Re: Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- From: Bodo Mysliwietz <druidefix_yz010@xxxxxx>
- Date: Tue, 04 Apr 2006 18:25:46 +0200
Hans-Jürgen Tilsner schrieb:
wenn ich nach den Anwendungsfällen von KZA entscheiden müsste, die ich
aus der Selbsthilfe kenne, würde ich wahrscheinlich zu keinen anderen
Ergebnissen kommen als Prof. Sawicki. Denn hier in der Gegend werden
vor allem 2er mit messen-essen-spritzen auf KZA und auch wieder nur in
der Form eingestellt, dass sie zur Folgemahlzeit in einem üppig
bemessenen Zielbereich landen. In der Folge sind 1cs von 7 schon top,
von 8 eher die Regel.
Dan liegt der Miesepeter aber nicht bei den KZAs sondern den Schulungen (Therapieansatz des Arztes) und der Schulungsfähigkeit des betroffenem.
> Solche Ergebnisse lassen sich mit ner
standardhalben Stunde SEA und Alt auch erzielen. Also womit sollte die
Mehrausgabe gerechtfertigt werden?
So gesehen nicht mit einem guten Wirkstoff und flascher Anwendung(sberatung)
> Ausnahmen wie Kinder oder sonst
wirklich therapeutisch begründbar werden immer möglich sein.
Für passende Schulung sorgen und daran nicht nur das Stäbchenkontigent bemessen.
Ich hatte hier schonmal geschrieben das der Kostenanteil von Meßstäbchen in einer ICT deutlich höher ist als der Anteil der KZAs. Sicherlich werden die meisten das bestätigen können.
Was mich an der Geschichte lediglich maßlos ärgert, ist die Arroganz
des Systems (das kann ich die Ärzte nicht allein für verantwortlich
machen),
ACK - sie aber auch nicht aussen vor lassen.
> in dem es außer in Ausnahmen wie bei Teupe keine Anleitung
gibt, wie Betroffene die Vorteile ihrer jeweiligen Medis wirklich
optimal nutzen können
In unserem konrketen Fall sah es eher so aus. Keine Wochenlange, intensive, Stationärschulung mit div. Basal- und Bolusanpassungen (Auslasversuche). Nach Manifestation unserer Tochter gab es natürlich während des stationären aufenthalts unserer Tochter für uns Eltern (und Tochter) Schulung und Bildung. Bildung natürlich hinsichtlich Folgeschäden, Gefahrenabwehr (Hypo), Ketoazidose, Lebens- bzw. Alltagsplanung, Messzeiten, Zwischenmahlzeitenplanung und vieles mehr. Salop formuliert würde ich sagen das das gesamte Schulungspaket was uns in knapp 2 Wochen spontan (kein fester Zeitplan, da Einzelschulung) "on-the-fly" verabreicht wurde. Die Schulung würde ich aber nicht als schlecht, eher massiv, bezeichnen aber auf KZAs als solche wird man sofort nach Manifestation sicher nur in den wenigsten Fällen eingestellt. So gesehen hat es für _uns_ nie eine spezielle KZA-Schulung gegeben, mag aber auch daran liegen das wir an die Sache Progressiv und selber fordernd ran gegangen waren. Ich kenne natürlich auch Fälle wo die Kinder schon deutlich länger DM1 sind aber die Thearpie immer noch nicht als ICT unter KZA durchgeführt. Ärzte müssen sich auch auf die Möglichkeiten und die Akzeptanz der Patienten einstellen.
Bisdann, Jürgen Tilsner, T2 seit 90,
Apidra & Lantus
Passiver DM1 seit 2004, CSII mit NR
;-)
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
.
- References:
- Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- From: Barbara
- Re: Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- From: richard wagner
- Re: Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- From: Hans-Jürgen Tilsner
- Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- Prev by Date: Re: Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- Next by Date: Re: Ultratard
- Previous by thread: Re: Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- Next by thread: Re: Bürokraten wollen KZA verbannen: Artikel aus FAS vom 2.4.
- Index(es):