Re: hat jemand Erfahrungen mit EM?



Noch ein Nachtrag...

Gruß
Peter Becker
http://www.pferdeknipser.de/

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Schlechtes Heu macht Pferde krank

Neben wertbestimmenden Kriterien wie Eiweiß-, Energie- und Mineralstoffgehalt spielt die Belastung des Heus durch Bakterien, Hefen, Schimmel- und Schwärzepilze eine bedeutende Rolle. In rund 60 Prozent der im Labor untersuchten Heuproben aus dem vergangenen Jahr wurden laut Dunajtschik erhöhte Keimbelastungen festgestellt.

Am meisten Einfluss auf die Qualität des grünen Grundfutters haben vor allem die Witterung während der Ernte, das Alter des Aufwuchses, Futterverschmutzungen und die Lagerbedingungen. „Pferdeheu sollte spätestens zur Gräserblüte geschnitten werden“, lautete die Empfehlung des Grünlandexperten, und „wichtig ist es, kein überständiges Grundfutter zu produzieren. Denn verholztes und abgestorbenes Pflanzenmaterial verpilzt deutlich schneller als jüngeres.“

Das Problem der Verschmutzung wiederum kann dadurch vermieden werden, indem die empfohlene Schnitthöhe von sieben Zentimetern eingehalten wird – auch wenn die Weide hinterher nicht so ordentlich aussieht. Ein weiterer Vorteil: Die Gräser wachsen bei dieser Schnitthöhe schneller nach.

Wer Silage (keine Heulage) produziert, hat weniger mit hygienischen Mängeln zu kämpfen, sondern muss sich eher mit dem Problem Clostridien (Botulismuserreger) auseinandersetzen. Nach Empfehlungen des Beraters sollten zwischen Schnittzeitpunkt und der Einlagerung ins Futtersilo maximal 36 Stunden liegen. Bewährt habe sich zudem ein Trockenmasse-Gehalt von höchstens 50 Prozent. Ballensilage sollte mit mindestens sechs bis acht Folienschichten umwickelt werden, damit das Erntegut auch wirklich luftdicht verschlossen ist.

Generell muss eine Grasnarbe gezielt aufgebaut und gepflegt werden, so Dunajtschik. Allerdings ist dies nicht so einfach: Eine Schwierigkeit besteht darin, dass es wenig geeignete Grasmischungen für Pferdeweiden gibt. Zudem ist der Pflanzenbestand für gutes Pferdeheu ein anderer als für Weideflächen. In der Praxis gibt es dagegen kaum getrennte Heu- und Weideflächen.

Quelle: "Landwirtschaftliches Wochenblatt, 18/2008"
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