Re: Tauchbasenbericht Hyères II (lang)




Stefan Kohler <usenet@xxxxxxxxxx> schrieb:
>Ahoi zusammen,
>
>Am 30.08.2005 14:00 schrieb Peter Rachow:
>>> Nochmal für mein Verständnis: Es wird ausschliesslich auf das Brevet
>>> geguckt und nicht auf die Erfahrung -
>> Absolut korrekt. Es spielt keine Rolle ob jemand *-Taucher mit 3000 TG
ist.
>> Wenn jemand * oder PAID ist, taucht er entsrpechend den Regeln für
>> *-Taucher. Alles andere wäre ungesetzlich.
>
>Und nun für mein Verständnis ;-)
>Das ist doch genau das was hier regelmäßig verurteilt wird - das
>Kärtchen zählt und sonst nix, oder verstehe ich hier etwas falsch.
>Ich weiß nicht wieviele TG man minimal braucht um zu *** zu kommen, und
>das ist nun (zugegeben) recht hypotetisch, aber es wäre um bei Deinem
>Bsp. zu bleiben möglich, daß ein 3000 TG * mit den "Newbies" taucht
>während der Minimal*** mit den "Cracks" raus darf - wenn evtl. auch nur
>einmal wie Du ja weiter unten angedeutet hast.
>Einleuchten will mir das aber auch nicht.

Einleuchtend ist so etwas dann, wenn man in einer Verordnung (das müsste
doch dem Arrete entsprechen?) etwas wasserdicht regeln will. Dort Spielräume
zu lassen, mindert die Rechtssicherheit derjenigen, auf die es zutrifft.
Damit hat der Basenbesitzer einen klaren Rahmen, wen er wie tauchen lassen
darf. Wahrscheinlich wird auch niemand große Untersuchungen anstellen, wenn
ein formal Berechtigter Darwin anheim fällt. Wenn der Basenbesitzer selbst
über eine Äquivalenzqualifikation entscheiden muss, wird er auch die
Verantwortung übernehmen müssen. Dies führt bei Hunderten Unbekannter, die
man nicht wirklich prüfen kann über kurz oder lang zu einer
Fehlentscheidung. Wenn dann Darwin zuschlägt, ist die rechtliche Absicherung
der Basis dahin. Dies würde dann zu "ägyptischen Zuständen", also
Pseudolimits u. ä. führen.

So etwas gibt es auch woanders. Jemand mit dem "alten" Klasse 3
Führerschein, der 1.000.000 km auf 17,5-Tonnern hinter sich hat, darf keinen
20-Tonner fahren, obwohl er es sicher könnte. Punkt!
Jemand wie ich, der mal vor Jahren bei der BW einen Klasse 2 Führerschein
gemacht hat, seitdem aber keinen Meter mehr mit LKW gefahren ist, dürfte
das, obwohl er (zumindest trifft das für mich zu) es sicherlich deutlich
schlechter könnte.

IMHO ist das in Frankreich eine klare, transparente Regelung. Wenn ich öfter
in Frankreich tauchen wollte, müsste ich mich eben entscheiden zwischen
**-Zielen oder mal den Aufwand für einen ***-Kurs investieren. Bisher bin
ich mit ** dort wo ich war klargekommen. Wenn das Kindergartenrudeltauchen
noch stärker um sich greift, oder ich mich mal irgendwann für tiefe Wracks
o.ä. interessieren sollte, ist immer noch Zeit für die Formalqualifikation.

just my 2 Ct

Wolfgang

.



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