Re: [Noten] ENT: 4.16 "Die Abweichung" (28.05.06)



Also sprach Florian Haag am 01.06.2006 01:28:
Christopher Heumann wrote:

Nein, Trip war in dem Hangar der Columbia der künstlichen Schwerkraft
an Bord ausgesetzt - dann kletterte er runter und als er die Columbia
dann verließ mit den Füßen voran in Richtung Enterprise, bis er in der
Mitte herumdrehte und dann mit dem Kopf voran in Richtung Enterprise
sich weiter am Seil entlang hangelte.

Warum ließ er sich (vielleicht mit leichtem Abbremsen durch die
Fixierung am Seil) nicht fallen, sondern kletterte so langsam da
entlang?

Die Rampe, von der sich Trip hätte in Richtung Enterprise fallen lassen
müssen ist ca. 5-6m vom Ende des Schwerefelds der Columbia entfernt.
Trip hätte dann etwa eine Geschwindigkeit von ca. 7m/s. Diesen Fall kann
man schonmal für einen sicheren Transfer ausschließen - das ist wohl
schlicht zu schnell, um sich optimal und kontrolliert zu drehen.

Nach deiner Theorie müsste er nach der Hälfte des Weges in den
Bereich der künstlichen Schwerkraft der Enterprise gelangt sein, die
hätte ihn rechtzeitig abgebremst.

Wo habe ich denn diese Annahme geäußert, dass die künstliche Schwerkraft
der Schiffe mehr als 20m über deren Hüllen hinausragen? (Sollte ich
diesen Schwachsinn wirklich vom Stapel gelassen haben, lasse ich mich
freiwillig einsargen.)

Nein, Trip verlässt die Columbia und befindet sich dann solange in
Schwerelosigkeit bis er den Hangar der Enterprise erreicht.

Und ja - von den reinen Kräften her hätte es theoretisch gereicht, sich
aus dem Hangar der Columbia fallen zu lassen und sich dann von der
künstlichen Gravitation abbremsen zu lassen, es gab ja keinen
Luftwiderstand, der Trip hätte bremsen können - die Hangare waren ja
luftleer.

Ist hier schonmal jemand ein Seil hochgeklettert? Ich weiß nicht, Trip
sah nicht sonderlich angestrengt aus und hat sich nur mit den Armen am
Seil gehalten und entlang gezogen - hätte dort irgendeine Schwerkraft
auf ihn eingewirkt

Wäre er vollkommen schwerelos gewesen, hätte er sich nur einmal
"losziehen" müssen, und wäre dann von alleine weiter in Richtung der
Enterprise gedriftet. Wenn ihn seine Verankerung am Seil daran
gehindert hat, war seine Ausrüstung zweifelsohne schlecht gewählt, und
es hätte an Bord sicher etwas Geeigneteres gegeben.

Das Verfahren war *experimentell* - Trip und Reed hatten es bislang nur
im Simulator geübt.

Zudem hätte *jede* Ausrüstung, mit der man ihn am Seil befestigt hätte,
durch Reibung einen Verlust an kinetischer Energie bedeutet, so dass
Trip sich ohnehin erneut hätte abstoßen dürfen.

Besser ständig kontrolliert und relativ unbeschwerlich angekommen, als
sich einmal bequem und mutig abgestoßen und dann gibt's plötzlich
spätestens auf der Hälfte des Wegs Komplikationen, so dass man sich
ohnehin festhalten muss...

Das was man dort gemacht hat ist das einfachste Verfahren und bietet
gleichzeitig die nötige Sicherheit, um zu gewährleisten, dass Trip
sicher an Bord kommt.

hätte er sich mit den Füßen am Seil Halt gesucht -
und das wiederum wohl auch nur, um kontrolliert anzukommen und nicht
ins schlingern zu geraten. Dass er sich nicht einfach abgestoßen hat,
lässt sich auch damit erklären, dass er sich am Seil gesichert hat
und sich herumdrehen musste.

s.o.; und warum musste er sich herumdrehen?

Damit er nicht kopfüber in der Enterprise ankommt - ist doch logisch...

Wenn im Hangar bereits die künstliche Schwerkraft der Enterprise zu
spüren war, wäre seine Bewegung sowieso gebremst worden.

Aber er hätte dann Kopf gestanden und an Bord der Enterprise mit Reeds
Hilfe unter 1g herumgedreht werden müssen - in der Schwerelosigkeit zu
drehen sollte vor allem mit dem EM-Anzug schneller zu bewerkstelligen sein.

