Re: Der "richtige" Akkuschrauber
- From: Jens Fittig <nomorespam@xxxxxxxxxxx>
- Date: Fri, 23 Jan 2009 16:44:32 +0100
Stefan Offermann schrieb:
dieses ist mein erstes Posting in drh, also bitte nicht gleich hauen ;)
Nach meinem Studim ziehe ich mit meiner Freundin in die erste gemeinsame
Wohnung und deshalb kann ich nicht mehr den Akkuschrauber meines
Mitbewohners nutzen. Also werde ich mir einen zulegen. Nun ist die
Frage: Wo bekomme ich den "richtigen" Akkubohrer? Am besten noch zu
einem günstigen Preis. Bei Amazon gibt es z. B. ein billiges Teil von
Varo für 30 Euro.
Vergiss es ! So billige Schrauber taugen alle nix. Alle!
Es werden zwar gleich wieder eine Menge Möchtegernheimwerker das
Gegenteil behaupten und meine Meinung attackieren.
Aber du kannst mir glauben: Wer billig kauft kauft doppelt! Oder
öfter. Und ich habe genug dieser < 50 EUR-Dinger in der Hand gehabt
bzw. benutzt.
Nichts wie Ärger!
Schlechte Bohrfutter die nicht richtig greifen. Keine mechanische
Sperre, um das Futter richtig anziehen zu könne. Billigste Akkulader,
die die Akkus killen. Billigster Akkuschrott, der nach ein paar
Monaten garantiert mehr oder weniger Sondermüll ist. U.s.w.
Der ganze CHINA-Müll ist Murks. Egal um welche Billigprodukte es sich
handelt.
Brauchbare Geräte gehen so bei ca. 100 EUR los. Da hast du dann auch 5
oder mehr Jahre davon. Und brauchst nicht alle halbes Jahr oder Jahr
neue Akkus, die dann mehr kosten als ein neuer Billigschrauber. Was
dazu führt, dass man nach einem Jahr wieder so einen Billigschrauber
kauft. Und dann nächstes Jahr wieder. U.s.w.
Gerade für Gelegenheitsnutzer sind die heutigen Billigst-NiMh-Akkus
nicht geeignet! Die sind immer leer, wenn man sie braucht. Und wenn
man sie dann mit dem Rest der Ladung doch noch nutzt, weil es eilt
killt man garantiert(!) die Zellen restlos.
Noch ein Tip: Kaufe dir einen Schrauber mit möglichst wenig Volt!
1: Je mehr Zellen ein Akku hat, desto besser müssen die sein. Und umso
besser auch das Ladegerät um bei Schnellladung den Abschaltpunkt zu
finden.
2: Je mehr Zellen man hat, umso schlechter merkt man das Nachlassen
einer Zelle im Verbund und bohrt oder schraubt gedankenlos weiter
obwohl eine oder zwei Zellen schon leer sind. Bei einerm 12 V Akku
merkt man das viel besser als bei einem mit 18 oder noch mehr Volt.
3: Mehr Volt ist kein Leistungsmerkmal! Hört sich nur gut an wenn da
ein hoher Wert steht. Hat aber für die Praxis keinerlei Vorteil! Nur
für den Hersteller - der kann billgere Transistoren und dünnere Kabel
verarbeiten.
Merke: Die Leistung ist ein Produkt aus Spannung _und_ Strom. Umso
mehr Spannung die Akkusets haben umso weniger Stromlieferbarkeit im
Vergleich zu Packs mit weniger Volt aber mehr Ampere.
Einen 12Volt Makita z.B. bekommt man selbst im rauhen
Handwerkereinsatz so gut wie nicht kaputt. Einen 18V-China-Akku aber
schon bei einer Fehlbehandlung wie Tiefentladung durch Bohren bis zum
Stillstand. Einen Makita oder anderen Markenakku kannst du auch nach
einem Vierteljahr nach der letzten Ladung benutzen. Ein China-NimH ist
schon meist nach einer Woche leer.
Ich würde aber auch mehr ausgeben. Mit wieviel muss
ich denn rechnen? Ich will ja auch nen beständiges Werkzeug und mir
nicht in einem Jahr einen neuen kaufen.
Dann kauf was Brauchbares. Z.B.: Bosch, Dewalt, Makita etc.
Lies mal den Thread zu diesem Thema
From: Michael Rübig <michaely@xxxxxxxxxx>
Newsgroups: de.rec.heimwerken
Subject: kräftiges Schraubwerkzeug
Date: Tue, 16 Dec 2008 20:38:24 +0100
Message-ID: <6qqedhFe32skU1@xxxxxxxxxxxxxxxxxx>
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