Re: Alternative zur Bohnenstange?



Kai-Martin Knaak wrote:
Moin,

Vor ein paar Wochen hatte ich unter dem Titel "Anstiegszeit LM319?" nach
Möglichkeiten zur schnellen Ansteuerung einer Bohnenstangenschaltung
gefragt. Unter anderem kam von Mathias Weierganz der Tipp, einen Komparator
LT1719 mit einem MOSFET-Treiber EL7202 zu kombinieren. Das haben wir
erfolgreich umgesetzt. Der Jitter des Lasers von Puls zu Puls ließ sich
auf 1/5 des bisherigen Werts drücken :-)
http://bibo.iqo.uni-hannover.de/dokuwiki/doku.php?id=eigenbau:sagatrigger#layout


Mache mal was mehr Abblockkapazitaet an den Treiber. 100nF ist duenne
und ein Elko bringts nicht. Einige uF keramisch waeren gut, kost ja fast
nuescht mehr. R6 kann man wohl auch weglassen. Die 1nF Abblock-C auch.
Die Abblockung im Layout ist was "sub-optimal", mache den 100nF an die
Stelle wo R6 ist. Kurze Wege sind wichtig. Dito bzw. noch schlimmer bei
C4/C4, die sind ja beinahe am Ende eines Feldwegs angebracht.

Dann noch ein paar mehr Durchkontaktierungen auf die unten (hoffentlich)
vorhandene geschlossene Masseflaeche. Eine bei U4 Pins 4/5, eine bei U3
Pin 3 und dann noch je eine bei den HF Buchsen. An den Buchsen ist im
Moment ueberhaupt keine Durchkontaktierung nach Masse.

Und beim naechsten Mal jemanden vom HF-Institut uebers Layout gucken
lassen, vielleicht eine Kiste Herrenhauser als Honorar hinterherschieben :-)


Das ist schonmal ein großer Schritt voran. Der Geschmack kommt natürlich
auch hier mit dem Essen. Und so wünscht man sich eine weitere Verminderung
des Jitters. ...


Physiker? Da reicht man einen Finger und schon wird die ganze Hand ... :-)


... Als Ursache für den größten Teil der verbleibenden Wackelei
ist jetzt die Bohnenstangenschaltung mit 15 Stufen unter Verdacht.


Kaskaden sind keine allzu exakte Geschichte.


Was wären die Alternativen?

Es muss eine Spannung von 4.3 kV zügig nach Masse gezogen werden. Die
Pockelszelle, die in der Anwendung die Last darstellt, ist elektrisch
gesehen im wesentlichen ein Kondensator mit etwa 50 pF.

Am einfachsten wäre es sicherlich, wenn ein einzelner Transistor dazu in
der Lage wäre. Dann bleiben nicht viele Stellen, an denen Störungen
sich auf das Timing auswirken können. Problem: Gibt es überhaupt geeignete
Transistoren? Bei einer Websuche schien IXYS die Firma mit den am höchsten
spezifizierten Transistoren zu sein. Bei denen liegen die IGBTs mit der
höchsten spezifizierten Werten bei 4 kV. (z.B. IXEL40N400). Für unsere
Anwendung also nicht wirklich ausreichend. Ist das bereits das obere Ende
der Skala? Oder suche ich nur an der falschen Ecke?


Nun koennte man natuerlich auf die Idee kommen eine Roehre von Svetlana
oder Sovtek ... aber vermutlich wuerden viele Akademiker daraufhin
Wuergreiz bekommen.


Was macht man, wenn ein Transistor definitiv nicht reicht? Doch wieder
eine Bohnenstange, nur mit weniger Stuufen?


Das ist schonmal eine Massnahme.

Dann waere die Moeglichkeit einige flotte Transistoren uebereinander zu
setzen und jeden einzeln per Uebertrager ansteuern. Bei 4.3kV koennten
gute LAN Uebertrager so gerade noch durchhalten, ansonsten eben selbst
wickeln. Aber gegen Reverse Vbe schuetzen. Und nicht zu schnell schalten
sodass keiner der Transistoren gross ueber seine Vce max kommt, oder
auch schuetzen.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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