Re: Die Würde des Menschen - ein Resümee



"Klaus Roggendorf" schrieb
"Martin Blumentritt" schrieb

"Die Arbeit ist zunächst ein Prozeß zwischen Mensch und Natur, ein
Prozeß, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch
seine eigne Tat vermittelt, regelt und kontrolliert. Er tritt dem
Naturstoff selbst als eine Naturmacht gegenüber. Die seiner
Leiblichkeit angehörigen Naturkräfte, Arme und Beine, Kopf und Hand,
setzt er in Bewegung, um sich den Naturstoff in einer für sein eignes
Leben brauchbaren Form anzueignen. Indem er durch diese Bewegung auf
die Natur außer ihm wirkt und sie verändert, verändert er zugleich
seine eigne Natur. Er entwickelt die in ihr schlummernden Potenzen
und unterwirft das Spiel ihrer Kräfte seiner eignen Botmäßigkeit..."

Der Beginn der menschlichen Selbstüberhebung.

Der Grund für Faktizität, leugnen hilft da nicht.

"Eine Spinne verrichtet Operationen, die denen des Webers ähneln,
und eine Biene beschämt durch den Bau ihrer Wachszellen manchen
menschlichen Baumeister. Was aber von vornherein den schlechtesten
Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, daß er die Zelle in
seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut.

Bei der Biene ist der bewährte Bauplan bereits organisch genetisch
und gen-et(h)isch programmiert. Das hat den Vorteil, dass eine
Erziehung nicht notwendig ist, die, wie das Bewußtsein, den
menschlich individualistischen Beliebigkeiten und deren Folgen
ausgesetzt ist.

So beliebig, wie es Dir scheinen mag, können Individuen gar nicht
handeln. Einem Stararchitekten, dessen Projekt endlich verwirklicht
wird, stehen tausende gegenüber, die für einen Entwurf gar nicht erst
in Frage kamen und dutzende andere, deren Ideen für dieses Projekt
verworfen wurden.

Schau auf dei Welt.

Plattitüden, sag halt, was von der Welt willst Du denn zeigen und
warum gerade das und nicht etwas anderes?

Bei den Menschen, deren Kulturen, Religionen und Lebensweisen
überwiegen die Gemeinsamkeiten, die auf den unbewußten
Antrieben aller Lebensweisen basieren, die auch das unbewußte
und/oder bewußte Sein anderer Mitlebewesen - dominant
und überall beobachtbar - bestimmen.

Solche Gemeinsamkeiten stehen z. B. ganz oben, sie sind bewusst
und leugnen hilft da gar nicht.

Das Bewußtsein und der Menschen Begriffe (Freiheit und Würde...)
müssen sich erst noch (ethisch-moralisch) bewähren, das beweist
der Zustand der Welt.

Plattitüden. Der Grund für Faktizität ist ganz oben beleuchtet, ob
Menschheit sich bewährt oder nicht hängt am wenigsten davon ab,
ob sie Dir gefällt oder nicht und am meisten davon, ob der zutreffend
als solcher beschriebene Aneignungsprozess fortschreitet oder
terminiert. Bei Dir steht dagegen ja nur unmenschliches, nicht-
menschliches auf dem Programm, was sollen Menschen denn damit.

Auch wenn ihm
dieser Gedanke per Anweisung gegeben wird, so muß er ihn doch im
Kopfe haben, bevor er ihn materiell realisiert. Und es bedarf also
einer Kausalität aus Freiheit, damit das überhaupt geschieht.

Ja, kausal bedingter Wahlfreiheit...

Nein, Kausalität aus Freiheit, d. h. von verschiedenen Möglichkeiten,
welche als kausal bedingt /gedacht/ sind, ist die, welche /verwirklicht/
wird, während zugleich andere damit /verunmöglicht/ werden durch
Kausalität aus Freiheit. Die verworfenen Möglichkeiten sind damit
passé, die verwirklichte ist damit Fakt und der einzig unterscheidende
Grund des Verwirklichten gegenüber dem Verunmöglichten, dem
Gelassenen, dem Unterlassenen etc. ist Kausalität aus Freiheit,
einen anderen erkennbaren Grund gibt es dann nicht. Was ist daran
nicht zu verstehen, ist das zu schwer für Dich, stört es Deine
religiöse Verwirrtheit?

Auch diese haben rein gar nichts mit natürlicher
Selektion zu tun. Auch dies ist eine soziale Selektion ohne Subjekt,
die aber doch einer Praxis entspringt, die in ihren Elementen bewußt
antizipiert wurde. Auch wenn der Mond aus irgendwelchen Gründen auf
die Erde fiele würde und diese gänzlich zerstörte, wäre das keine
Stammesgeschichte, sondern eine Handlung, die der Unterlassung, mit
entsprechenden Mittel, dies verhindert zu haben.

Echt logisch, der Mond ist einfach eine Nr. zu groß,

Du irrst, Wasserstoffbombentests wurden eingestellt, nachdem sich zeigte,
dass sogar die große Erde für die damit umgesetzten Energien ein wenig
zu klein ist. Leugnen hilft auch hier nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Hubert

.



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