Re: TFT Display ansteuern



"David Pritzkau" <jean_luc_picard@xxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag
news:5vva4hF1mh107U1@xxxxxxxxxxxxxxxx

Nur habe ich zur Zeit noch überhaupt so keinen Plan, wie das
angesteuert werden muss. Gibt es da eine ähnliche Kompatibilität wie
bei den Zeichendisplays? Aus dem Datenblatt werde ich nicht schlau wie
das funktioniert. Kennt ihr Quellen oder Beispielprojekte?

Weiterführend sind dann die Fragen worauf ich bei der Auswahl eines
geeigneten Controllers wert legen sollte. Ich denke hier sollte ich
mich bei so einem Teil wohl von der 8bit µC-Reihe von Atmel
verabschieden.


Es gibt eine ganze Menge Moeglichkeiten, dieses Display anzusteuern,
je nach dem, woher deine Daten kommen.
Im Prinzip ist es ein digitales RGB Display. Der minimalste Auswand
entsteht an einem Display Controller wie er in einem Laptop verbaut
wird, dort kommen die Daten bei passende Initailisierung direkt raus.
Mit geringem Aufwand (deserializer) kann es auch an ein DVI-Kabel aus
der Graphikkarte eines PC angeschlossen werden.
Fehlt dir die Graphikkarte (kein Laptop, kein PC) kannst du eine
Graphikkarte mit Graphikcontroller nehmen, je nach gewuenschtem
Businterface so was wie Chips & Technologies 65550, je nach
gewuenschter Zeichen-Geschwindigkeit bis hin zur GeForce.
Diese Controller machen ueblicherweise 'graphic acceleration',
zeichnen also Linien, machen Flaechenfuellung und sogar 3-dimensionale
Bilder hardwareunterstuetzt.
Den passenden Softwaretreiber ist zu schreiben und nicht-trivial.
Wenn das LCD nur an einen Prozessor soll, der den Speicher selbst mit
den passenden Bildern und Schriften bemalt, reicht zyklisches auslesen
dieses Bildspeichers, das machte frueher ein CRT Controller (MC6845)
und heute ein Teil eines CPLD/FPGA, aus immerhin ueber 256kByte
Bildspeicher, oder der Prozessor mit eingebautem LCD-Interface selber.

Die Algorithmen zum Zeichnen einer Linie, eines Buchstabens, muss
dann dein Prozessor ausfuehren, das ist beim 8 bit Prozessor sicher
langweilig mitanzusehen (er kann gar nicht 330k adressieren, muesste
also den Bildspeicher extern ueber Ports adressieren, alleine das
Loeschen oder Scrollen des Bildes braucht dann 1 Sekunde) dennoch
sieht man solche Anwendungen bei manchen Informationsdisplays, wo
man beim Schreiben mit zusehen kann (werden aber meist 16 bit uC
sein in C programmiert damit sie so langsam wie 8 bit sind)

Ueblicherweise verwendet man also Prozessoren, wie sie in Palmtops
drin sind, meist ARM-basiert wie TI OMAP1510 (kann nur 16bit/Pixel).
Dann kann man statt einem rohen Display aber auch gleich einen Palmtop
kaufen.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


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