Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- From: Karl-Ludwig Diehl <spaceoffice@xxxxxx>
- Date: Tue, 23 Sep 2008 04:19:53 -0700 (PDT)
On 23 Sep., 12:06, Caryl <se...@xxxxxxxxxxx> wrote:
die Wertvollstigkeit des kleinsten UnsinnsKlingt wie "der kleinste gemeinsame Nenner" *g*
Der Vergleich hat 'was.
sich mit einem SatzDamit zeigst du eine Binsenwahrheit auf - nicht verstanden, sondern
über ganze Sätze
einfach hinweg zu setzen
zeigt doch jeder und jedem nur
wozu Worte
imstande sind
ganze Sätze können grausam unsinnig sein
weil sie von Lesern
geliebt werden wollen
geliebt zu werden - das wollen wohl manche "Künstler" mit ihrer Kunst
und ihrem kindlich gebliebenen Herzen. Geliebt zu werden statt selbst zu
lieben scheint ihnen, genauso wie Kindern, ertrebenswerter - und man tut
ihnen ihren Willen nicht, wenn man sie versteht, sondern nur, wenn man
sie liebt.
Hm. Eigentlich geht es hier um die Autonomie der
Sprache. Nicht der Künstler will verstanden oder
geliebt werden, sondern die Sprache selbst. Dem
Künstler bleibt eigentlich nur, sein Kunstwerk aus
Sprache zu lieben oder nicht zu lieben. Ein Rätsel
ist ihm sowieso, was sich durch sie zum Ausdruck
brachte oder bringen will.
K.L.
.
- Follow-Ups:
- Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- From: Caryl
- Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- References:
- die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- From: Karl-Ludwig Diehl
- Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- From: Caryl
- die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- Prev by Date: Re: stehaufmännchen - Arbeitstitel
- Next by Date: Re: Rettung
- Previous by thread: Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- Next by thread: Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
- Index(es):