Re: sophia et al.



Celeritas wrote:
X-No-Archive: yes
Volker Doormann schrieb:
>>
>> Feind ist nicht der Andere, der Feind bist Du ..!"
>
>
Schluss mit deinen Kabirpfaden und dererlei! Sie sind so wenig
massgeblich, wie du es bist in deiner Eitelkeit mit dem 'abgesetzten'
Verstand deiner Anmassungen:
>
Sophia et al.

Es leuchtet ein Schimmer von sophia hindurch das vom Verstand beanspruchte Töten. Aber er ist wahrnehmbar, Claudia.


Shams-i Tabrizi says:

"In the time of my childhood, a marvelous apparition had come down upon me. No one was aware of my state. My father was unaware of my state. He was saying, "First of all, you are not mad. I don't know what's going on with you. It's also not the rearing and discipline, and it's not such and such."
I said, "Listen to one word from me: With me you're like duck eggs put under a hen. The hen nurtured them, and baby ducks appeared. When the baby ducks became a bit larger, they went with the mother to the edge of the stream and entered the water. Their mother was a hen. She ran along the edge of the stream, with no possibility of going into the water. Now, father, I see that the ocean has become my mount, and this is my homeland and state. If you are of me or I am of you, come into the ocean. If not, go back to the hens. That's where you're hung up."
He said, "If you are like this with friends, how do you act with enemies?"


Es sind nur jene, die sich seit Beginn ihres Hierseins in dieser vom Verstand beherrschen Welt als in der falschen Welt empfanden, welche sich ein Suchen begonnen haben, das nicht im Außen zu finden ist. Shams war der Lehrer und Geliebte von => Mevlana Jelaluddin Rumi, der ihm mit den spirituellen Welten vertraut machte, worauf Rumi anfing Gedichte zu schreiben. Mevlana scheibt Poesie: Divan-e-Shams (über 45000 Verse) in Persisch, das Mathnavi in 7 Büchern und 24660 Doppelversen und das Fihi ma Fihi, eine Einführung in die Metaphysik um 1256.

Shams-i Tabrizi sagt (ISBN-1-887752-52-52-8):

"Was ist das äusserste Ende der Bedürfnisse?
Das zu finden, was keine Bedürfnisse hat.
Was ist das äusserste Ende des Suchens?
Das zu finden, was gesucht ist.
Was ist das äusserste Ende des Gesuchten?
Den Sucher zu finden."

Rumi sagt:

"Wenn Du nicht munter den Garten der Liebe führst,
nimm Dir einen Moment Zeit um zu sehen warum das so ist.
Warum liebst Du nicht? Warum wirst Du nicht geliebt?
Sei intelligent im Leben, sei mutig und löse Dich von Überfüllung,
das schützt dich vor dem Geschmack und dem süßen Geruch der Liebe.
Erlaube dem Zauber seine Magie zu betreiben und bringe deine Seele in den Garten.
Wenn Du meinst, daß Du nicht willentlich dort hin möchtest,
dann laß Dich wenigstens von deinem Herz und deiner Seele führen.
Warte nicht. Mach' es jetzt.


Spreche immer aus dem Herzen, niemals aus dem Verstand.
Deine Aufrichtigkeit und dein Mut werden auch für andere ein Beispiel sein,
und wenn sie Dir zuhören, dann werden sie begeisternd
ihr gewonnenes Herz offenbaren.
Dieses "Sprechen des Herzens" ist spirituelle Tat.
Es bedeutet, daß Du Wahres nur sprechen mußt,
und innnerhalb deiner eigenen Grenzen und Dimensionen leben mußt,
ohne jemals zu prahlen über Dinge, die Du nicht selbst leben kannst,
oder die Du anderen nicht geben kannst.
Das Sprechen des Herzens bringt Dir ein Geschenk,
wann immer du sprichst, bist Du immer im Recht.
Das Herz kennt die Wahrheit, kann nichts erzählen;
dem Verstand fehlt Erkenntnis, erzählt aber viel.
Lehne Dich aus und sprich aus dem Herzen und meide das Denken,
dann siehst Du die Wunder, die zu dir zurück kommen in dein Leben."

