Re: Irreführende Meldung der ARD bezüglich Radar



Hi,

in de.sci.physik Thomas Heger <ttt_heg@xxxxxx> wrote:
Ein statisches Feld kann schon rel. weit in den Körper eindringen. Jetzt
stell Dir vor, so ein statisches Feld würde langsam in der Stärke
variiert. Dann wird die Frequenz der Veränderung erhöht.

Und dann hast Du eine Welle. Und die Eindringtiefe wird je nach Frequenz
der Amplitudenänderung variieren.

Ja, das ist wohl eine Welle. Wie wird sich jetzt die Eindringtiefe mit
der Frequenz verändern? Mehr intuitiv würde ich vermuten, die nimmt mit
der Frequenz ab. Statische Magnetfelder durchdringen Nichteisen-Stoffe
ganz gut, weswegen ich vermute, für höhere Frequenzen nimmt die
Durchdringung ab.

Gibts da etwas dazu????

Ja ganz einfach: Solange keine Wechselwirkung stattfindet, ist die
Eindringtiefe groß. Bei Isolatoren gibt es zunächst mal keine. Deshalb
geht Radio durch ein Holzbrett. Sobald die Frequenz hoch genug wird, um
z.B. Resonanzen auszulösen (Mikrowellen und Wasser z.B.), oder später,
wenn E=hf reicht, um Elektronen in den Atomen zu bewegen, sinkt die
Eindringtiefe (ggf. sprunghaft). Deshalb ist ein rotes Auto rot...
Noch später (Röntgen, Gamma), wo die Welle zu viel Energie für
irgendwelche Resonanzen hat, geht sie wieder durch.
El. Leiter sind was ananas, weil die über den ganzen Frequenzbereich
Energie aufnehmen und somit schon bei niedrigsten Frequenzen absorbieren.
Deshalb geht WLan nicht im Aquarium...

Wellenform heißt auch mehr als Frequenz, sondern Wellen kann man sich
als Überlagerung verschiedener Frequenzen vorstellen, wobei auch die
Phasenlage von Interesse wäre. Jetzt kann man mit solchen Wellen - laut
Rife - bestimmte biologische Strukturen gezielt ansprechen und ggf. auch
abtöten.

Wenn ein Wellenanteil dabei ist, dessen Energie E=hf genügt, ja.
Ist er aber bei Mikrowellen nicht, und kann auch nicht durch
Überlagerung entstehen (die geht nur nach tieferen Frequenzen,
siehe Schwebung). Auch nicht bei "gepulsten" Wellen, weil die
gar nicht in dem Sinne gepulst sind, wie wir uns das anschaulich
vorstellen, die sind ebenso schön stetig, was ananas kann ein
Wellenerzeuger gar nicht abstrahlen.

Natürlich haben Mikrowellen Einfluss auf die Zellen. Die führen
Wärme zu und können (z.B. bei lokaler Bündelung) Zellen töten.
Nur: Eine menschliche Zelle geht so ab 42°C kaputt. Die DNA würde
aber erst bei ca. 60° geschädigt. DNA-Schäden _ohne_ Zelltod, also
Krebs, gibt's (zum Glück) nur durch Strahlung, deren Quanten zur
DNA passen. Und das ist genau ab UV der Fall.

mfg.
Gernot

--
<hifi@xxxxxx> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
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Sonderzeichen. Kann Reste von Tabakrauch enthalten.
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