Re: GPS widerlegt invariante Lichtgeschwindigkeit
- From: Andreas Most <Andreas.Most@xxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Wed, 29 Sep 2010 00:54:38 +0200
"Kurt Bindl" <kurt.bindl@xxxxxxxxxxx> writes:
Hallo Andreas,
kannst du kurz erläutern wie die, Albert Abraham Michelson und Henry G.
Gale,
damals die Rotation gemessen haben.
ich versteh nicht wie die Messung ablief.
Versuch erstmal den Sagnac-Effekt anhand der Erdrotation zu verstehen:
Die Erde dreht sich pro Tag einmal um seine Achse. Das macht pro Sekunde
etwa
40000 km / (24*3600)s ~= 463 m/s
(Dabei vernachlässige ich mal die Tatsache, dass die Rotationsdauer etwa
ein Faktor 365/366 kürzer bezogen auf die Fixsterne ist.)
Ein Lichtstrahl um die Erde braucht
40000 / 300000 km/s = 0,13 s
Ein Punkt am Äquator hat sich in dieser Zeit um etwa 463 m/s * 0,13 =
62m weiterbewegt, d.h. das Licht braucht also etwa
62 m / 300000 km/s = 206 ns
länger (oder kürzer je nach Umlaufrichtung des Lichtstrahls) um die Erde
als man bei einer Strecke von 40000 km erwartet hätte.
Michelson und Gale hatten natürlich kein GPS damals, weswegen sie eine
etwas kleinere Wegstrecke gewählt haben. Diese wurde aber genauso durch
die Erdrotation beeinflusst, nur ist natürlich auch die
Laufzeitverzögerung wesentlich geringer.
Andreas.
.
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