Das Problem wird wohl sein dass man sowas im nahen Erdorbit nicht lagern kann weil
es sonst in relativ kurzer Zeit abgebremst wird und abstuerzt, aber es gibt ja
Triebwerke mit denen man das verhindern kann, die z.B. mit Solarstrom und dem Erdmagnetfeld
eine Kraft erzeugen die den Orbit erhoeht.

Solche Vorrichtungen muessten man aber einbauen und auch
mit hochschleppen (wozu?) und wuerde dabei an Nutzlast-
kapazitaet verlieren.
Das sollte nicht so schwer sein.


Evtl. koennte man ja so eine Raketenstufe wieder betanken und sie fuer interplanetare
Fluege verwenden, oder das Ding zu etwas anderem umbauen.

Das heisst, ich schleppe einen Tank mit Treibstoff beim naechsten Start

hoch, docke an, fuelle das ganze Zeug um - und wozu das Ganze? Man hat
doch schon den Tank, der die Nachfuellmenge hochgebracht hat.

Wenn man soviel in einem Stueck nach oben bringen koennte, dann ja,
das duerfte aber mit den heutigen Raketen nicht moeglich sein, also muss man
es verteilt hochbringen.
Soetwas waere z.B, fuer einen Flug zum Mars mit konventionellen Raketen
verwendbar. Dafuer braucht man Triebwerke und Treibstofftanks die man
voll nicht in den Orbit bekommen kann mit existierenden Traegern.



Man muss sich auch mal anschauen, was man verliert, wenn
man so ein Konzept mit nicht erkennbarem Nutzen umsetzen
wuerde:

1.) Sicherheit am Boden: Es ist ein sehr grosses Plus, wenn
man genau weiss, dass und wo der Tank oder die Stufe wieder
herunterkommen und dass da keiner sie auf den Kopf kriegt.

Wenn man sicher weiss dass sie oben bleibt ist das auch kein Problem.


2.) Sicherheit fuer die Mannschaft: Es kann ausgeschlossen werden,
dass die im Falle einer schon beim Start auftretenden Fehlfunktion im
Orbit festsitzen, selbst wenn sie in einem niedrigen Orbit nur ein
paar Tage waeren. Nach allem, was ich gehoert habe, ist das
etwas, was Astronauten einfach wollen.

Leuchtet mir jetzt nicht ein.

--
http://www.geocities.com/carla_sch/index.html
.



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