Re: Objektorintiert vs Harvard
- From: Oliver Bartels <spamtrap@xxxxxxxxxx>
- Date: Mon, 17 Apr 2006 08:09:35 +0200
On 16 Apr 2006 23:54:26 GMT, Udo Stenzel <u.stenzel@xxxxxx> wrote:
Oliver Bartels <spamtrap@xxxxxxxxxx> schrieb:
Dann zeig' mal Prior Art, außer einem "Patente mag ich generell nicht"
Ach, wo stand denn sowas? Wo du so in Fahrt bist, warum beschimpfst du
mich nicht gleich als Terrorist, Nazikommunist oder sonstwas?
Typisch Usenet:
Ich habe nach Prior Art gefragt und erhalte Blablubb
und aktionistische ("Terrorist, Nazikommunist") Sprüche.
Halt das, was immer kommt, wenn die Argumente ausgehen.
Aber keine Sorge, dann werd' ich auch etwas ironisch:
Was immer das für eine Wortschöpfung sein soll, die Zweige eines
Summentyps sind ziemlich dynamisch. Deine Unterstriche ändern nicht
viel daran, dass deine "Erfindung" von praktisch jedem modernen Compiler
bereits benutzt wird, natürlich ohne spezielle Hardware.
Soso, dann zeig doch mal bitte, wie Dein praktisch moderner
Compiler das bei typischen Programmcode mal eben macht
und selber zwei Funktionen für eine Aufgabe erzeugt.
Hint: Normale CPU's haben keinen Ternärspeicher und
das hat Implikationen. So würde spätestens beim zweiten
Parameter die Auswahl mit Sprungketten etc. länger dauern
als gleich die "falsche" Funktion zu nehmen.
So wird das nix.
****
Und dann zeig auch mal bitte, wie der dynamisch
nachcompiliert, zu dem Abschnitt in meinem letzten Posting
schweigst Du sehr verdächtig ;-)
Und dazu, dass aus _einer_ Funktion in einer imperativen
Programmiersprache n Varianten effizient ausgewählt werden,
_ohne_ dass der Benutzer etwas tun _muss_ (er _kann_),
dazu schweigst Du auch.
****
Und nur um das nochmal unmißverständlich klarzustellen: es ist
scheißegal, ob die Lispmachine bereits in Hardware tat, was GHC heute in
Software macht, die bloße Übertragung von Software in Hardware besitzt
eben keine Erfindungshöhe.
Du argumentierst wie die Patentabteilung einer großen Bank
mit angeschlossener Elektroabteilung, ich habe das _tatsächlich_
schonmal live erlebt:
- Wir haben drei dicke Bücher
- Wenn wir das hieraus nehmen, das daraus und das dortraus,
alles kombinieren und etwas Intution reinpacken, die jeder
Ingenieur von Fa. S selbstredend in Unmengen hat, dann
wären wir auch drauf gekommen.
Haben sie _so_ in einem Einspruch gebracht => abgewiesen =>
sind dann zum Bundespatentgericht gerannt => dort aber
wegen Aussichtslosigkeit _nicht_erschienen_ (sie wollten nur
verzögern und blockieren) => vier Richter durften nutzlos
rumsitzen, waren recht sauer über besagte Bank und haben
dann einige deutliche Worte ins Urteil geschrieben.
Neu bei Dir:
- Man kann es grundsätzlich in Software simulieren, dann hat
es keine Erfindungshöhe
Mit dem "Argument" bekommt man _jede_ Erfindung tot.
Du solltest Dich sofort bei der Bank mit angeschlossener
Elektroabteilung bewerben. Sag' aber bitte bei der Bewerbung,
dass Du das nur für fremde Patente so siehst, bei den eigenen
tun sie nämlich wirklich jeden noch so nichtigen Mist anmelden.
Zu Deinem komischen Argument noch ein
Hint: Natürlich hat die Übertragung von Software in Hardware
Erfindungshöhe, wenn ich irgendein Ding hab', dass z.B. eine
Software mit 1000 Zyklen geschickt durch einen Hardware-
Zyklus ersetzt, dann ist das ja wohl nützlich. Und wenn es
eben vorher keiner wußte wie geht, dann ist es auch
erfinderisch, mit Höhe.
Ganz recht. Exakt das macht (nicht nur) GHC. Pausenlos.
Codebeispiel und Hardwarebeispiel ;-)
Behauptung "ich kann's auch" ist nicht Prior Art.
Und nochmal: Overloading ist etwas anderes.
Lambda auch. Und ein Prolog-alike mit Unifizierung hab'
ich selber schon in den BAE eingebaut. Ist aber auch
was anderes ;-)
Also das tut mir leid, aber wenn das Patentsystem so funktioniert, bin
ich wirklich grundsätzlich dagegen.
<mode=Ironie,Du_wolltest_es_so>
Ich bin für offene Worte und lese aus Deinem Posting den
in Deutschland nicht unüblichen, ähm, Nei^H^H^H Habitus
bzgl. Leistungen Dritter. "Ich bin nicht draufgekommen, also
kann es nichts taugen." Fehlt nur noch die Forderung nach
einem besonderen Solidaritätszuschlag auf in Deutschland
angemeldete Erfindungen und einer allgemeinen Freigabe
für soziale Zwecke, dazu zählen grundsätzlich Nutzungen
durch Konzerne der Deutschland AG und ansonsten von
jedem Uni-Heini, der "sozial" ruft ;-)
Es ist auch nicht unüblich, dann ein bisserl verquer zu
argumentieren, in der Hoffnung, dass es keiner merkt,
wie gesagt, ich bin das bereits von der Bank
mit angeschlossener Elektroabteilung gewohnt, die haben
wieviel Mitarbeiter ? 200000 ?
Die sind zwar gewiß nicht alle so drauf, aber ein Gutteil
schon. BTDTNT.
</mode>
Gruß Oliver
P.s.: Und wieder was dazugelernt:
Ich werde Neuigkeiten hier nicht mehr diskutieren, bringt eh'
nix mangels Leserlevel. Irgendwas Konstruktives oder
wenigstens argumentativ Brauchbares ist nicht gekommen.
Deutschland 2006 halt.
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@xxxxxxxxxx
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
.
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