Re: Watt ihr Volt ...



Frank Kemper wrote:
Ich erwähnte ja schon vor einiger Zeit, dass d.e.f.a. derzeit von
einer NG, in der es um real existierende Autos geht, zu einem
Verkündigungsforum für unausgegorene Vaporware verkommen ist.

Um das Thema hat sich nicht nur hier ein unglaublicher Hype aufgebaut. Wenn
schon die Bundeskanzlerin glaubt, Deutschland zum "Leitmarkt" für
Elektromobilität erklären zu müssen. Bzw. inzwischen soll es ja wohl eher
Technologieführerschaft sein. Finde ich zwar schon mal besser, aber auch da
muß man drauf achten, dass man nicht zu ausschließlich in eine Richtung
investiert, die auch eine Sackgasse sein könnte. Prophezeiungen vom baldigen
Untergang des Verbrennungsmotors gab's auch früher schon. Es wäre absolut
möglich, und da sind wir wieder beim Ausgangspunkt des Threads, dass eine
Kombination aus nochmals erheblich verbrauchsgünstigeren Motoren und
Biomasse- oder regenerativen Synthetikkraftstoffen sich als der
ökonomischere Antrieb für den Individualverkehr herausstellt. Der technische
Weg dorthin ist auch nicht weiter als der zu E-Mobilen, die herkömmliche Kfz
wirklich vollumfänglich ersetzen können.

Ich stehe auf dem Standpunkt "Versuch macht kluch". Sobald es
Elektroautos zu kaufen gibt, freue ich mich über jeden, der eins
ausprobiert und dazu einen Testbericht schreibt. Wobei das Problem bei
einem Elektrovehikel natürlich ist, dass sich die beiden
Haupt-Problemzonen (Reichweite und Lebensdauer des Akkus) in einer
einfachen Probefahrt schwerlich erfahren lassen.

Das ist eben genau das Problem. Ich bin überzeugt, dass sich Elekrofahrzeuge
vom Format eines echten PKWs auf einer kurzen Probefahrt sehr angenehm
fahren werden. Da hat Michael schon recht. Die Knackpunkte dieser
Technologie, die über Erfolg und Mißerfolg entscheiden werden, liegen aber
eben genau nicht in der Beherrschung des Elektromotors, sondern in der
Technologie, genügend elektrische Energie mobil zur Verfügung zu stellen.
Die Batterie oder ggf. Brennstoffzelle muß den Verbrennungsmotor schlagen,
nicht der E-Motor. Ich sehe da noch einen sehr weiten Weg.

Gruß,
Friedrich


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