Re: Tempelschmuck



gerd unverfehrt <gunverf@xxxxxxx> wrote:

Ich kenne ihn - und die Totschweiger jetzt auch:

<http://lelarge.homepage.t-online.de/fundamentstein.jpg>
<http://lelarge.homepage.t-online.de/fundamentstein.html>

Er belegt, dass bei der Nostrifizierung eines "heidnischen" Baus bei der
Fundamentierung des drangeklatschten Chors im Fundament ein Hinweis auf
ein abgeblich uraltes romkirchliches Gebäude hinterlassen wurde, ohne
dass man damals davon ausgehen konnte, dass er je einmal wieder an das
Tageslicht käme.

Warum sollte jemand etwas "fälschen", wenn er von der
Wirkungslosigkeit der "Fälschung" ausgeht? Insofern "belegt"
der Stein gar nix.

Der Stein ist dummerweise da: "Anno 817" - mit unzeitgemäßen Ziffern.
Und es hat ihn jemand beschriftet und in dem Fundament eines
Kirchenchores verbaut:

WARUM?

Davon lässt sich nicht mit Gegenfragen ablenken...

Das heißt, dass die organisierte Fälschungsaktion

Er wurde weder zufällig
"organisierte Fälschungsaktion" setzt ja einen Masterplan
voraus. Wer waren die Meister? Wie haben sie ihre
Verschwörung zur Erfälschung der Geschichte organisiert?

Sie haben sie so organisiert, dass sie Geschichtsmärchen verfassten, die
zu den Tausenden von ja nachweislich gefälchten Schenkungsurkunden
passten.

Die richtigen Varianten der erphantasierten (Kirchen-)Geschichte musste
man dafür nicht kennen.
Die (er)fanden die Mediävisten bis heute(!), die dem einen Pergament
mehr glauben als dem anderen, wodurch das eine zur "Geschichte" beitrug,
das andere die Zahl der Tausenden von Fälschungen vermehrte.

War ein hochmittelalterlicher Herrscher an Weihnachten an drei Orten
gleichzeitig, schied man einfach zwei Pergamente als
Versehen/Irrtümer/Überlieferungsfehler aus.
Ob das dritte nicht auch gefälscht sein könnte, kam/kommt den
Bücherwürmern gar nicht in den Sinn.

im hohen Mittelalter

Die Zeit um 1500 ist doch besser als spätes Mittelalter oder
frühe Neuzeit zu benennen.

auf Jahrhunderte/Jahrtausende angelegt war. Man versäumte nichts, was
die Altehrwürdigkeit der gerade entstandenen Romkirche mit Steinen,
Münzen oder Pergament auch bei viel späterer Entdeckung "belegen"
könnte.

Du meinst die gleichen Leute, die das Ende der Welt für
Jahreswende auf 1500 vorhersagten? Warum sollten die für
Jahrtausende in die Zukunft fälschen?

Man kann auch wasser predigen und Wein trinken. Die Gebäude, die jetzt
erst im Vatikan entstanden, sahen nciht aus, als wären sie für paar
Jahre erbaut worden.

Der profane Bau, der dem Gerichtswesen diente, wurde gegen 1500 in eine
katholische Kirche umgemodelt:

Und das Datum hast Du auf welche Weise ermittelt?
Kaffeesatz, Glaskugel oder Daumenpeilung?

Es ist der Zeitpunkt, zu dem das Tor, dass eher zu einem Thingplatz
unter einer Linde passt, seinen Platz wechseln musste.
Unter solchen Toren wurde nebenbei geurteilt.

Der Torbogen/Eingang im Süden wurde auf die Westseite verlegt,

Von "verlegen" ist da nix und nöcks zu sehen.

Dann habe ich nur bessere Augen:

<http://lelarge.homepage.t-online.de/tor3.jpg>

Der Mauerdurchbruch zugemauert.

Ja. Sowas kommt bis heute vor.

Hier hatte es Methode:

Die Ost-West-Ausrichtung wurde nicht nur hier(!) durch eine Verlegung
des Eingangsportals erreicht, wobei das Portal -wie hier- seinen Platz
wechselte, oder das alte nur zugemauert wurde.

Gegenüber dem neuen Eingang der nun nach Osten ausgerichteten "Kirche"
wurde der Chor angefügt, der die verräterische jahreszahl aufweist.

Da der Chor keine Jahreszahl aufweist (nicht mal eine
pergamentene :-), ist auch das Folgende Quark.

Wunschdenken.

Wer hat warum das hier
<http://lelarge.homepage.t-online.de/fundementstein.jpg> unter den Chor
verbracht? Eine Frage, die du durch den Verweis auf ein mögliches
anderes Alter des Chors nicht vom Tisch bekommst!

