Re: Doppelspaltexperiment




"Oliver Jennrich" <oliver.jennrich@xxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag news:a1fy77zltzs.fsf@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
DrStupid <DrStupid@xxxxxx> writes:

Vogel schrieb:
Jedenfalls sind Atome in Stücken zählbar und im Spaltexperiment
ungeteilte Entitäten.

Dass die Ergebnisse der Doppelspaltexperimente das Gegenteil nahe
legen, scheint Dir entgangen oder egal zu sein.

Ich wüßte nicht, daß Interferenzexperimente widerlegen, daß Atome in
Stücken zählbar sind und (im Rahmen der hier relevanten Energien)
ungeteilte Entitäten sind.

Detektoren machen einmal oder mehrmals 'Klick', kein halbes Mal oder
0.23 Mal. Die *Wahrscheinlichkeit*, ein Atom an einer bestimmten
Stelle zu detektieren ist eine reelle Zahl zwischen 0 und 1, das
bedeutet aber selbstverständlich *nicht*, daß es halbe oder viertel
Atome gäbe.

Teilchenzahlen sind nur in Bezug auf einen bestimmten Beobachter eine Erhaltungsgröße. Das liegt daran, daß bestimmte Definitionen so gewählt wurden, daß das stimmt. Z.B. ist die Definition des Beobachters selber auf der Hypothese begründet, es würde sich dabei um eine feststehende Entität handeln. Dies legt einen bestimmten Raumzeitschnitt fest, wo eben gilt, daß die Materie stabil ist.
Aber auch aus der Erhaltung von Teilchenzahlen folgt noch keine Unterscheidbarkeit. Dies wäre eine Übertragung einer geläufigen, aber unpassenden Vorstellung in den Bereich des Kleinsten.
Ob ein Detector klick macht oder nicht, daß liegt daran, das die Bedingung für das Ereignis an einem bestimmten Punkt genau erfüllt sind. Sie müssen ganz genau erfüllt sein und aus dieser - nun ja- Wolkigkeit folgt, daß die genaue Lage so eines Events nicht genau vorhersehbar ist.
Den Begriff Welle im Zusammenhang mit Teilchen mag ich im übrigen auch nicht, da es den Sachverhalt erstens nicht trifft und zweitens dieser Begriff hier eine häßliche Vermischung von abgeleiteten Größen(Raum, Zeit, Feldstärke) und fundamentalen (z.B. Intervalle) darstellt. Ich spreche lieber von imaginären Rotationen (von bzw. in der Raumzeit).
Insgesamt kann man also Teilchen insgesamt eher nicht als fundamentale, zähl- und unterscheidbare Entitäten betrachten. Meinem etwas radikaleren Ansatz, diese als Anregungszustände der Raumzeit anzusehen, braucht man deswegen aber noch nicht zu folgen.

viele Grüße
Thomas Heger

.


Quantcast