Re: Baumstumpen - Verrottungshilfe ?



Carsten S. wrote:
Ich habe einen großen Baumstumpen, der noch in der Erde sitzt. Der Baum
musste wegen akuter Schieflage abgesägt werden. Ausserdem hate er mir die
Einfahrt aufgehebelt. Doch wie bekomme ich das Ding raus ? Rundherum alles
wegaxten ist eine Mordsarbeit. Mit dem Trecker rausziehen geht auch nicht.

Ich habe bisher zwei ältere Obstbäume (ca. 40-60 Jahre) entfernen müssen.
Allein. Habe ein möglichst langes Stück Stamm stehen lassen (definitiv
deutlich mehr als 1,5 m) und dann mit Handschäufelchen, Fuchsschwanz und
Astschere nach und nach die Wurzeln dicht am Stamm freigelegt, durchgesägt
oder durchgeschnitten. Zwischendurch immer wieder mit langem Seil kräftig
am Stamm gerüttelt. Hat fast einen Tag gedauert.

Mit Baumstumpenfräsen bleiben die Wurzeln noch drin. Kann man da Löcher

Was stören Dich die Wurzeln denn? Pflaumenbaum, der ständig
Wurzelschösslinge macht? Um die rauszubekommen müsstest du vermutlich jede
einzeln bis 10 Meter entfernt vom Baum ausgraben.

reinbohren und irgendein Verrottungspulver reinstreuen ? Oder einfach mit
Erde abdecken ? Noch habe ich ca. 1,5 m Stamm gelassen, um noch einen
Hebel zu haben, falls schweres gerät es doch schaffen sollte.

Ich habe keine Ahnung, was in käuflichen Präparaten drin ist (falls es die
hierzulande zu kaufen gibt). Aber letztendlich brauchen auch die
holzzersetzenden Mikroorganismen ähnliches wie die Pflanzen: Mineralstoffe
und Stickstoff. Eine kleine (!) Menge stickstoffbetonter Dünger in die
Löcher? Vielleicht vermischt mit Holzspänen, Walderde (oder Kompost?)
Ähnliches ist wohl mit dem in der FAQ genannten Kompostbeschleuniger
gemeint. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Pferdemist einen Versuch wert
wäre, da sollten immerhin Zelluloseabbauende Mikroorganismen drin sein.
Irgendwo war mal von Melasse die Rede, vermutlich auch zum Anfüttern der
Pilze?
Vielleicht kann man den Stubben mit käuflichem Speisepilzmycel (z.B.
Shiitake) impfen? (Vermutlich eher nicht, gerade im Wurzelbereich wird der
Baum einen Schutz gegen Pilze aufgebaut haben.)

Mit einer Seilwinde soll man auch recht gute Ergebnisse erzielen können, mir
war sie bisher zu teuer. Außerdem braucht man eine Befestigungsmöglichkeit,
an der man die Seilwinde anbringen kann, ohne dass die Befestigung statt
des zu entfernenden Baumes herausgezogen wird. Sollte man etwas falsch
machen (z.B. ungeeignetes Seil, unzuverlässige Knoten etc), und das Seil
würde reißen, dann kann ich mir recht heftige Verletzungen vorstellen.

Bye,
Robert

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