Andernfalls hätte er sich, bei geeigneter Befestigung am Seil - mit
etwas, was daran entlanggleitet, nicht sich darin festkrallt - auf der
Columbia direkt mit den Händen abstoßen können, und wäre dann auf der
Enterprise mit den Füßen voraus auf festem Untergrund (auch wenn sich
der später in die Decke verwandeln würde) aufgekommen. Dann hätte man
schonmal die Hangartore schließen können, ihn nun weitaus gefahrloser
als vorher, im Freien, umdrehen können, und schon wäre er an Bord
gewesen.

Ich weiß ja nicht, wie man sich das vorstellen soll... Im Hangar der
Enterprise herrschte wieder 1g und er wäre aus der Enterprise wieder
herausgefallen, da man kopfüber eigentlich keinen Halt finden kann.
Selbst wenn Reed ihn an den Beinen festhälten würde, wäre das wohl nur
schwer zu bewerkstelligen gewesen.

Selbst, wenn er sich nur langsam abgestoßen hätte, womöglich so, dass
er auf der Enterprise mit den Armen voran aufkommt, hätte er vermutlich
immer noch Zeit gespart, da er doch auf die gezeigte Weise zwischen
jedem Entlangziehen immer kurz innehielt, wenn er die Arme weiter
ausstreckte :-S

Dann hätte er die Columbia schon kopfüber verlassen müssen, was sich
wohl ebenso wenig hätte kontrollieren lassen.

Ein Salto in der Schwerelosigkeit ist
auf etwa 50m nur schwer abzuschätzen, vor allem wenn man eine gerade
Strecke zurücklegen muss - nicht dass Trip sich in der
Deflektorschüssel verfängt und sich womöglich den Helm kaputtkloppt...

s.o., wozu der Salto?

Salto ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber eine n + halbe Drehung
muss er in jedem Fall durchführen, egal ob bereits in der Columbia,
irgendwo auf dem Weg oder dann in der Enterprise. Die Schiffe waren ja
beide bauchwärts zueinander auf Parallelkurs.

Nun ... die _Deflektorschüssel_ der Enterprise ist nun wirklich ganz wo
anders ... da hätte er sich schon sehr anstrengen müssen ;-)

Mit den Querimpulsen, welche die Erschütterungen, welche durch beide
Schiffe immer wieder gingen (waren zwar nur auf der Enterprise zu sehen,
aber die Störungen im Warpfeld wird man auch auf der Columbia bemerkt
haben) kann Trip beim "Absprung" sehr unkontrolliert umherschlingern -
daher war das Seilmanöver mit Absicherung auf jeden Fall die sicherste
Variante.

Was das Ganze vermutlich so merkwürdig erscheinen lässt: In der Szene,
in der Trip meint "Ich hätte nie gedacht, dass ich die Sterne mal auf
diese Weise sehen würde" klettert er von unten nach oben - obwohl er
dort eigentlich mit den Füßen voran zur Enterprise unterwegs ist.

Ich hab' in der Einstellung nicht bemerkt, dass er geklettert wäre,
sondern er hat Pause gemacht, sich umgesehen, und herumgetrödelt :-S

Ja, er kommt den halben Bildschirm hoch und stoppt dann - kann aber so
nicht passiert sein, weil er von "oben herab" hätte kommen müssen...

(Sagt ihm Archer ja auch sinngemäß.)

Hernandez. :P

Allerdings wenn es darum geht, dass der Greifer dann zurückbleibt: Das
ist wieder okay, da er im Schiff herunterfällt - aus dem Schwerefeld
der künstlichen Schwerkraft, womit er sich dann konstant aus dem
Warpfeld der Enterprise herausbewegt, welches ja keinen Kontakt mehr
mit dem der Columbia hatte, womit er dann selbst aus dem Warp fiel...

Warum ist Trip nicht aus dem Schwerefeld der künstlichen Schwerkraft
hinausgefallen, als er in der Mitte zwischen den Schiffen war? Man hat
doch keine derartigen Zugkräfte am Seil sehen können, oder?

Die Zugkraft am Seil kam durch das Auseinanderdriften der Schiffe
zustande. Trip fiel deshalb nicht nach hinten weg, weil sie da noch die
Warpfelder der beiden Schiffe überlagerten, später dann aufgrund des
Auseinanderdriftens dann nicht mehr. Somit bleit Trip im Warp, die
Greiferreste dann nicht mehr.

mFg

--
O'Brien: "Ich habe Captain Kirk angelogen. Ich wünschte Keiko hätte das
gesehen."
.



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