Re: Umsatszsteuervoranmeldung
- From: ray@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (Florian Kirstein)
- Date: Fri, 31 Mar 2006 15:58:02 +0000 (UTC)
Hi,
wenn inzwischen auf signaturbestanden wird, so ist das gut, der alteDu meinst die Zeit, in der man anonym allein mit Kenntnis der Anschrift
zustand war ja untragbar.
und Steuernummer des Gewerbetreibenden eine UStVA in sogenannter
nichtelektronischer Form ueber ein damals als Briefkasten bekanntes
(die gibt's heute zum Glueck kaum noch) Geraet submitten konnte?
Ja, das war echt ne schlimme Zeit. Gut dass das vorbei ist!
Die handschriftliche Unterschrift darunter schuetzt jedenfalls nicht
vor dem Angriff der hier befuerchtet wird, oder meint ihr wirklich das
FA vergleicht die mit einem hinterlegten Muster bevor es die
Abbuchung anstoesst? Ohne konkreten Verdacht wer einem uebles wollte
hilft die auch nicht zum Identifizieren des Absenders, der Briefkasten
ist jedenfalls anonymer als ein Handelsueblicher T-Online Zugang.
Nein, ich will hier die Probleme nicht schoenreden, denn wenn man das
elektronisch macht kann man das natuerlich auch vernuenftiger machen,
aber viel schlimmer finde ich:
- die Pflicht zur Abgabe in der Form ist ziemlich uebel, vor allem
da es doch eher hohe Anforderungen an den Client stellt (Drecks OS,
Kommerzsoft, Java in passendem Setup (und das erst seit q3 2005), oder
Bereitschaft das Webportal einer Fremdfirma zu nutzen).
- Die Elster-Online Umsetzung ist ja wohl eine Katastrophe. Meine
Meinung dazu siehe: <524aa7f101da2cef6ac768d11732093d@xxxxxxxxxxx>
und fuer die Bildergucker die Kurzfassung:
http://photo.ray.net/~ray/elster1.gif
Aber: sich beschweren, dass da keine "starke Sicherheit" an einer Stelle
eingefuehrt wurde, wo vorher gar keine war, halte ich fuer falsch,
oder zumindestens nicht fuer DAS Problem von Elster. Die Auth bei
Elster-Online (EMail+Code im Brief) finde ich z.B. voellig ausreichend.
Nur haetten sie halt einfach VORHER das Elster Online hinbringen
muessen, und dann eben noch als einfaches https-Interface ohne den ganzen
Aufwand. Ach ja, abbuchen muss man dem FA nicht erlauben, wer sein
HBCI im Griff hat kann das auch einfach mit 0-Aufwand selber
ueberweisen.
Wesentlich katastrophaler finde ich den umgekehrten Fall, die Forderung
nach einer SigG-konformen Signatur fuer elektronische Rechnungen, wo
in der Papierform nichtmal eine normale Unterschrift noetig war. Elster
ist nur laestig, aber letzteres aergert mich (und sicher zigtausende
andere Unternehmer) so richtig. Will das Geschrei nicht hoeren
wenn die fuer Elster SigG-Karten vorgeschrieben haetten...
Klar, UStVA per ASCII-Formular PGP-signiert, das haett ich auch gemacht,
aber seid mal realistisch :)
(:ul8er, r@y
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