Wahrheit ist keine Frage des Zeitgeistes. Das Denken aber wird durch den Zeitgeist bestimmt.

Krishnamurti sagt:
"Was von Bedeutung ist, sind die Lehren.
Wer der Lehrer ist, ist nicht von Bedeutung."

Wenn das wahr ist, dann ist eine Attacke gegen eine Person sinnlos.
Menschen, die sich mit den Elementen der Argumentation beschäftigt haben, wissen das, und argumentieren gegen Argumente, die eine Person spricht. Menschen, die das nicht wissen, glauben, daß sie den Lehrer töten müssen, um die nicht erkannte Lehre zu töten.


Zitat Krishnamurti:
"Der Mensch hat zu allen Zeiten etwas gesucht, das über ihn und sein materielles Wohl hinaus geht - etwas, das wir Wahrheit oder Gott oder Realität nennen, einen zeitlosen Zustand - etwas, das nicht durch Umstände, durch Gedanken oder durch menschliche Verderbtheit beeinträchtigt werden kann. - Der Mensch hat ständig die Frage gestellt : Worum geht es eigentlich? Hat das Leben überhaupt einen Sinn? Er hat die heillose Unordnung des Lebens vor Augen, die Rohheiten, die Revolten, die Kriege, die religiösen, ideologischen und nationalen Spaltungen, die nie aufhören, und mit einem Gefühl tiefer Enttäuschung fragt er, was er tun soll, was denn das ist, was wir Leben nennen, und ob es etwas gibt, das darüber hinaus geht. Und da er dieses Unbeschreibliche, das tausend Namen trägt und das er immer gesucht hat, nicht finden konnte, hat er den Glauben entwickelt - den Glauben an einen Erlöser oder an ein Ideal - , und jeder Glaube erzeugt unabänderlich Gewaltsamkeit. In diesem ständigen Kampf, den wir Leben nennen, versuchen wir einen Kodex des Verhaltens aufzustellen, der der Gesellschaft entspricht, in der wir aufgewachsen sind, ganz gleich, ob es sich dabei um eine kommunistische oder sogenannte freie Gesellschaft handelt. Wir akzeptieren eine genormte Lebenshaltung als Bestandteil einer Tradition, der wir als Hindus, Moslems oder Christen oder was wir sonst zufällig sein mögen, angehören. Wir schauen nach jemandem aus, der uns sagt, was rechtes oder falsches Betragen, was rechtes oder falsches Denken ist, und indem wir uns nach dieser Norm ausrichten, wird unser Verhalten, unser Denken mechanisch, werden unsere Reaktionen automatisch. Wir können das sehr leicht an uns beobachten. Seit Jahrhunderten sind wir durch unsere Lehrer, durch unsere Autoritäten, durch unsere Bücher und unsere Heiligen gegängelt worden. Wir erwarten, daß sie uns alles offenbaren, was hinter den Hügeln, den Bergen und der Erde liegt. Und wir sind mit ihrer Darstellung zufrieden, das bedeutet, daß wir von Worten leben und unser Leben hohl und leer ist. Wir sind Menschen aus zweiter Hand. Wir haben von dem gezehrt, was man uns gesagt hat, und ließen uns entweder durch unsere Neigungen und Absichten leiten oder durch das, was uns durch die Umstände und die Umwelt aufgezwungen wurde. Wir sind das Resultat aller möglichen Einflüsse. In uns ist nichts Neues, nichts, das wir selbst entdeckt haben, nichts Ursprüngliches, Urtümliches, Leuchtendes. Während der ganzen theologischen Vergangenheit ist uns von religiösen Lehrern versichert worden, daß wir, wenn wir bestimmte Riten verrichten, bestimmte Gebete oder Mantras wiederholen, uns gewissen Normen anpassen, unsere Wünsche unterdrücken, unsere Gedanken kontrollieren, unsere Leidenschaften sublimieren, unsere Triebe eindämmen und uns sexueller Ausschweifungen enthalten, daß wir - wenn Geist und Körper ausreichend gefoltert sind - dann etwas jenseits dieses bedeutungslosen Lebens finden werden. Und das haben Millionen sogenannter religiöser Menschen Jahrhunderte hindurch getan, entweder in der Abgeschiedenheit, indem sie in die Wüste oder in die Berge oder in eine Höhle gingen oder mit der Bettelschale von Dorf zu Dorf wanderten oder sich in einem Kloster als Gruppe zusammenfanden und ihren Geist zwangen, sich einem festgelegten Vorbild anzupassen. Aber ein gequälter Mensch mit einem zerbrochenen Geist, ein Mensch, der diesem ganzen Tumult zu entrinnen trachtet, der der äußeren Welt entsagt hat und durch Disziplin und Anpassung abgestumpft wurde, solch ein Mensch, wie lange er auch suchen mag, wird nur finden, was seinem irregeleiteten Geist entspricht.


