Re: Gitarrenunterricht vom Anfänger



Erhard Schwenk wrote:

Er ist fast 7 Jahre alt und kommt im Sommer in die Schule. Er hat bereits
Unterricht an der hiesigen Musikschule, 22,5 Minuten/Woche.

Das ist - wenn der Lehrer was taugt(!) - auf jeden Fall mal eine sehr
gute Basis. Wenn die Anfrage aus Unzufriedenheit mit dem bestehenden
Lehrer resultiert: laß es lieber bleiben und unterstütze den Jungen
dafür bei der Suche nach einem soliden Instrumentallehrer. Kriterien
wurden hier ja schon oft genug - auch von Dir - diskutiert.

Ich denke, es liegt nicht am Lehrer sondern an den Eltern selbst, weil sie
überhaupt keine Instrumente spielen (sollte IMO bei Lehrern Pflicht sein!)
Sie können nicht mit ihm üben und ihn auch nicht selbst kritisieren.


Halte ich auf jeden Fall für einen brauchbaren Ansatz. Aber nur, wenn
das kein Ersatz für den bestehenden Unterricht wird, sondern eine
Ergänzung. Und natürlich solltest Du Dich bemühen, da nicht mit dem
Unterrichtskonzept des Lehrers zu kollidieren.

Wie gesagt, ich möchte ihm nichts beibringen sondern das Konzept des Lehrers
unterstützen. Es wäre sicher auch kein Problem sich mal mit ihm/ihr zu
unterhalten.


Vertretbar ist sowas mit dieser Prämisse IMHO auf jeden Fall. Ob es
wirklich funktioniert, ist eine andere Frage - unter Umständen wird der
Dir dann halt ständig Deine Fehler vorwerfen, weil ihm sein Lehrer dies
und das anders gezeigt hat :-). Damit dann umzugehen ist natürlich
machbar, aber nicht jedermanns Sache.

Na da soll er wohl erst 12 drüber werden bevor er mich ausmeckert. Und wenn
er es sich dann auch leisten kann habe ich es nicht besser verdient ;-).

Aber ich kenne meine Fehler ziemlich genau und weiß was deshalb alles nicht
kann. Ich weiß aber auch was ich kann weil ich Fehler habe ;-)


Am besten ist, Du konzentrierst Dich auf die Motivationsseite - animier
das Kind zum (mit-)spielen und experimentieren, probiert neue Literatur
aus und so weiter. Techniken zu erklären wird eher heikel - musikalische
Zusammenhänge, soweit Du da auf der Theorieseite entsprechend fit bist,
sind ungefährlicher.

So ungefähr stelle ich es mir vor. C, F und G lernt er beim Lehrer und ich
zeige ihm ein zweites Liedchen oder singe dazu.


Und gerade für die ist im Unterricht leider oft
keine Zeit (wie auch in 22,5 Minuten). Manchmal fehlt so nem Schüler
bloß jemand, der zuhört und bei Dissonanzen ein bißchen das Gesicht
verzieht.

22,5 Minuten finde ich auch ziemlich doof. Aber das hat wohl was mit
Betriebswirtschaft zu tun. Die Lehrer die ich kenne sind auch nicht
begeistert.

IMHO wäre es eine gute Idee, mal seinen Lehrer zu dem Thema zu
kontaktieren. Normalerweise wird der so ein Ansinnen nach Kräften
unterstützen. Vielleicht kannst Du ja auch vereinbaren, in loser Folge
alle paar Wochen mal mit zum Unterricht zu kommen - dann kriegst Du
einiges aus erster Hand mit und lernst vielleicht auch noch ein bißchen
was dazu. Diese Unterrichtseinheiten könnten evtl. auch gezielt als
Vorbereitung für gemeinsame Auftritte konzipiert werden - d.H. daß der
Lehrer da dann mal die Gitarrenschule und das Etüdenheft vertagt und
dafür verstärkt Vorstragsstücke mit Euch ausarbeitet.

Na ja, bis zum ersten Gig wird es noch ein paar Tage dauern ;-)

Und außerdem bin ich doch Blueser.

Falls du am Ostersamstag übrigens noch nicht vor hast: Wir (Robin und ich)
sind da bei dir in der Gegend. Wir eröffnen dort gemeinsam mit Niels Ott
und ein paar Kumpels die Session. Der Kilgus Andi hat sich auch angesagt.

Mitmachen ist übrigens erwünscht!

Grüße
Achim





--
Wenn du Eminem haben möchtest, dürfte ein sechsmonatiges Praktikum in
einem Supermarkt ausreichen. Für LL Cool J reichen drei Pfund Gras. Mischt
du beides, kommt Bushido raus.
(Torsten Gallus in drmm zum Thema "Gesangsunterricht für Rapper")
.



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