Re: Auf dem Weg zum Elektroauto wurde eine große Huerde genommen...
- From: "Harald Hengel" <raldo-nospam@xxxxxxxxxx>
- Date: Thu, 23 Apr 2009 12:40:44 +0200
Ralf Koenig schrieb:
Ja, ich würde immer dann tauschen, wenn meine Schrott ist, solange
lade ich in der Garage.
Dann mach. Dass eine gewisse Grundzuverlässigkeit gegeben sein muss
(Erwartungswert bis zur Abnahme auf z.B. 70% der Kapazität sagen
wir 10 Jahre) ist klar.
Und keiner hat gesagt, dass sie den "Schrottakku" nach der
Eingangskontrolle kostenlos tauschen. Dann bezahlt man halt eine
höhere Wechselgebühr.
Äh ja, zahle ich das auch wenn ich den 9 Jahren alten Akku vor 2 an
einer anderen Wechselstation erhalten habe?
Du hast das Problem nicht erkannt.
Wer einen älteren Akku hat und nur Kurzstrecken fährt kommt ein
paar Jahre weiter.
Mache ich derzeit bei meiner Kamera so, die Akkus sind alt, reichen
aber für die kurzen Fotostrecken die ich mache.
Wer das will, macht das so und spart sich die Akku-Wechselkosten.
Oder nimmt gar nicht erst am Tauschsystem teil.
Wie stellst du dir das vor?
Der eine ist ständig unterwegs, braucht laufend Tauschakkus.
Theoretisch würden seine Akkus, relativ kurzlebig sein, weil das Ende
durch die Anzahl der Aufladungen erreicht wird. Insgesamt ist das
kalkulierbar.
Der andere läd in der Garage, im Urlaub braucht er Tauschakkus, evtl.
mal zwischendurch.
Zahlt man ihm etwas aus, wenn er einen relativ jungen Akku zurückgibt
und einen reativ alten bekommt?
Bei einem wenigfahrer begrenzt vermutlich das Alter, bei einem
Vielfahrer die Ladezyklen.
Wie willst du die Kosten sinnvoll verteilen, der eine tauscht 1 mal im
Jahr, der andere täglich.
Das bedeutet aber von vorn herein, dass man Autos erst verkaufen
kann wenn eine ausreichende Flächendeckung erreicht ist,
Klar, das gilt für jedes Akku-Tauschsystem.
Und bedeutet, dass es nur mit hohen Anfangsinverstitionen, die sich
schwer amortisieren einführbar ist, bzw. am Start massloss überteuert
sein muss, zumindest aus Nutzersicht, weil für erste wenige Fahrzeuge
überall Akkus bereitliegen müssen.
bzw. man schränkt
auf den Kundenkreis ein, der im Moment für sein Anwendungsprofil
die Deckung in seinem Bereich hat. Kann man selbst nachladen
Natürlich kann man das. Auch bei Teilnahme am Akkutauschsystem.
Wer Zeit hat, lädt nach. Wer keine Zeit hat, wechselt den Akku.
Wie ich schon oben fragte, wie kommst du zu einer sinnvollen
Kostenverteilung?
Der Pendler wird das Akkutauschsystem vermutlich über Jahre nicht in
Anspruch nehmen und vermeidet so Wechselgebühren. Die
Akkuwechsel-Geschichten braucht man eher, um neue Käuferschichten
(außerhalb der Pendler) zu gewinnen.
Mir ist nur nicht klar, wie man die Beschaffungskosten für Ersatzakkus
brauchbar umlegen will.
steht wieder das oben genannte Problem an,
oder der Akku kostet monatliche Miete,
Letztlich ist es ziemlich egal, ob man den Akku mit einem
Einmalpreis verkauft (z.B. als 5000 EUR im Fahrzeugpreis), oder ihn
mietet für z.B. 5000/(8*12)*2 = 100 EUR im Monat. 8 Jahre
angenommene Haltbarkeit,
Faktor mal 2 habe ich einfach mal für Finanzierung und Risiko
draufgehauen.
Stimmt im grunde.
Grundmiete für Akkuersatz plus Ladekosten beim Tausch.
Nur musst du dich dann für dein Autoleben für Aral, Shell, Esso etc.
entscheiden.
Alternativ gibt es nur einen zentralen Anbieter europaweit.
Für beide Varianten werden sich Interessenten finden.
Wenn die Akkus ausreichend schnelladefähig sind dürfte das die bessere
Lösung sein.
was dann für Wenigfahrer
vermutlich sehr uninteressant wird.
Für Wenigfahrer sind E-Autos als Neuwagen aus finanzieller Sicht
aktuell eh noch uninteressant - und das wird eine Weile so bleiben,
schätze ich.
Das ist eine Frage des Preises, vor allem des Akkupreises.
Der Rest dürfte eher billiger zu produzieren sein als herkömmliche
Antriebe.
Es sei denn, man kauft billig eines der alten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Elektroautos#Gebrauchtwagen
Billig sind die aber nur, wenn die quasi "im Sack" sind.
Du einst am Ende. ;-)
Dann sind sie eher teuer. ;-)
und man für dieses Hobby auch Geld und Zeit investieren möchte.
Nicht, weil's von den Gesamtkosten her billig wäre.
Mit geeigneter Akkutechnik, und allmählich zeichnet es sich ab, wird
ganze interessant.
Teuer macht ihn die Akkutechnik und die geringen Stückzahlen.
Mit besserer preiswerter Akkutechnik wird er billiger, das bringt mehr
Käufer, das wiederum höhere Stückzahlen die weiter die herstellkoten
drücken..........
Allerdings müssen Lösungen her, um der große Masse, die keine
stromversorgte Garage hat, Lademöglichkeiten zu geben. Ein
Riesenproblem bereitet dabei auch die Stadplanung der letzten
Jahrzehnte, die auf viel zu wenige Parkplätze gesetzt hat, ansonsten
wäre es recht leicht, dem E-Car Besitzer einen eigenen Parkplatz vor
seiner Wohnung zu reservieren, zu dem er sich einen Ladeanschluss
legen kann, er muss es natürlich auch dürfen.
Da bei der Idee aber die Großkonzeren nicht richtig absahnen können,
wird es wohl eher dazu kommen, dass nur diese die Erlaubnis bekommen
werden an öffentlichen Strassen Ladestationen mit Bezahlsystem zu
errichten.
Harald
.
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