Re: sterilisierung



petra cave c. schrieb:
waris schrieb:

[...]

einzig sinnvolle frage:

Frage 4: Nach jeder Laeufigkeit findet bei jeder Huendin eine
Scheintraechtigkeit statt?
Frage 5: Quelle fuer diese Angabe?


ja....

Nein.

[/cit]Untersuchungen über die Häufigkeit von Scheinträchtigkeiten
und Graviditäten in einer Grundgesamtheit gesunder
und an Mammatumoren erkrankter Hunde liegen nur von ÜBERREITER
(1966) vor. Seinen Untersuchungen zufolge wurden 51% der Grundpopulation
öfter und 49% niemals scheinträchtig. [/cit] (Wey, 1998, S. 7)

D.h., über die Hälfte der Hündinnen wurde öfter scheinträchtig. Das offensichtlich keine einzige Hündin nur einmal scheinträchtig wurde, deutet auf eine Veranlagung hin.

[...]

Gegendarstellung zu den Links:

"[...]Scheinträchtigkeit
Nach einer normal verlaufenen Läufigkeit ohne Befruchtung kann es
bei manchen** Hündinnen zu einer Scheinträchtigkeit kommen.
Es handelt sich hier nicht eigentlich um eine Krankheit, sondern
um eine hormonelle Störung[...]" (http://hund.meintier.de/Scheintraechtigkeit.html)

** ich sehe diese Ausdrucksweise durchaus kritisch, da "kann es bei manchen"
als Formulierung keine exakten Angaben handelt.

Das ist richtig. Es ist halt deutlich mehr als eine.

Allerdings ist die Aussage, dass es sich um eine Hormonelle Störung handelt imho
der wichtigere Teil dieses Zitats.

Warum? Ist die Größe der Störung des Wohlbefindens abhängig davon, wie man es nennt?

Wir können uns jetzt über die hormonellen Vorgänge zwischen Gonaden,
Hypophysen und den Rückkopplungseffekten unterhalten ;-)
...oder über den Zeitpunkt der LTH Produktion und deren Wirkung auf
Gravidität oder eben nullipar (bleibenden) Hündinnen.

Klar, könnten wir. Aber wozu? Kennst Du ein Mittel (bzw. eine Methode), der Scheinträchtigkeit entgegenzuwirken?


So sieht man wieder mal, wie unterschiedlich die wissenschaftlichen Ergebnisse sind,

Wo sieht man das? Auch die von Dir genannte Untersuchung nennt eine - für mich - erschreckend hohe Zahl von Scheinträchtigkeiten.
Das mag ja kein Argument für die Kastration sein, aber ein Argument dagegen ist es ganz sicher auch nicht.

und wie weit man sich welchen Erkenntnissen anschließen mag - oder halt nicht.

Das wird - gerade bei der Kastration - immer eine moralische Entscheidung des einzelnen Halters bleiben. Die erhöhte durchschnittliche Lebenserwartung kastrierter Hündinnen ist IIRC recht gut statistisch dokumentiert worden.

Gruß Martin
.



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