Re: Frage zur elektromagnetischen Wechselwirkung
- From: Gregor Scholten <g.scholten@xxxxxx>
- Date: Thu, 13 Aug 2009 05:39:41 -0700 (PDT)
On 13 Aug., 13:04, Hendrik van Hees <Hendrik.vanH...@xxxxxxxxxxxxxxxx
giessen.de> wrote:
eine longitudinale EM-Welle widerspricht den Maxwell-Gleichungen.
Nicht aber ein Coulomb-Feld, das in der Störungsrechnung durch ein
longitudinales Photon beschrieben wird.
Du kannst doch lesen oder? Das statische Coulombfeld wird in der
Störungsrechnung NICHT durch ein longitudinales Photon beschrieben.
das statische Feld einer Einzelladung nicht. Wohl aber das, was aus
ihm wird, wenn zwei Ladungen sich begegnen.
So
etwas gibt es gar nicht. Es wird entweder mikroskopisch durch Resummation
von Leiterdiagrammen oder makroskopisch durch ein äußeres klassisches Feld
beschrieben. Durch ein einzelnes Photon kannst Du es NICHT beschreiben!
das statische Feld einer Einzelladung kann durch die Störungsrechnung
überhaupt nicht beschrieben werden. Die kann nur Wechselwirkungen
zwischen mehreren Ladungen.
longitudinale Strahlung widerspräche den Maxwell-Gleichungen, nicht
aber die Coulomb-Wechselwirkung zweier Ladungen, die in der
Störungsrechnung durch den Austausch eines virtuellen Photons
beschrieben wird.
Bitte schreibe das in Formeln hin.
ich habe den Mandl/Shaw gerade nicht da, deswegen kann ich es nicht
nachlesen. Du kannst dir die Formel aber leicht aus den Feynman-Regeln
konstruieren. Die Feynman-Graphen für die Möller- und Bhaba-Streuung
in niedrigster Ordnung Störungsrechnung kennst du jawohl?
Ich verstehe immer noch nicht, wie man
auf diese irrige Annahme kommen kann. Wenn Du in Coulombeichung rechnest,
hast Du einen Beitrag, der wie ein Coulombfeld aussieht. Wenn Du alles
richtig machst, fällt der in invarianten Streuquerschnitten aber wieder
heraus, und es kommt der richtige Möller- (Elektron-Elektron-Streuung) bzw.
Bhabba (Elektron-Positron-Streuung)-Streuquerschnitt heraus,
dass der richtige Streuquerschnitt herauskommen soll, wenn man die
elektrische Anziehung zwischen Elektron und Positron bzw. Abstoßung
zwischen Elektron und Elektron herausfallen lässt, DAS glaube ich dir
nicht!
natürlich, deswegen enthält der Propagator ja beide Fälle. Man kann
sich dann aussuchen, welchen man betrachten will.
Es gibt in jeder Eichtung immer genau einen wohldefinierten Propagator, und
der wird für alle Prozesse verwendet. Es gibt nicht irgendwelche Teile, die
mal in dem einen, mal in dem anderen Fall anzuwenden wären.
aber der Propagator kann in mehrere Anteile zerlegt werden, die
unabhängig voneinander betrachtet werden können. Z.B. einen Anteil,
der die Propagation in die eine Richtung beschreibt, und einen für die
Gegenrichtung.
Der Photonenpropagator in der S-Matrix enthält beides, einen
Propagator für die Richtung A -> B und einen für B -> A.
Eben. Der Propagator hat also eine Richtung, aber keinen Richtungsinn.
er hat zwei Richtungen, von A nach B und umgekehrt.
Sehr interessant. Wie definierst Du das?
durch die beiden Anteile, in die der Propagator zerlegt werden kann.
das Skalarpotential A^0 ist ein Skalarfeld, das elektrische Feld \vec
E = -\grad A^0 ist aber ein Vektorfeld.
A^0 ist die Zeitkomponente eines Vektorfeldes, kein Skalarfeld.
in Viererformulierung, wir reden hier von Dreierformulierung.
zumal er ja physikalisch falsch wäre, da er den Maxwellgleichungen
widersprechen würde.
die durch das elektromagnetische Feld vermittelte Wechselwirkung
zwischen elektrisch geladenen Teilchen, in der Störungsrechnung durch
longitudinale Photonen beschrieben, widerspricht nicht den Maxwell-
Gleichungen.
Argh ;-(.
möchtest du mir hier irgendetwas mitteilen?
.
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