Re: die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns



On 23 Sep., 12:06, Caryl <se...@xxxxxxxxxxx> wrote:
die Wertvollstigkeit des kleinsten Unsinns
Klingt wie "der kleinste gemeinsame Nenner" *g*

Der Vergleich hat 'was.

sich mit einem Satz
über ganze Sätze
einfach hinweg zu setzen
zeigt doch jeder und jedem nur
wozu Worte
imstande sind
ganze Sätze können grausam unsinnig sein
weil sie von Lesern
geliebt werden wollen
Damit zeigst du eine Binsenwahrheit auf - nicht verstanden, sondern
geliebt zu werden - das wollen wohl manche "Künstler" mit ihrer Kunst
und ihrem kindlich gebliebenen Herzen. Geliebt zu werden statt selbst zu
lieben scheint ihnen, genauso wie Kindern, ertrebenswerter - und man tut
ihnen ihren Willen nicht, wenn man sie versteht, sondern nur, wenn man
sie liebt.

Hm. Eigentlich geht es hier um die Autonomie der
Sprache. Nicht der Künstler will verstanden oder
geliebt werden, sondern die Sprache selbst. Dem
Künstler bleibt eigentlich nur, sein Kunstwerk aus
Sprache zu lieben oder nicht zu lieben. Ein Rätsel
ist ihm sowieso, was sich durch sie zum Ausdruck
brachte oder bringen will.

K.L.

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