Re: Suche Buch ueber Filter



Hallo Joerg,

Joerg wrote:

Hallo Winfried,


soweit ich erfahren habe, existiert das da alles nicht mehr um diesen Kreis. Was den "Falcon" betrifft, bei Interesse könnten wir per PM (trashcan weglassen) weitermachen, so ganz optimistisch bin ich da allerdings nicht. Ich muß hier auch privat und dienstlich trennen.


Ich war mal so frei (an die private Email Adresse). Frueher haette ich mal kurz vorbeischauen koennen, waere mit der Bahn weniger als eine halbe Stunde gewesen.



ich melde mich dann heute Abend von dort aus, komme von hier an den Account nicht dran. Ja, ein persönlicher Kontakt ist sicher immer am besten, bei so einer kleinen Diskussionsrunde mit meinem Chef würde sicher in kurzer Zeit am meisten rauskommen, aber besonders in Deinem Fall ist das recht schwer machbar :-).


Ich meinte eher die Produktionskosten. Materials, Labor, Overhead. Ich haette mir damals in Aachen gewuenscht, dass mal jemand einen Schaltplan an die Wand wirft und dann alle daran brueten, wie man die Chose nun billiger macht. Genau das ist es ja, womit die Leute nach dem Diplom im internationalen Wettkampf debutieren muessen.

Mir hatte nach Studienabschluss mal jemand geklagt, es waere ja schon die Haerte, dass sein Chef die Benutzung von 4bit Prozessoren verlangt. Da fragte ich ihn, woher er denn einen 8bitter fuer 15 Cents besorgen wollte.

Neben einem Industriepraktikum (bei dem mir der Inhalt ungewiß ist) haben die Leute eigentlich in der Diplomarbeit zuerst Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln. Nachdem hier in NRW das Studium auf Bachelor/Master radikal umstrukturiert worden ist, um den Durchsatz zu steigern, hat sich bei Bachelor die Zeit sogar mehr als halbiert. Es gibt auch immer weniger Leute mit Vorkenntnissen über das reine Studium hinaus, egal ob Hard- oder Software, jedenfalls kommt es mir so vor. Wir hatten hier schon gute Leute, die in der mittelständischen Industrie als Diplomanden richtig was zustande gebracht haben, aber das ist lange her und nicht die Regel. Dann gibt es noch die IT-Leute (mittlerweile die Mehrheit), von denen praktisch keiner mehr einen Transistor gesehen hat, geschweige denn mal gelötet hat. Die kriegen dann z.B. die Fouriertransformation an den Kopf geworfen und wissen in der Prüfung meist nicht, wie das Spektrum eines Sinus aussieht. Als bei uns mal Besuch von Firmen war (Siemens oder Infineon und National Semiconductors) wurde von einem Engpaß berichtet, daß die keine Leute mehr kriegen, die wirklich ein System als Hardware zum Laufen kriegen können, so wie ich das verstanden habe.


Den 8051er hattte ich oft benutzt. Unverwuestlich wie der VW Kaefer. TI brachte gerade einen echten Leckerbissen heraus, eine komplette USB Mini-Entwicklungsumgebung fuer den MSP430F2013 zu $20. Das waere sicher etwas fuer Unis und Studenten. Dieser Mini-uC enthaelt einen 16bit ADC. Allerdings muss man in Sachen Code den Grips anstrengen, da ist nicht viel Flash und RAM drin.


Das scheint mir ein guter Preis zu sein, von TI habe ich schon etliche Starterkits eingesetzt, in unserem Fall DSPs. Im Moment setzen wir den 80C535 ein für Lehrzwecke, der ist nicht übermäßig kompliziert und recht gut dokumentiert. Für Leute, die mehrheitlich bei 0 anfangen, ist das zusammen mit der kostenlosen Eval-Software eigentlich ganz gut. Sicher gibt es etliche Prozessoren, nur bin ich selbst höchstpersönlich derjenige und der einzige hier, der das aufbauen und zum Laufen bringen kann, da muß man sich auf ein System beschränken. Jetzt hab ich mir mal so 'nen Philips Arm LPC2148 vorgenommen, beim Einschalten plärrte da sofort 1 Sound Track Werbung raus, hab's aber abwürgen können ;-), soviel zu High End Controllern :-).

Na mal sehen, was man damit machen kann, wenn das Windows das überlebt.


Der Artikel ist schon recht praxisnah. Es waere jedoch schoen, wenn man ein Programm a la LTSpice haette, um an Koeffizienten und den Ursprungsfiltern drehen zu koennen. Irgendetwas, dass nicht auf suendhaft teure Mathematikprogramme aufsetzt.


Wenn Du so eine digitale Filterstruktur erstmal hast, sehe ich kein Problem darin, sie in Zeit- und Frequenzbereich zu simulieren, ich mach sowas kostenlos selber mit GNU-Compilern. Es ist dann sicher nicht so komfortabel, aber im Grunde brauchst Du ja nur die Übertragungsfunktion auszurechnen, das ist nicht schwer.


Stimmt. Vielleicht bin ich auch schon ein wenig zu dekadent oder verwoehnt geworden :-)


Ich mach das eigentlich sporadisch manchmal für mich selbst, mehr als Hobby, im Labor ist keine Zeit. Im Grunde brauchst Du IMHO für beliebig komplizierte digitale Filter eigentlich nur ein Gleichungssystem aus kleinen Teilsystemen, hier den Adaptoren, von Rechner berechnen zu lassen. Dann setzt Du Z=exp(j*2*pi*f*T_abtast) und schon hast Du den komplexen Frequenzgang. Das Ganze kannst Du noch in den Zeitbereich per FFT transformieren und kannst Dir z.B. die Sprungantwort angucken. Schwieriger wird es nur, wenn die Abtastfrequenz nicht konstant ist, aber da hat auch Matlab Probleme, dann müßte man erstmal genauer überlegen was man macht.

mfg. Winfried
.



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