Re: StepUp, ReverseRecovery, Gate-Ansteuerung
- From: Joerg <notthisjoergsch@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Thu, 10 Apr 2008 12:28:01 -0700
Michael Rübig wrote:
Hallo Jörg,Nach der Inbetriebnahme habe ich mir das Verhalten mal genauer angeschaut und es passiert eigentlich auch das, was ich erwartet habe:
Der FET wird angesteuert, das Gate geht in 10-20ns von 0 auf über 10V.
Die Diode leitet deshalb rückwärts und hört nach ca. 20Sekunden auf zu leiten. In diesem Moment geht natürlich der Drain von 150V innerhalb von 10ns auf 0V. Durch die Miller-Kapazität wird das Gate wieder aufgesteuert, der Treiber kann da nicht viel dagegen tun.
Meintest Du wieder "zugesteuert"?
Genau das meinte ich
Dann braucht man einen kernigeren Treiber. 20sec war wahrscheinlich eher ein Tippfehler ;-)
Ja, das war ein Tippfehler
Das mit dem kernigeren Treiber werde ich morgen mal ausprobieren. Aber ich vermute, dass ich gegen den Herrn Miller (Am Drain sinkt die Spannung nach dem Reverse-Recovery um 150V in 10ns) keine Chance habe.
Mal schnell rechnen:
Bei 100pF Miller sinds nur 1,5A. Das sollte machbar sein. Da werde ich morgen mal testen.
Das kann man doch locker umpusten. Wenn er passt, probiere einmal den LM5112:
http://www.national.com/ds/LM/LM5112.pdf
Oder auf die Schnelle zum Test ein pnp/npn Folgerpaar dranhaengen.
Das habe ich hier jetzt nicht. Mir gehts ums Anschalten und die Reverse-Recovery-Problematik.Dadurch wird das Ganze mit allen Parasiten zum Schwingen angeregt. Nach einigen Perioden ist dann Ruhe
EMV-technisch wird das natürlich Probleme machen.
Die Fragen an die Experten in dieser Runde:
1. Was kann man dagegen tun, außer langsamer anzusteuern bzw. eine dicke Kapazität (10n) zwischen Gate und Source zu packen.
2. Gibts hier eine typische Vorgehensweise?
Ringing nach Abschalten (_nicht_ nach Einschalten) des FET ist durchaus ueblich.
Ok, wenn Du im CCM bleibst, ist das ja eh kein Thema. Da brauchst Du einen beinharten Gate Treiber. Blocke den aber gut ab, die Dinger verhalten sich auf der Versorgung wie ein Presslufthammer.
Falls es troestet, diesen Monat darf ich auch wieder eine Chose mit einem halben Dutzend SMPS drauf durch die EMV bringen. Gruseln tut es mir aber eigentlich nur vor den letzten 30 Meilen nach Sunnyvale. Wenn man auf der Carquinez Bridge haengenbleibt, hat man wenigstens eine super Aussicht auf die See. Darf nur kein Erdbeben kommen ...
--
Gruesse, Joerg
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