Re: Empfehlung für Recording-Software
- From: "Ansgar Strickerschmidt" <dropspamhere.stargar@xxxxxxxx>
- Date: Mon, 05 Sep 2011 16:08:23 +0200
Also schrieb Rudolf Ziegaus:
Hallo,
ich suche ein Programm zur Aufnahme. Ich möchte einerseits
a) Ideen für Songs aufnehmen und dann auch Arrangements ausprobieren und
b) Songs "richtig" aufnehmen
Gedacht ist das ganze für eine komplette Band (Gesang, Keyboard, Drums,
Bass, 2 Gitarren), so dass ich eine Software mit ausreichend (Audio-)Spuren
haben möchte.
Ein integrierter Drum-Computer wäre nicht schlecht.
Gesucht ist eher was Einfaches, auch von der Bedienung her. Ich habe vor
Jahren schon mal mit Cubase (5, glaube ich) herumgespielt - das war mir von
der Bedienung her viel zu kompliziert. Es soll auch mal für spontane
Aktionen genutzt werden, wenn ich dann eine halbe Stunde rumsuchen muss,
wie das gleich wieder ging, ist die kreative Phase auch schon wieder
vorbei;-)
Könnt ihr was in der Richtun empfehlen? Ach ja, ich will natürlich auch
kein Vermögen dafür ausgeben;-)
Klar.
Nachdem Du ja gerade mal eh neu aufsetzt, würde ich Dir ernsthaft Ubuntu Studio empfehlen.
Dazu einen Firewire-fähigen Mixer à la Alesis Multimix 16 oder so - der wird beispielsweise vom Ubuntu-Firewire-Treiber "ffado" unterstützt. Andere Gerätschaften können bei ffado.org in der Hardware-Liste nachgeschlagen werden. Viele Mehrspur-Recording-Interfaces werden inzwischen out-of-the-box unterstützt. Ich würde auf alle Fälle Firewire und nicht USB nehmen, wegen dem bei Firewire garantierten isochronen Transfer. (D.h. da werden die Daten garantiert in regelmäßigen Abständen geliefert, was für Datenströme wie Musik oder Video unverzichtbar ist).
Dann kannst Du Dich unter U.St. in ein paar wirklich nette Software-Pakete einarbeiten, denn Ubuntu Studio hat alles, was Du brauchst: Ardour 2 als Mehrspur-Recorder, Rosegarden als Ersatz-Variante bzw. wenn du Audio und Midi zusammen haben willst, Hydrogen als echt brauchbarer und einfach zu handhabender Drumsequencer, Tonnen an Filtern, Synthesizern, etc.pp. Und als Dienst im Hintergrund JACK, der für den Audio-Transport zwischen den Gerätschaften sorgt. Da kann man sich die Verbindungen zwischen Quellen, Software und Ausgabe frei zusammenstricken. Sehr genial und einfach.
Bei Verwendung des aktuellen Ubuntu Studio 11.04 Natty Narwhal solltest Du allerdings das Archiv von Alessio Igor Bogani als zusätzliche Paketquelle einbinden. Der gute Mann pflegt nämlich den "lowlatency"-Kernel, und den wirst Du voraussichtlich brauchen. WEnn Du zu gegebener Zeit dann mal nach "abogani" gugelst, findest Du das leicht.
Kosten:
grob geschätzt 200-300 EUR für den Firewire-fähigen Mixer (der natürlich auch standalone arbeitet und Euren bisherigen Mixer ersetzt!),
ein wenig extra-Platz auf der Festplatte, eventuell eine zweite Platte. Wenn allerdings auf der existierenden noch genug frei ist, kann Ubuntu aber auch die existierende Partition schadlos verkleinern und für sich Platz schaffen; Windows funktioniert dann trotzdem weiterhin, und man kann beim Booten jedesmal wählen.
Software: 0 (in Worten: Null) EUR.
Ansgar
Rudi
--
*** Musik! ***
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