Re: OT: XO "Get one, give one"



Hallo Axel,


Geht das denn auch, wenn Du eine Software benutzen willst, die nicht im
Repository liegt? OrCad? IAR Compiler? Gerber Viewer? DesignCAD 3D?

Natürlich nicht. Genausowenig wie der normale Windoze-DAU Software
installieren kann für die es keine Setup.exe gibt.

Bei DOS Software geht das fein: DOS Window aufmachen (ist bei mir eh
immer schon auf), "xyzgizmo.exe" eintippen, schwupps, xyzgizmo laeuft.


So what? Wenn das eine Winzanwendung ist oder der Hersteller
anderweitig dafür gesorgt hat, daß das ein einzelnes Executable
ist, dann geht das unter Linux natürlich genauso. Es gibt sogar
recht komplexe Software dieser Art (mulberry comes to mind).

Aber wenn das Programm gerne noch zigtaused Ressourcen zur Laufzeit
finden möchte (DLLs kennt DOS ja nicht) und vielleicht noch eine
Handvoll Umgebungsvariablen braucht, steht der DAU bei DOS genauso
dumm da.

Du solltest nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen.


Nur dass meine Birnen oft das gleiche koennen wie ein ganzer Berg Aepfel. Beispiel Wellendigitalfilter. Es gibt dafuer m.W. ausser monstroesen MatLab Routinen nichts, was auch nur annaehernd an die alten DOS Calculators ran kommt. Und diese MatLab Routinen laufen nur auf gewissen Konstellationen, die DOS Routinen laufen hier auf allem, von der alten Moehre bis zum Dual-Core Rechner.


Allerdings kann ein halbwegs erfahrener Linuxer (also keiner mit der
Einstellung "ich bin Anwender, ich will das auf dem silbernen Tablett
serviert bekommen") auch Software aus Fremdpaketen zum laufen bringen.
Erheblich leichter als unter Windoze IMHO.

Eben. Linux ist eher was fuer Experten.


Nur daß bei Linux ein einzelner solcher ausreicht, wenn er seine
Arbeit anschließend für den Rest der Community bereitstellt. Z.B.
funktioniert Debian genau so. Da macht sich einer die Arbeit, ein
Programm zu paketieren und hunderttausende nutzen das dann.


Das moegen Leute hier nicht. Du kannst einen PC-Service rufen und einige (wenige) davon koennen Dir ein Linux Problem richten, doch das kostet etwa $60/Stunde plus Anfahrt.


Da das aber <1% der Anwender
sind, wird sich auf absehbare Zeit kein nenneswerter Marktanteil
ergeben. Genau dies stand neulich in einem Artikel einer
Fachzeitschrift, ich glaube EETimes.


Na und? Marktanteil ist kein Wert für sich. Außerdem stimmt es ja
nicht. Debianbasierte Linuxe wie Ubuntu sind DAU-freundlicher als
Windows. IMHO.


Ok, ich muss nach dem Markt gehen. Freundlicher? Wenn einige der SW hier ueberhaupt nicht auf Linux-OS laeuft, ist das fuer mich eben nicht der Fall.


Ich bin ganz und gar kein Windows Fan, aber de fakto gibt's nicht
anderes, was ich oder aehnliche Consultants bei der Arbeit benutzen
koennten. Es sei denn, wir haetten keine Kunden ...


Tja. Unsere Consultants verwenden OO. Und den Kunden ist absolut
egal, ob das PDF das sie bekommen aus OO oder Wööörd stammt.


Auch in Germany hatte ich bisher keinen getroffen. Nur einen einzigen (SW Schmiede in Muenster), der absolut nichts anderes antatzt als Apple.

PDF ist fuer Reports und dergleichen gut. Aber Doku, die in Zusammenarbeit von mehreren erstellt wird, das laeuft hier stets im Word Format. Anfang dieses Jahres hatten wir ein wahres Monsterprojekt, Mitarbeiter, Consultants plus eine Uni, ueber vier Bundesstaaten verteilt. Alles per Word erledigt, Anlage funzt praechtig.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com
.



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