Re: Mal wieder eine "hochqualifizierte" Einsteinkritik



Carla Schneider schrieb:

bv_schornak wrote:


Tom Berger schrieb:

bv_schornak schrieb:


Die Schweiz ist nicht nicht so
gross wie T-Kom-Land, man kann aber davon ausgehen, dass auch dort
- zu beliebiger Stunde - mehr als 32.768 Menschen gleichzeitig ins
Netz von bluewin.ch eingeloggt sind...


Selbst wenn das so wäre -


Ich spekuliere nicht, das ist wirklich so. Mein PPPoE-Einwahlprogramm
(InJoy, OS/2) gibt mir _vier_ verschiedene IPs an:

1. Local IP: 84.* - Eine eindeutige und im T-Kom-Netz nur einmal ver-
gebene IP unter der ich mit einem der T-Kom-Server verbunden bin.



Das sollte auch die IP sein mit der du im Internet auftrittst. Poste mal was mit google groups, dann sollte sie dort im Header mit drin stehen.


Ping geht mit dieser IP nicht, Traceroute funktioniert. Auf Google habe ich gerade eine Testnachricht gepostet, liefert wirklich meine Local IP zurück. Mag daran liegen, dass der Rechner als NNTP-Host arbeitet?

2. Peer IP: 217.* - Die eindeutige und im WWW nur einmal existierende
IP des T-Kom-Servers mit dem ich verbunden bin und der meine Zugriffe
auf das WWW unter Verwendung der DNS-Adressen (3. und 4.) abwickelt.

3. DNS1: 217.* - Eine zufällig vergebene IP aus dem Vorrat des der T-
Kom zugeteilten Adressraums (meist 32 oder 64 k Adressen).

4. DNS2: 217.* - siehe 3.

Nur die 1. IP lässt Rückschlüsse auf meinen Rechner zu. Es ist jedoch
aus dem WWW nicht möglich, an diese IP heranzukommen.



Sicher, im Logfile jedes webservers sollte sie hinterlassen werden, wenn du darauf zugreifst, es sei denn du verwendest einen Proxy Server zum Surfen, dann geht deine Anfrage an den Proxy Server und von dort erst auf den webserver.


Dass man nur über das Logfile eines Providers eine eindeutige Zuordnung treffen kann hatte ich bereits im ersten Reply geschrieben.

Sie ist nur der
T-Kom bekannt. Im WWW werde ich mit DNS1 oder DNS2 identifiziert (die
aber mit Sicherheit von mehreren T-Kom Kunden geteilt werden).



Wenn du z.B. auf www.yzz.com zugreifen willst, sagt der DNS deinem Computer die IP Nummer dieses Servers, und an den schickt er dann die Anfrage. Es gibt 2 damit es auch noch geht wenn einer mal ausfaellt.


Oder durch zu hohe Belastung "verstopft" ist... :)

Es ist aber nicht so, dass eine IP zur selben Zeit zwei verschiedenen
Rechnern zugewiesen wird. Ist aus dem Pool keine IP mehr frei, dann erhält
ein weiterer sich einloggender Rechner eine IP, die einem gerade inaktiven
Rechner entzogen wird. Wird der inaktive Rechner wieder aktiv, dann wird
ihm dynamisch eine neue Adresse zugeweisen. So kann es natürlich schon
vorkommen, dass eine Person von einem Rechner aus unter einer IP postet,
und wenige Minuten später eine ganz andere Person von einem ganz anderen
Rechner aus ebenfalls unter derselben IP postet.


In der Theorie vielleicht. In der Praxis sieht das mit der wachsenden
Anzahl von Rechnern im Netz etwas anders aus. Die existierenden Netze
platzen schon heute aus allen Nähten - immer mehr Rechner hängen 24 h
am Netz, die Flatrate muss ja ausgenutzt werden. Der tatsächlich ver-
fügbare Adressraum im WWW ist durch die definierten Subnetze doch arg
beschränkt, so dass den Providern gar nichts anderes übrig bleibt als
mehrere ihrer Kunden auf eine gemeinsame IP zu "spiegeln". Diese wird
normalerweise nur einmal pro Session vergeben, das Abfragen inaktiver
Verbindungen ist weitaus rechenintensiver als das "Spiegeln" auf eine
gemeinsam verwendete IP (Tabelle vs. Polling).



Sowas gibt es natuerlich in Subnetzen, aber dann muessten beide Teilnehmer eine IP aus einem fuer lokale Anwendungen reservierten Adressraum haben. Macht die Telekom sowas ? Ausserdem koennen 2 Computer so einem Subnetz nicht mehr gleichzeitig einen Webserver auf Port 80 betreiben - sonst koennte der von aussen nicht mehr unterschieden werden. Eigentlich muesste ein Provider dann zwei verschiedene Internet Services anbieten, einen vollwertigen und einen anderen billigeren...


Ports sind Softwareschnittstellen auf dem lokalen Rechner. Warum sollte es nicht möglich sein den selben Port auf zwei voneinander unabhängigen Rechnern zu betreiben?

Intern hat jede Maschine ihre eindeutige Zuordnung, im WWW kommuniziert
der Server als "Vermittler" zwischen lokalen Maschinen und anderen Ser-
vern. Anfragen lokaler Maschinen werden ins WWW geschickt und ankommen-
de Antworten werden an die Maschine geschickt die die Anfrage initiiert
hatte. Das lässt sich mit Lookup-Tabellen sehr einfach realisieren.

Dass das gleich dreimal oder öfter an einem einzigen Tag


passiert, dürfte in der bisherigen Lebensdauer des Universums kaum einmal
vorgekommen sein ...


Na - gar so gering dürfte die Wahrscheinlichkeit auch nicht sein. Be-
denke mal, wie wahrscheinlich es ist dass Leben entsteht. Es gibt uns
aber trotzdem.



Bedingte Warscheinlichkeit - wenn es kein Leben gaebe koennten wir die Frage gar nicht stellen, deshalb kann die Warscheinlichkeit beliebig klein sein.


Nicht wirklich. Die Wahrscheinlichkeit hängt nicht von unserer Existenz ab, sie ist Teil der objektiven Realität.


Grüsse aus Augsburg

Bernhard Schornak

.



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