Re: Mal wieder eine "hochqualifizierte" Einsteinkritik
- From: Carla Schneider <carla_sch@xxxxxxxxx>
- Date: Wed, 03 Aug 2005 20:13:53 +0200
bv_schornak wrote:
>
> Tom Berger schrieb:
>
> >Am Mon, 01 Aug 2005 11:26:58 +0100 schrieb bv_schornak:
> >
> >
> >>Die Schweiz ist nicht nicht so
> >>gross wie T-Kom-Land, man kann aber davon ausgehen, dass auch dort
> >>- zu beliebiger Stunde - mehr als 32.768 Menschen gleichzeitig ins
> >>Netz von bluewin.ch eingeloggt sind...
> >>
> >>
> >
> >Selbst wenn das so wäre -
> >
>
> Ich spekuliere nicht, das ist wirklich so. Mein PPPoE-Einwahlprogramm
> (InJoy, OS/2) gibt mir _vier_ verschiedene IPs an:
>
> 1. Local IP: 84.* - Eine eindeutige und im T-Kom-Netz nur einmal ver-
> gebene IP unter der ich mit einem der T-Kom-Server verbunden bin.
Das sollte auch die IP sein mit der du im Internet auftrittst.
Poste mal was mit google groups, dann sollte sie dort im Header mit
drin stehen.
>
> 2. Peer IP: 217.* - Die eindeutige und im WWW nur einmal existierende
> IP des T-Kom-Servers mit dem ich verbunden bin und der meine Zugriffe
> auf das WWW unter Verwendung der DNS-Adressen (3. und 4.) abwickelt.
>
> 3. DNS1: 217.* - Eine zufällig vergebene IP aus dem Vorrat des der T-
> Kom zugeteilten Adressraums (meist 32 oder 64 k Adressen).
>
> 4. DNS2: 217.* - siehe 3.
>
> Nur die 1. IP lässt Rückschlüsse auf meinen Rechner zu. Es ist jedoch
> aus dem WWW nicht möglich, an diese IP heranzukommen.
Sicher, im Logfile jedes webservers sollte sie hinterlassen werden,
wenn du darauf zugreifst, es sei denn du verwendest einen Proxy Server
zum Surfen, dann geht deine Anfrage an den Proxy Server und von dort
erst auf den webserver.
> Sie ist nur der
> T-Kom bekannt. Im WWW werde ich mit DNS1 oder DNS2 identifiziert (die
> aber mit Sicherheit von mehreren T-Kom Kunden geteilt werden).
Wenn du z.B. auf www.yzz.com zugreifen willst, sagt der DNS deinem Computer
die IP Nummer dieses Servers, und an den schickt er dann die Anfrage.
Es gibt 2 damit es auch noch geht wenn einer mal ausfaellt.
>
> >dann überschlagen wir doch mal ganz grob die
> >Wahrscheinlichkeit, dass an einem einzigen Tag zwei schweizer Anhänger der
> >Heim-Theorie mindestens drei Mal jeweils innerhalb weniger Minuten dieselbe
> >IP zugewiesen bekommen. Wie viele Milliarden Heim-Anhänger leben in der
> >Schweiz, die nach dsp und quanten.de posten?
> >
>
> Jan's Frage bezog sich nicht auf Statistik und Wahrscheinlichkeitsbe-
> rechnungen sondern auf die technischen Aspekte dynamischer IPs. Deine
> Auseinandersetzung mit "Henri Paul" wird da nicht tangiert. Ich werde
> den Teufel tun und mich da einmischen... ;)
>
> >Es ist aber nicht so, dass eine IP zur selben Zeit zwei verschiedenen
> >Rechnern zugewiesen wird. Ist aus dem Pool keine IP mehr frei, dann erhält
> >ein weiterer sich einloggender Rechner eine IP, die einem gerade inaktiven
> >Rechner entzogen wird. Wird der inaktive Rechner wieder aktiv, dann wird
> >ihm dynamisch eine neue Adresse zugeweisen. So kann es natürlich schon
> >vorkommen, dass eine Person von einem Rechner aus unter einer IP postet,
> >und wenige Minuten später eine ganz andere Person von einem ganz anderen
> >Rechner aus ebenfalls unter derselben IP postet.
> >
>
> In der Theorie vielleicht. In der Praxis sieht das mit der wachsenden
> Anzahl von Rechnern im Netz etwas anders aus. Die existierenden Netze
> platzen schon heute aus allen Nähten - immer mehr Rechner hängen 24 h
> am Netz, die Flatrate muss ja ausgenutzt werden. Der tatsächlich ver-
> fügbare Adressraum im WWW ist durch die definierten Subnetze doch arg
> beschränkt, so dass den Providern gar nichts anderes übrig bleibt als
> mehrere ihrer Kunden auf eine gemeinsame IP zu "spiegeln". Diese wird
> normalerweise nur einmal pro Session vergeben, das Abfragen inaktiver
> Verbindungen ist weitaus rechenintensiver als das "Spiegeln" auf eine
> gemeinsam verwendete IP (Tabelle vs. Polling).
Sowas gibt es natuerlich in Subnetzen, aber dann muessten beide Teilnehmer
eine IP aus einem fuer lokale Anwendungen reservierten Adressraum haben.
Macht die Telekom sowas ?
Ausserdem koennen 2 Computer so einem Subnetz nicht mehr gleichzeitig
einen Webserver auf Port 80 betreiben - sonst koennte der von aussen
nicht mehr unterschieden werden.
Eigentlich muesste ein Provider dann zwei verschiedene Internet Services
anbieten, einen vollwertigen und einen anderen billigeren...
>
> >Schon dass zwei schweizer Heim-Anhänger kurz nacheinander zum Posten in
> >Foren oder NGs zufälligerweise dieselbe IP zugewiesen bekommen, ist äußerst
> >unwahrscheinlich.
Das kommt ganz darauf an nach welchem Prinzip die Adressen zugewiesen
werden, das muss ja nicht so zufaellig passieren wie die Lottozahlen.
> Dass das gleich dreimal oder öfter an einem einzigen Tag
> >passiert, dürfte in der bisherigen Lebensdauer des Universums kaum einmal
> >vorgekommen sein ...
> >
>
> Na - gar so gering dürfte die Wahrscheinlichkeit auch nicht sein. Be-
> denke mal, wie wahrscheinlich es ist dass Leben entsteht. Es gibt uns
> aber trotzdem.
Bedingte Warscheinlichkeit - wenn es kein Leben gaebe koennten wir die
Frage gar nicht stellen, deshalb kann die Warscheinlichkeit beliebig klein
sein.
--
http://www.geocities.com/carla_sch/index.html
.
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