Re: Gekauftes Eagle - Cracken erlaubt?



Oliver Bartels <spamtrap@xxxxxxxxxx> schrieb:

["end of life" - Regelung]

>>Um einen Lizenzschlüssel zu verteilen, der nicht an Hardware gebunden
>>ist, braucht man kaum Geld. Soviel ist man m.E. seinen alten Kunden
>>(die über Jahre brav Wartung gezahlt haben) noch schuldig.
>
>Da hast Du eine recht gemütliche Sicht der Dinge, die in
>der Branche geschehen.
^^^^^^^^^^^

Ich beziehe das auf jede Art von Software, die an Hardware gebunden
ist. Solange ich nicht muß, setze ich z.B. auch kein Win XP ein,
sondern W2K (ist "reif", billig und gefällt mir besser als XP). Bei
Microsoft denke ich zwar nicht an EOL, aber es mißfällt mir trotzdem.

Die einzige an PC-Hardware gebundene Software, die ich einsetze, ist
ein Crosscompiler, für dessen Weiterentwicklung ich gerne meine
jährliche Wartung bezahle, und bei dem ich auch sicher bin, daß ich
ihn im "worst case" (Hersteller hört auf) weiterbenutzen kann. Und
wenn ich einmal aufhöre, aktiv damit zu entwickeln, kann ich ihn zur
Pflege alter Projekte immer noch so lange (auf dem letzten Stand)
einsetzen, wie ich will.

>Reden wir doch mal ehrlichen Klartext:
>
>- Es geht, bei Herstellern wie bei Kunden, um das liebe Geld
>- Der Software-Markt ist US-dominiert mit den entsprechenden
> Sitten und Gebräuchen
>
>Nimm ruhig unsere EDA Branche:
>
>- Da gibt es einen großen Anbieter, die in letzter Zeit viele
>kleinere aufgekauft hat. Die entsprechenden Produkte
>der kleineren Anbieter verschwanden weitgehend, die
>Kunden bekamen ein Update-Angebot für eine
>Wanderung ins Unbekannte (so nennt man das E-Wort
>ja wohl ;-)
>
>Glaubst Du, dass der große Anbieter möchte, dass so
>ein Lizenzschlüssel kursiert ?

Deshalb wäre mir in dem Fall eine verbindliche Regelung recht, die
getroffen wird, _bevor_ der kleine Anbieter gekauft wurde.

Damit ist sichergestellt, daß bestehende Projekte noch für lange Zeit
mit der alten Software gepflegt werden können. Für neue Projekte wird
man mittelfristig ohnehin umsteigen wollen. Nicht unbedingt auf den
stinkenden Käufer der kleinen Firma.

Und reden wir mal weiter Klartext: in dem von Dir geschilderten Fall
würde ich als Kunde auch eine Möglichkeit finden, die Software
weiterzubenutzen (Dienstleister, der den Schutz entfernt). Aber das
wäre uneffizient gegenüber der offiziellen Methode.

[...]

>- Da gibt es Anbieter wie uns, die seit Jahren eine EDA
>Software supporten, allerdings bei den großen Versionen
>nur mit Dongle. Warum ? Wegen dem Geld.

[laaange Erklärung...]

Du schweifst ab. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Dongle oder
Hardwarebindung - das sollte aus meinem Posting klar hervorgegangen
sein. In manchen Branchen mag das unumgänglich sein, z.B. wenn "Kunden
die Updates untereinander tauschen".

>- Da gibt es Kunden, die 10 Jahre alte Software einsetzen,

hat mit Hardwarebindung und EOL-Regelung gar nix zu tun. Wenn er das
so will, aus welchen Gründen auch immer, ist das sein gutes Recht.

[...]

>Und nun sieht der Mitarbeiter den Dongle, weiß, dass
>sein Kollege bei einer anderen Firma mit einer neuen
>Win/Linux Software arbeitet, während er sich mit DOS
>rumquält. Klar ist der stinkig auf die Box und den bösen
>Softwarehersteller, der ihm das Update freischalten
>_könnte_ ("ist doch nur eine Datei"), es aber

Der Kunde ist stinkig, weil Du ihm kein Update schenkst? Du hast die
falschen Kunden.

Servus

Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)
.



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