Re: Rangordnung und Dominanz zum dritten



Jessica Gruening wrote:
Martin Wunsch schrieb:
Jessica Gruening wrote:
Martin Wunsch schrieb:

Der Hund als Art.
Zu Beginn der Domestikation hat sich der Hund aber selbständig selektiert, und wurde *nicht* durch den Menschen selektiert. IMO war *das* der entscheidende für das Zusammenleben von Menschen und Hunden, und *nicht* die anschließende Selektion durch den Menschen. Die Selektion durch den Menschen ist/war IMO nur "Feinarbeit".
IMO ist die Domestikation des Hundes (als Art) eine Leistung der Hunde und nicht des Menschen (als Art).

NACK
Der Anfang wurde sicherlich durch die Hunde (bzw. damals ja noch Wölfe) gemacht. Aber ich glaube, das recht schnell der Mensch das Ruder in die Hand genommen hat.
Wollen wir sagen, daß es eine Gemeinschaftsleistung war?


Nö. :-) Wenn Du Dir überlegst, dass die Art den Hundes vor ca. 12.000 Jahren entstanden ist, und man erst bei den Römern und Griechen Belege für eine "zucht-ähnliche" Selektion findet... :-) Das sind mir eindeutig zu viele Jahre in denen der Hund selbständig neben dem Menschen her lebte.


Da hast Du mich deutlich mißverstanden. Mir ging es nur darum, daß die Hunde, die für den Menschen unbrauchbar waren, vermutlich nicht gefüttert wurden, sondern eher "Futter wurden". Eine zielgerichtete Zucht habe ich nicht unterstellt.
BTW: Ich habe schon Zahlen bis zu 130.000 Jahre gelesen für die Entstehung des Hundes.

Ja, bis zu... allerdings liegt da offensichtlich ein Fehler in der Berechnung vor, den mir mal eine Tierärztin erläutert hat.

"Doch dann warf eine genetische Studie - publiziert im Fachblatt "Science" - diese Thesen über den Haufen. Durch eine Erbgutanalyse von Hund und Wolf sind schwedische und amerikanische Evolutionsbiologen zur Überzeugung gelangt, dass der Ur-Hund zwar tatsächlich vom Wolf abstammt, doch schon vor rund 135.000 Jahren geboren worden ist."
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Haushund#Domestikation )


Und "bis zu" heißt noch lange nicht, dass dies auch für den europäischen Kulturraum der Fall war.

Warum ist das wichtig?

Ich verlass mich da eher auf "harte Fakten", wie Skelettfunde, und die sind nunmal max. 12.000 Jahre alt. Pack von mir aus nochmal so viele Jahr für den Beginn der Domestikation drauf. Aber selbst dann haben sich Hunde die Hälfte ihres gemeinsamen Daseins mit dem Menschen "selbst domestiziert".

Klar. Da widerspreche ich auch nicht.

Die zahmeren Wölfe haben sich zunächst mal in der Nähe menschlicher Siedlungen aufgehalten, und das taten sie von ganz alleine, ohne menschliches Zutun. Außer Du möchtest das Wegwerfen von Essenresten und das Ausscheiden von Fäkalien als maßgebliches Zutun des Menschen bezeichnen. ;-) Und so ging das erstmal eine ganze Weile, bis der Wolf/Hund überhaupt erstmal in den Einflussbereich des Menschen kam.

Und auch da widerspreche ich Dir nicht. Ich denke nur, daß die Geschwindigkeit, in der sich das Erbgut verändert hat, rapide gestiegen ist, als der Mensch anfing, nur den "bevorzugten" Tieren die Fortpflanzung zu ermöglichen. Rein evolutionäre Veränderungen dauern i.d.R. ziemlich viele Generationen.


Gruß Martin
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    ... Die Selektion durch den Menschen ist/war IMO nur "Feinarbeit". ... IMO ist die Domestikation des Hundes eine Leistung der Hunde und nicht des Menschen. ...
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    ... Die Selektion durch den Menschen ist/war IMO nur "Feinarbeit". ... IMO ist die Domestikation des Hundes eine Leistung der Hunde und nicht des Menschen. ...
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    ... Und die Art Hund passt sich ja im wesentlichen durch Selektion an, und zwar IMHO durch die Mechanismen, die ich oben beschrieben habe. ... Die Selektion durch den Menschen ist/war IMO nur "Feinarbeit". ...
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