Re: [OSH] Energiekonzept



Hallo Steffen,


> Ich habe gerade mal wieder Lust am OSH-Projekt weiter zu machen und mal
> eine
> Grundkonstruktion zu entwerfen. Dabei bin ich nu auf die Idee verfallen,
> die OSH als Passivhütte zu konstruieren. Das hat meiner Meinung nach
> folgende Vorteile: da das Haus zum Selbermachen geeignet sein soll spare
> ich mir einen grossen Teil komplizierter Arbeiten wie das Verlegen von
> Heizungsrohren, Heizkessel installieren, Brennstofflager oder Gasanschluss
> legen (lassen). Ich gewinne den Raum, den ich sonst für die Heizung u/o
> Tankraum bräuchte (OK, durch die grössere Wandstärke verliere ich das
> vielleicht wieder). Und vor allem habe ich keine Heizkosten, eine sicher
> langfristig gute Investition.
> Probleme: Es muss eine Lüftungsanlage installiert werden, das ist aber
> m.M.n. einfacher als eine Wasserinstallation. Die Detailausbildung bei
> Dämmung und Dichtung ist aufwändig, aber bei einem Selbermacher gehe ich
> davon aus, das dieser sowieso mit besondere Sorgfalt an den Bau seines
> eigenen Hauses macht.
>
> Warmwasserbereitung kann dann über Strom. entweder direkt oder per WP
> erfolgen, natürlich mit Nutzung von Photovoltaik ;-)

> Nun meine Fragen: wer hat Erfahrung mit Passivhäuser? Wie sehen da die
> aktuellen Standards aus? Übliche Dämmdicken etc? Quellen, Info-Material?

http://www.passiv.de/

ich geselle mich später wieder dazu, im Moment ist bei mir zuviel los,
im Büro und sonst auch ...

im Prinzip bräuchte es ca. 30 cm Dämmhülle, was kein Problem wäre,
da man das Ständerwerk aufdoppeln könnte, alernativ das Konzept der
Ständer ändern, also Stegprofile aus z.B. OSB und genuteten Kanthölzern
(etwas mehr Aufwand) herstellen. Teurer würden vor allem die Fenster.

Wenn, dann denke ich, man sieht zwei Dämmlagen vor, relativ dick, z.B.
2 x 18 cm oder 2 x 20 cm (wegen der kleinen Kubatur). Dünne Dämmungen sind
nicht relativ
gleich viel preisgünstiger. 40 cm Dämmung mineralisch würden ca. 18 Euro/ m2
kosten.

Nebenbei war der September 2005 weltweit gesehen mit einer Abweichung von
+ 0,6 Kelvin zum Vergleichszeitraum 1951 - 1980 der wärmste seit
Meßbeginn, 2005 könnte, weltweit gesehen, das wärmste Jahr seit Meßbeginn
werden. Die Klimaerwärmung beschleunigt sich momentan exponentiel,
die Tiefdruckgürtel der mittleren Breiten verschieben sich weiter in der
Tendenz
zu den Polen, so dass in unseren Breiten die durchschnittliche Erwärmung
überdurchschnittlich ausfallen wird, im globalen Vergleich.

Seit 2002 haben wir daher ein geändertes Wetter ( weniger Westdrift).
Ob nur temporär oder wirklicher Umbruch, läßt sich noch nicht sagen.

In 10 Jahren wird aber voraussichtlich der sommerliche Wärmeschutz eine
bedeutendere Rolle einnehmen, Prognosen sind schwierig, da die
Vergleichszeiträume innerhalb der nun merklichen Klimaerwärmung zu kurz
sind.

Besonders krass ist das momentan bei mir in Frankreich zu spüren. War vor
wenigen Jahren noch "französisch Sibirien" mit viel Regen und relativ kühl,
hat nun eine durchschnittliche Erwärmung von über 1 Klevin durchgemacht,
und ich habe heuer jetzt noch Tomaten im Garten :-) Alle möglichen
exotischen Insekten tauchen auf, die sonst mehr im Mittelmeerraum
beheimatet sind, z.B. schwarze Holzbiene.

Solange es keine Termiten sind, soll es mir Recht sein, aber geht es so
weiter, solle man sich darüber auch noch ein paar Gedanken machen ...

Gruß

Tobias






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