Re: Schräge Nummer von TomTom



"Thomas Schade" <toscha@xxxxxx> schrieb im Newsbeitrag news:4FA4CCE8.8020203@xxxxxxxxxxxxxxxxx
[...]
sind's dann also 35 statt 40 Minuten, wenn man immer 70 km/h fährt statt
50. Ist ja ein irrsinniger Zeitgewinn.
[...]

Du stellst da Zeiten nebeneinander, die nicht nebeneinander gehören.
Es können auch mal 30 statt 40 oder 35 statt 50 Minuten sein.
Bei dieser Distanz und diesen Zeitrahmen reicht ein falsch
eingeordneter Sattelschlepper der eine Rotphase lang Spuren
blockiert, und die Zeitdauern gehen nach oben. Darauf hat man
keinen Einfluß weil man sowas nicht vorher absehen kann.

Ich stell's mal anders dar: wenn man kräftig am Hahn dreht (andere
nicht gefährdend aber Lücken und freie Gassen zwischen langsam
rollenden oder stehenden Autos benutzend, Tempo nach der konkreten
Situation und nicht nach Vorschriften; ergo führerscheingefährdend),
ist man auf dieser Strecke knapp halb solange unterwegs, als wenn
man im Verkehrspulk mitschwimmt.

Wenn man es gemächlicher angeht (nicht mehr als 20+, aber an Ampeln
wo möglich immer noch nach vorn durch) ist man immer noch etwas
schneller (natürlich alles nur vom Hörensagen usw. ich halte mich
natürlich immer an die StVo).

Dennoch bringt konsequent angewandtes "Heizen" durchaus einen
spürbaren Zeitgewinn. Natürlich muß man sich dabei auch erheblich
mehr konzentrieren und sehr viel aufmerksamer sein, als wenn man
halbsediert im Pulk mitrollt.

Aber die generelle Aussage (von Dir und auch von anderen gern mal
vorgebracht):

| [...]
| Viel wäre schon geholfen, wenn der eine oder andere mal sein
| Hirn dafür bemühte, sich auszurechnen, wie viel an Zeit er
| eigentlich 'gewinnt', wenn innerstädtisch deutlich zu schnell
| fährt. In aller Regel wird er nur früher an der nächsten roten
| Ampel ankommen und dort länger warten.
| [...]

stimmt nicht. Das gilt nur, wenn man vielleicht in drolligen fünf
Minuten mal etwas mehr am Hahn dreht und es dann schnell wieder
sein läßt, weil es einem zu aufregend war, oder weil der vernünftige
Teil im Kopf zu viel Angst vor Strafzetteln/Punkten/Fahrverbot hat.
Das ist dann aber nicht "aller Regel", sondern evtl. nur Deine Regel.

Natürlich wird es auch konkrete Strecken in Orten geben wo es
aufgrund baulicher Umstände oder Streckenlänge wirklich nichts
bringt. Dennoch gibt es sicher ebensoviele (wenn nicht gar mehr),
wo es was bringt.

Wem z.B. ~40 Minuten weniger Arbeitswegdauer pro Tag nicht so
wichtig sind, der muß ja auch nicht Heizen. Anderen sei es durchaus
gestattet. Aus diesem Grunde sehe ich mit Auto z.B. zu, immer genug
Platz zu nebenstehenden/-rollenden Fahrzeugen zu lassen, so daß da
ein Krad bequem durchkommt falls der Fahrer das möchte.
Und ich bekomme auch keine Minderwertigkeitskomplexe oder "gerechte
Empörung", wenn ich an einer roten Ampel im Auto vorne stehe und
sich plötzlich ein Krad neben mich stellt und bei gelb/grün vor mir
über die Kreuzung fährt.

Das mag Leuten, die Radarfallen melden wo gar keine sind, um den
Verkehrsfluß zusätzlich zu behindern, zwar unbegreiflich sein,
aber zum Glück besteht die Welt nicht nur aus solchen Soziopathen.

Gruß Paddy
--
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