Um nun zu entdecken, ob es tatsächlich etwas jenseits dieses unruhigen, schuldvollen, furchterfüllten, ehrgeizigen Daseins gibt oder nicht, scheint es mir, daß man einen ganz anderen Weg gehen muß. Nach der traditionellen Einstellung geht man von der Peripherie nach innen, um im Laufe der Zeit durch Übung und Verzicht allmählich zu jenem inneren Erblühen, jener inneren Schönheit und Liebe zu kommen - in Wirklichkeit aber tut man alles, um engherzig, unbedeutend und minderwertig zu werden. Man löst Schicht um Schicht ab, man läßt sich Zeit, man erwartet alles vom Morgen, vom nächsten Leben - und wenn man schließlich zum Zentrum gelangt, entdeckt man, daß dort nichts ist, weil unser Geist unfähig, stumpf und unempfindlich gemacht worden ist. Wenn man diesen Prozeß wahrgenommen hat, fragt man sich, ob es nicht einen ganz anderen Weg gibt, ob es nicht möglich ist, vom Zentrum her durchzubrechen. Die Welt akzeptiert den traditionellen Weg und folgt ihm. Die eigentliche Ursache der Unordnung in uns ist das Suchen nach einer Realität, die uns von einem anderen versprochen wurde. Wir folgen mechanisch dem, der uns ein wohltuendes spirituelles Leben zusichert. Es ist höchst seltsam, daß, obgleich wir uns der politischen Tyrannei und Diktatur widersetzen, wir innerlich die Autorität, die Tyrannei eines anderen hinnehmen, die unseren Geist und unser Leben verwirrt. Wenn wir nun jede sogenannte spirituelle Autorität mitsamt allen Zeremonien, Riten und Dogmen verwerfen, nicht intellektuell, sondern tatsächlich, bedeutet das, daß wir allein stehen und uns damit bereits im Konflikt mit der Gesellschaft befinden. Für die Gesellschaft hören wir auf, geachtete Menschen zu sein. Doch ein von der Gesellschaft geschätzter Mensch kann unmöglich dieser unendlichen, unermeßlichen Realität näherkommen.

Sie haben nun damit begonnen, etwas absolut Falsches zu verneinen, den traditionellen Weg. Doch wenn diese Ablehnung eine Reaktion ist, werden Sie eine andere Schablone geschaffen haben, in der Sie wie in einer Falle festgehalten werden. Wenn Ihnen Ihr Verstand sagt, daß diese Ablehnung ein guter Gedanke ist, Sie aber nichts daraus machen, kommen Sie nicht weiter. Wenn Sie das Falsche jedoch verneinen, weil Sie den Stumpfsinn, die Unreife der gesellschaftlichen Konvention verstehen, wenn Sie sie aus tiefer Einsicht verwerfen, weil Sie frei sind und sich nicht fürchten, werden Sie eine große Unruhe in sich und um sich hervorrufen; aber Sie werden aus der Falle konventioneller Ehrbarkeit herauskommen. Dann werden Sie entdecken, daß Sie nicht länger suchen. Und das ist das erste, das zu lernen ist: nicht zu suchen. Solange Sie suchen, machen Sie nur einen Schaufensterbummel. Die Frage, ob es einen Gott gibt oder die Wahrheit oder die Realitat oder wie Sie es sonst benennen mögen, kann niemals durch Bücher, Priester, Philosophen oder Erlöser beantwortet werden. Niemand und nichts kann diese Frage beantworten als Sie selbst; und darum müssen Sie sich kennen. Wenn man sich selbst nicht kennt, ist man unreif. Sich selbst zu verstehen, ist der Anfang der Weisheit.

