Re: CO2 Abscheidung im Auto
- From: Christina Lüdigk <christina.luedigk@xxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Tue, 09 Oct 2007 08:33:46 +0200
Roland Mösl schrieb:
Was ist wenn die Biomasse noch immer viel zuwenig ist,
obwohl man mit Wasserstoff aus Elektrolyse,
Photovoltaik gibt es 2040 geung, es zu Methan und
Methanol verarbeitet?
Man könnte das CO2 doch abscheiden,
uind beim nächstenmal Tanken als wertvollen Rohstoff
zurück lassen
Anschlißend wird das CO2 wieder zu Methan
und Methanol Treibstoff verarbeitet.
Eine Kohlenstoff Kreislaufwirtschaft, bei der der
Kohlenstoff im wesentlich dazu dient den
schwer transportierbaren Wasserstoff leichter
transportabel zu machen.
Aber wie aufwendig wäre denn eine CO2 Abscheidung
für eine 30 kW Methan oder Methanolmotor?
Das sind gute Ideen, nur stellen sich mir da Fragen, *wie genau* das jetzt funktionieren sollte.
Wenn das CO2 in Reinform abgeschieden werden soll, müßte man es bei -78°C verfestigen. Ich glaube nicht, daß man die dafür benötigten Anlagen im Auto herumfahren möchte. Es könnte natürlich auch direkt in eine CO2-Flasche gepreßt werden ... nur wäre mir das zu unsicher, und wo soll während der Fahrt der Kompressor hin? Und wie wird die Anlage gesichert, so daß auch bei Unfällen oder zumindest bei schlechter Bodenbeschaffenheit und unruhiger Fahrweise nichts passiert?
Eine dritte Möglichkeit wäre es, das CO2 als Carbonat auszufällen. Dann kann man es allerdings nicht mehr direkt zu Methan oder Methanol umwandeln sondern müßte wiederum Hitze oder Säure oder so was einsetzen, um es in verarbeitbare Form zu bringen. Dazu kommt noch der Chemikalienverbrauch durch die Absorptionsreagenzien ... ich glaube, das kann auch ganz schön viel werden, wenn das in jedem Auto steckt.
Ich persönlich finde es besser, auf sparsamere Motoren und leichtere Autos hinzuarbeiten und ausreichend Biomasse anzupflanzen. Das muß man ja nicht auf guten Äckern tun, deren Boden dann für Getreide u.ä. verlorengeht. Schlechter Boden, auf dem nur Gras oder Nadelwald wächst, sollte doch auch gehen.
Man könnte sich auch einfach darauf verlassen, daß es genug Stromtankstellen für Elektromotoren gibt, wenn bis 2040 ausreichend Photovoltaik-Anlagen verfügbar sein sollen. Elektromotoren sind meiner Meinung nach auch eine viel bessere Möglichkeit, die gespeicherte Energie in Bewegung umzusetzen, als Benzinmotoren, einfach weil sie den Umweg über die Wärmeerzeugung nicht machen. Der Wirkungsgrad sollte höher sein. Naja, und wenn der Strom dann schon da ist ... das Geld, was die Herstellung und Entsorgung der Batterien kostet, könnte durch den Nicht-Aufbau der CO2-Wiedergewinnungsanlagen und -Hydrieranlagen aufgewogen werden.
Viele Grüße,
Christina
.
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