Re: Die Trickkiste des Scharlatans Einstein
- From: Gerhard Kemme <gert_kemm@xxxxxxxx>
- Date: Sun, 12 Aug 2007 11:42:53 -0700
On 10 Aug., 17:33, Hans-Bernhard Bröker <HBBroe...@xxxxxxxxxxx> wrote:
Guten Tag!
Da du über keine Definitionshoheit "was sei" oder "was nicht sei"
Das war eine sachliche Feststellung meinerseits.Die RT ist Herrschaftssystem und neben ihr darf nix Bestand haben.Diese paranoiden Angstattacken vor irgendwelchen angeblich übermächtigen
"Systemen" solltest du vielleicht mal behandeln lassen.
Das denkst du vielleicht, es ist aber nicht so.
verfügst - stehen sich die Aussagen erstmal gegenüber. Wobei die
Verwendung des Begriffes "Herrschaftssystem" durchaus handelsüblich
ist.
Demokratische Bürger müssen es auch ausdrücken und formulieren können,
Der Begriff "Herrschaftssystem" ist alles andere als sachlich. Seine
Verwendung ist regelmäßig entweder paranoid oder demagogisch
motiviert.
dass sie die Vorgehensweise anderer Gruppen als unanständig empfinden.
Jede Längenmessung per Zollstock hat nichts mit der LT oder SRT zu
Nur ist eben die Annahme, dass es eine solche Anwendung gibt, falsch.
Lichtgeschwindigkeit oder annähernd große Geschwindigkeiten kommt
überall vor.
tun. Nimmt man alle Situationen, in welchen Längenmessungen
durchgeführt werden, dann wird man solche, die mit LT und SRT zu tun
haben, vielleicht mit 1 Promille annehmen können.
Ich spreche nicht vom Atombau, sondern von Messungen, die methodisch
Vom einzelnen Atomelektron bis hin zu der Tatsache, dass
die Festigkeit der Materialien, die dich umgeben, u.a. auch darauf
basiert.
mit einem lichtschnellen Messignal durchgeführt werden und wo die
Errechnung der dann auftretenden Nanometer notwendig ist.
Hundertprozentig ist nix, das stimmt, d.h. man wird auch bei der
Die "unendlich schnellen" Mess-Signale, von denen du so gern
redest, gibt es nicht.
Messung eines Werkstückes mit der µm-Schraube noch Ungenauigkeiten
haben, da jedes Material eine bestimmte Rauheit besitzt.
Wenn in der Industrie bei einem Materialstrang eine Längenmessung per
Sensor direkt am Material durchgeführt wird, dann findet nichts statt,
was per Lichtgeschwindigkeit übertragen wird - es sei denn du willst
jetzt mit Signallaufzeiten im Mikrochip herumdenken.
Jede Methode hat ihre Grenzen und ihren Verwendungszweck. Wenn ich die
völlig fehlt ist die korrekte physikalische Einstellung, d.h. für eine
Messung muss die Verwendung eines "relativistischen" Ansatzes
begründet werden.
Diesen Satz wiederholst du wie ein Mönch sein Mantra, allein, er ist
grundsätzlich fehlerhaft. Die Verwendung eines empirisch 100%
erfolgreichen Konzepts bedarf keiner Begründung. Die Forderung nach der
Verwendung einer empirisch klar widerlegten Theorie wie der von Newton
sehr wohl.
RT zum Eishockey benutzen will, dann wäre das Unsinn. Wofür wollen
also Anhänger der RT die SRT nutzen? Zum Beispiel geht es dabei um
Längenmessungen oder um die relativistische Addition von
Geschwindigkeiten.
Standardbeispiel:
Ein Motorboot fährt auf einem Fluss mit 3 m/s und die Strömung beträgt
2 m/s. Jeder klar denkende Mensch würde jetzt die Geschwindigkeit
bezüglich des Ufers mit 2 + 3 = 5 m/s rechnen.
Die Anhänger der RT rechnen an dieser Stelle:
w=(u + v)/(1 + u*v/c²),
was darauf beruht, dass optische Messungen vorgenommen wurden.
Richtig wäre hier, erstmal zu sagen, dass das Motorboot und der Fluss
jeweils bestimmte Strecken in der Zeit t zurücklegen. Diese Strecken
kann man, da sie per Definition festliegen, aneinanderfügen und hat
dann die Gesamtstrecke in der Zeit t.
Im Lebensbereich der menschlichen Spezies, d.h. - momentan - auf dem
Dir schwebt anscheinend irgendwie vor, dass es einen sauber abgrenzbaren
Bereich der Anwendungslandschaft gibt, innerhalb dessen man ohne
jegliche Überlegung immer die Newton-Theorie nehmen kann und sollte, und
außerhalb dessen, und nur dort, die SRT angewendet werden "dürfe".
Planeten Erde, existieren nur sehr selten Gelegenheiten, die SRT
sinnvoll anzuwenden, d.h. hier würde ich die Anwendung von Newton sehr
vorziehen.
Selbst in der Raumfahrt sind die Geschwindigkeiten oftmals so niedrig,
dass der Gamma-Faktor, sqrt(1 - v²/c²), unberücksichtigt bleiben kann,
weil es auf Nanometer oder ns nicht an kommt.
Die SRT funktioniert bei Verwendung eines optischen Messverfahrens -
So ist es aber nicht. Die SRT funktioniert nämlich im kompletten
Bereich, auch dort, wo du auf Newton bestehst. Und der Übergang ist
beliebig fließend, und der einzige wirklich verlässliche Test, ob Newton
im Einzelfall den Job schaffen kann, ist, beide Theorien
durchzurechenen, und im Falle messbarer Unterschiede die SRT-Voraussage
zu verwenden.
und sonst gar nicht. Wobei es dann auch noch auf die 10.
Nachkommastelle ankommt, was bei vielen Anwendungen nicht benötigt
wird.
MfG Gerhard Kemme
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