Re: Logik-Arten innerhalb der menschlichen Sprachlogik
- From: "Rudi Menter" <spamcowgirl@xxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Wed, 7 Dec 2005 00:35:32 +0100
Paul Holbach schrieb:
> Ich habe nicht gesagt, dass ich selbst an die (objektive) Existenz
> bloß_möglicher Dinge glaube--das tue ich nämlich nicht. Es gibt aber
> Leute, die das sehr wohl tun:
> "Possibilist realism takes non-actual possible objects to be (real,
> genuine) objects; it takes their metaphysical status to be on a par
> with that of actual objects. When possibilist realists assert,
> 'Non-actual possible objects exist', their word 'exist' has the same
> linguistic meaning as when actualists assert, 'Actual objects exist'.
> Possibilist realists believe that some domains of discourse with
> respect to which 'exist' may be understood include more than actual
> objects, whereas actualists deny it. Thus according to possibilist
> realism, to call an object non-actually possibly existing is merely to
> deny its inclusion in a particular realm - call it 'actuality' -
> and affirm its inclusion in some other realm. That other realm is no
> less a realm of existence than actuality is a realm of existence. All
> realms of existence are metaphysically on a par with one another."
> [T. Yagisawa: "Possible Objects":
> http://plato.stanford.edu/entries/possible-objects]
Sehr gut! Das ist interessant.
Dazu fällt mir ein, dass Roger Penrose, der Gigant der (mathematischen)
Vorstellungskraft meint, dass die "Aufgeräumtheit" (mir fällt nichts
besseres
ein) des Universums zum "Zeitpunkt" des Beginns der initialen evolving Phase
(Urknall) so gross ist, dass man das von heute aus mit der
Wahrscheinlichkeit
von 10^(10^123) datieren darf. Diese Grössenordnung muss man, mehrfach
gelesen, sich bewusst machen. Die Zahl stammt von einer Beziehung, die
Beckenstein und Hawking in Zusammenhang mit der Entropie von
Schwarzen Löchern gefunden haben, und sie ist ***tatsächlich***
unendlich gross. Aber was macht das, wir sind hier.
Wohl auch deshalb sind Penrose und Hawing in ihren späteren Papers,
die übrigens alle mathematisch begründet sind, zu einer Vorstellung eines
Universums übergegangen, das alle möglichen Vergangenheiten tatsächlich
enthält, sozusagen als "Notwendigkeit". Ich gebe zu, dass ich das nicht ganz
nachvollziehen kann (die Idee ist an die Pfadintegralmethode angelehnt).
Gruß
--
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