Zorn hat die merkwürdige Eigenschaft, uns aus der Gemeinschaft auszuschliessen. Ebenso wie der Kummer, der uns bedrückt, errichtet er eine Trennwand zwischen uns und den anderen Menschen, so daß wenigstens zeitweise alle Beziehung zum Du ein Ende hat. Im Zorn fühlen wir uns zunächst so stark und lebenstüchtig wie alle Ausgestoßenen, aber zugleich packt uns eine eigenartige Verzweiflung, denn ausgestoßen sein bedeutet ja wohl auch verzweifeln müssen. Die Wut der Enttäuschung oder der Eifersucht, der Drang, dem anderen weh zu tun, wirkt auf eine heftige Art befreiend und schenkt uns zugleich das lustvolle Gefühl, im Recht zu sein. Wir verurteilen andere und bestätigen uns damit, daß wir das Recht auf unserer Seite haben. Wie stünden wir auch vor uns und den anderen da, wenn wir auf diese allzu menschlichen Posen der Selbstgerechtigkeit oder ihres Gegenteils, der Selbsterniedrigung, verzichteten ? Um uns gehörig in Szene zu setzen, ist uns so ziemlich jedes Mittel recht, gerechter Zorn wie Wütender Haß leisten uns dabei ohne viel Aufwand die besten Dienste. Die kurze, hitzige Wallung, die rasch wieder vergessen wird, ist eine verhältnismäßig harmlose Sache, ganz anders steht es um jenen bösartigen, mit Vorbedacht genährten und gehegten Zorn, der nur noch darauf ausgeht, zu verletzen und zu zerstören. Gewöhnliche Wutanfälle haben nicht selten körperliche Ursachen, die man aufdecken und heilen kann, der Zorn aber, der aus der Tiefe seelischer Veranlagung kommt, ist viel hintergründiger und ungleich schwerer zu überwinden. Die meisten von uns finden wenig dabei, wenn ihnen der Zorn zu Kopf steigt, weil sie immer einen triftigen Grund für ihren Ausbruch zur Hand haben. Wie kämen wir auch dazu, uns zu beherrschen, wenn uns oder anderen unrecht geschieht ? Kein Zürnender kann etwas anderes denken, als daß sein Zorn gerecht, ja heilig sei. Nie sagen wir einfach: »Wir sind zornig«, und lassen es dabei bewenden; wir ergehen uns vielmehr sofort in wortreichen Ausführungen über die Ursache unseres Zorns. Ebensowenig begnügen wir uns mit der schlichten Feststellung, daß wir etwa eifersüchtig oder verbittert seien, sondern legen auch in diesem Falle wieder größten Wert auf eine Rechtfertigung und Erklärung unseres Verhaltens. Wir mögen etwa behaupten, ohne Eifersucht gebe es keine wahre Liebe, oder die unglaubliche Handlungsweise eines anderen anprangern, die an unserer Verbitterung schuld sei. Dieses ewige Erklären und in Worte fassen, ganz gleich, ob es sich in schweigendem Grübeln oder in lauter Sprache vollzieht, ist schuld daran, daß unser Zorn nicht verrauchen kann, sondern immer weiter fressen muß und schließlich allem Maß und aller Vernunft Hohn spricht. Jede rechtfertigende Erklärung unseres Verhaltens, ob nur gedacht oder ausgesprochen, deckt unser wahres Wesen wie ein Schutzschild ab und hindert uns daran, uns so zu sehen, wie wir sind. Wir wünschen uns Lob und Schmeichelei, wir erwarten uns irgendeinen Vorteil, und wenn sich jener Wunsch oder diese Erwartung nicht erfüllt, dann werden wir böse, dann sind wir enttäuscht oder verbittert oder eifersüchtig. Aber dieser einfache Zusammenhang geht uns nicht auf, wir geben insgeheim oder sehr vernehmlich einem anderen die Schuld und machen ihn für unsere bitteren Gefühle verantwortlich. »Du bist mir so wichtig, von dir hängt ja mein Glück, meine Stellung, mein Ansehen ab. Du gibst meinem Leben Sinn und Inhalt, darum muß ich dich hüten, muß ich dich besitzen. Du bietest mir Zuflucht vor mir selbst, nun aber stösst du mich zurück in die beängstigende Leere meines Ichs und darum zürne ich dir.« Enttäuschung, nagender Groll, Verbitterung, Eifersucht sind nur einige der vielen Formen, in denen sich das zornige Gemüt Luft macht. Aufgestauter Zorn, den wir als Groll oder Ressentiment bezeichnen, kann nur durch das Gegenmittel der Vergebung gelöscht werden.