Dass die ältesten Erwähnungen der "Kirche" aus dem 16. Jh. stammen,
wundert nicht...

Da die Catholica ja nicht fälscht und betrügt, muss man konsterniert
tun, wie denn so was passiert sein könne und muss Erklärungen
erphantasieren, die sich erübrigten, wenn man die so späte Umgestaltung
zur Katholischen Kirche zur Kenntnis nähme:

http://lelarge.homepage.t-online.de/tor1.html

Wer dieses Tor betrachtet, wird ohne die Gehirnwäsche, dass es im 15.
Jahrhundertz schon die katholische Kirche gab, eher ein Gerichtsgebäude
ahnen als eine Kirche:

Nun rück doch mal damit raus, was an der Ikonographie des
Tores spezifisch für die Ikonographie eines Gerichtsgebäudes
sei. Zumal für ein Gebäude der "Gerechtigkeitsreligion". Daß
dieser Begriff christlich besetzt ist, ist Topper entgangen


Wieso? Die heidnische Bilder- und Gedankenwelt musste ja irgendwie
nostrifiziert/eingemeindet werden. Han konnte ja nicht alle noch
lebenden Heiden/anderschristliche Ketzer nach der Bekehrung zu der neuen
Religion auf dem Scheiterhaufen landen lassen.

Ein paar Eingschüchterte mussten ja übrig bleiben, um die neuen Herren
zu ernähren - und ihre bezahlten Faktoten bis heute.

und Dir, weil Du ein kritikloser und leichtgläubiger
Nachschwätzer bist, natürlich auch. Leg doch endlich mal
Fakten auf den Tisch:

Gerne. Fangen wir mit den Löwen, der ein einen Menschen im Maul trägt
an:

"Unter den an Rathäusern und Kirchenportalen häufigen Tierfiguren möchte
ich auf den Löwen aufmerksam machen, der oft ein Zicklein zwischen den
Pranken oder einen Männerkopf im Maul hält. (Abb. 61a-b). Entgegen der
landläufigen Auffassung, daß das arme Zicklein oder der Kopf des Mannes
vom Löwenrachen verschlungen wird, möchte ich die sinnvollere Deutung in
Erinnerung rufen, wie sie uns auch von Zarnack (2003) erklärt wurde: Der
Löwe ist das Sinnbild des Gesetzes, und wer es befolgt, der fühlt sich
darin sicher wie im Löwenrachen, ihm kann kein Leid geschehen (das gilt
bis in den Iran, siehe meine Zeichnung in 2003a, S. 124). Die von
Zarnack vorgebrachte Wortkette >Löwe< - >lew >lex< >law< (engl. =
Gesetz<) - man könnte noch die >Leviten< dazunehmen -erschließt unseine
eigene Welt." (Topper, Kalender-Sprung)

In Linden sieht das so aus:

<http://lelarge.homepage.t-online.de/tor2.jpg>

Linden ghörte zu einem altgermanischen Gerichtsbezirk.

Wer hat die angebliche "8" auf dem Stein so hübsch
gepunktet? Was bedeuten die anderen Einritzungen (da gibts
ja deutlich mehr als die angebliche "817" samt Kreuz)?

<http://lelarge.homepage.t-online.de/fundamentstein.jpg>

Nachträgliche Betonungen einiger Ritzungen stammen von gelangweilten
Konfirmanden.

Wie werden die Datierungen "um 1500" begründet?

<http://lelarge.homepage.t-online.de/tor3.jpg>
Heute: <http://lelarge.homepage.t-online.de/tor1.html>

Warum sollte ein "heidnisches" Tor wiederverwandt werden, wenn man aus dem
"heidnischen Tempel" eine christliche Kirche machen wollte?

Kostengründe und die Menschen kannten es ja so oder so. Es gibt doch bis
heute Bilderdeuter, die dir ein X für ein U vormachen können.
Beim Umschwallen von heidnischen Bildmotiven hatte man noch nie
Probleme, wie das Beispiel Remagen (Wohl vom gleichen Bidlhauer wie in
Linden) lehrt. Oder das Beispiel H. Bosch!

Auf welchen archälogisch-baugeschichtlichen Befund stützt sich die
Datierung des Chores "um 1500"?

Ich erinnere leider nicht mehr, wo ich es her habe.
Was würde eine andere Bauzeit bitte am Faktum der Existenz dieses Steins
und seines Fundortes ändern:

<http://lelarge.homepage.t-online.de/fundamentstein.jpg>??

Langer Rede kurzer Sinn: Günter, Du bist ein nackter
Schwurbelkaiser. Und deswegen ab in Deine Heimatgruppe.

Das erklärt das hier sicherlich nicht, Phantomi:

http://lelarge.homepage.t-online.de/tor.gif

Günter
--
http://lelarge.homepage.t-online.de/vv.html
.



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