Re: Doppelspaltexperiment
- From: Vogel <vogel@xxxxxxxxxxx>
- Date: 30 Mar 2008 22:35:51 GMT
Kai-Martin Knaak <kmk@xxxxxxxxxxxx> wrote in
news:pan.2008.03.30.21.24.55@xxxxxxxxxxxx:
On Sun, 30 Mar 2008 21:11:02 +0000, Vogel wrote:Endlich mal ein Posting das zur Sache kommt.
Mich interessieren folgende Fragen beim Doppeltspaltexperiment mit
diskreten Objekten wie Elektronen oder Atomen:
1.) Wieviele von 10000,
der in Richtung eines geöffneten Spaltes geschickten Teilchen,
kommen durch?
Klaro. Ich wollte ja nur wissen ob alle Teilchen durchkommen und wie man
Ohne eine Angabe der Strahlparamter der losgeschickten Teilchen lässt
sich das nicht konkret sagen.
jene in der Statistik berücksichtigt die nicht durchkommen.
Ok. Halten wir also fest, dass nicht alle losgeschickten Teilchen durch
Angenommen, der Spalt besteht aus
Schlitz- Offnungen und die ankommenden Teilchen sind über einen
gewissen Raumwinkel gleich verteilt. Dann ist der Anteil der
durchkommenden Teilchen so gro� wie der Anteil der Spaltfläche an
der gesamt bestrahlten Fläche. Das ist reine Geometrie.
einen Spalt durchkommen. Das ist für die Bildung des Gesamtergebnisses
nämlich sehr wichtig.
Man kann also die beiden Sitautionen, mit einem Spalt oder mit zwei
geöffneten Spalten, nicht ohne weiteres miteinander vergleichen.
Ok, halten wir das auch fest.
2.) Wieviele von 10000, der in Richtung beider geöffneten Spalte
geschickten Teilchen, kommen durch?
Bei gleichen Spalt-Parametern doppelt so viele, wie bei einem Spalt.
Ok.
3.) Welches ist das Verhältnis der durchgekommenen Teilchen
zwischen 1.) und 2.)
1:2
Jo, nicht nur meist, sondern wahrscheinlich immer. Und da liegt auch
4.) Oder berechnet man die tatsächliche Auftreff-Verteilung nach
dem Durchkommen, nur mit den Teilchen die durchkommen?
Meist normiert man in der Tat das Ergebnis auf die Zahl der Teilchen,
die überhaupt die Spalte passieren.
schon der Denkfehler.
Liegt seit Stunden vor mir.
Zum Thema empfehle ich die Lektüre von Band Drei der Feynman Lectures
on Physuics.
Leider nein. Da wird das Doppeltspaltexperiment ausführlich verdummend
Da wird der Doppelspalt ausführlichst von allen Seiten
beleuchtet.
behandelt. War bestimmt keine Absicht von Feyman, sondern lediglich das
Unvermögen über den Tellerrans zu blicken, bei seinem Bestreben die QM
publikumstauglich zu vermarkten. Genau dieser Teil der Lecturs ist nicht
unumstritten.
Um ein Interferenzbild hinterm Doppelspalt zu beobachten ist es überhaupt
nicht erforderlich, dass ein Teilchen durch beide Spalte geht.
Es ist auch nicht erforderlich, dass irgend eine Welle durch beide Spalte
geht um mit sich selber zu interferieren, wie hier gesagt wurde.
Denn beim Doppelspaltexperiment interferiert nämlich physikalisch
überhaupt nichts.
Man muss nur die Statistik korrekt machen, indem man auch jene Teilchen
berücksichtigt die nicht durch einen Spalt durchkommen.
Das Bild der Auftreffverteilung ist einfach ein statistisches
Verteilungsbild, das durch die Interferenz zweier
Wahrscheinlichkeitsverteilungen beschrieben werden kann, was nun
überhaupt nicht heisst, dass da physikalisch zwei Wellen interferieren.
Die Interferenz ist lediglich statistischer Natur und müsste sich demnach
rein mathematisch ableiten lassen, indem man die Verteilung diskreter
Parameter betrachtet.
--
Selber denken macht klug.
.
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