Aber den Zorn nicht erst überhandnehmen zu lassen, ist leichter, als erlittenes Unrecht zu verzeihen. Wo kein Groll ist, bedarf es auch keiner Vergebung. Erst wenn sich der Groll in uns eingefressen hat, ist es wesentlich, daß wir auch verzeihen können. Wenn das ohne törichte Schmeichelei, ohne heimliches beleidigt sein und ohne die Härte der Gleichgültigkeit geschehen soll, dann bedarf es dazu echter Nachsicht und warmherziger Einfühlung. Durch den Willen können wir uns nicht vom Zorn befreien, denn Wollen und Zürnen sind in ihrer Gewaltsamkeit wesensverwandt. Der Wille entspringt aus der Begierde, dem Wunsch, etwas zu sein, und alles Begehren ist seiner innersten Natur nach kämpferisch und gewaltsam - wie das Zürnen. Wer also seinen Zorn durch einen Akt des Willens unterdrückt, verlegt ihn in Wahrheit nur auf eine andere Ebene und gibt ihm einen anderen Namen, aber von der Gewaltsamkeit seines Empfindens kommt er dadurch nicht los. Um innerlich gewaltlos zu sein - was etwas ganz anderes ist als die Pflege der <Gewaltlosigkeit> -, muß man innewerden, wie es um die Begierde bestellt ist. Es gibt keine Abwandlung unserer Begierden ins Geistige, sie lassen sich weder unterdrücken noch sublimieren. Wir müssen für die ganze Welt unserer Wünsche und Begierden wahllos und in aller Stille aufgeschlossen sein. Dieses unbeteiligte Aufgeschlossensein macht es möglich, alles Begehren unmittelbar zu erleben, ohne daß ein Erlebender zur Stelle wäre, der ihm einen Namen gibt." [/Zitat]

Mann und Frau sind die beiden Aspekte Gottes die in dieser Welt getrennt sind. Ein Mann möchte lieben und eine Frau möchte geliebt werden. Ein Mann gibt seine Liebe durch die Liebe zur Wahrheit, die unterscheidet. Wahrheit ist nicht immer schmerzfrei. Liebe unterscheidet nicht, sie kennt kein Denken.

Lao=Tsu sagt (im Tao=Teh=Ching):

"Wahres Wort ist nicht schön - schönes Wort ist nicht wahr •
Wer Weisheit hat streitet nicht - wer streitet hat Weisheit nicht •
Wer Weisheit hat sucht kein Wissen - wer Wissen sucht hat nicht Weisheit •
Der Weise häuft keine Habe und hat doch - Je mehr er anderen gibt - desto mehr fließt ihm zu •
Je größer sein Opfer desto größer sein Selbst=Besitz •
Das ist des Himmels Wesen - Fördern ohne zu fordern; das ist des Weisen Wesen - Wirken ohne tun •"


Giordano Philippo Bruno sagt:

"Erkenntnis, Weisheit, Wahrheit, Einheit, Liebe sind ein und dasselbe.

Alle wahre Philosophie ist zugleich Musik oder Poesie und Malerei. Wahre Malerei ist zugleich Musik und Philosophie. Wahre Poesie ist eine Art göttlicher Weisheit und Malerei."

Man hat ihn lebendigen Leibes verbrannt. Ihr Verstand sagte ihnen, daß sie mit dem lustvollen Töten auch seine Erkenntnisse töten würden.

Diese Verstandes-Welt kann man nicht ändern, aber man kann sich selbst erkennen - als die sophia - wenn das Denken ruht. Ohne diese sophia ist das Denken nur eine Waffe im Krieg der Evolution, ob sie nun durch eine Frau benutzt wird oder durch einen Mann.

V.D.


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