Re: Audi A1 Quattro Hybrid Plugin



Gerald Gruner <gerald314@xxxxxxxx> wrote:

http://www.focus.de/auto/neuwagen/tid-7738/audi-a1_aid_136438.html

Vom Prinzip her ganz witzig, aber irgendwie recht viel Aufwand für nicht
viel. Immerhin muss die hintere Achse angetrieben werden, und man hat
'vorne' trotzdem die ganze Technik, die man bei einem Hybriden nicht
braucht (Kupplung, Getriebe, Starter etc) sowie warscheinlich einen
deftigen Generator, um die Batterie zu laden. Ausserdem fehlt die
Möglichkeit, den Verbrennungsmotor im jeweils günstigen Drehzahlbereich
zu betreiben, weil man durch das konventionelle Getriebe halt auf die
angebotenen Übersetzungen fixiert ist.

Jaja, sag doch ganz kurz, dass es kein Prius ist...

?

Nur was macht dich so sicher, dass der Prius das einzig selig machende
Konzept ist? Oder glaubst du, dass außer bei Toyota alle Ingenieure
Deppen sind?

Nö. Ich glaube allerdings, dass es sich hier um eine unnötig komplexe
und zusammengestückelte Konstruktion handelt, die eher den Charme einer
'wir auch'-Lösung hat.

Ich finde, dass es auch eine technisch durchaus sinnvolle Alternative
sein könnte, Verbrenner und Elektromotor zu trennen. Die hintere Achse
ist halt noch "frei". Warum also nicht nutzen? Und solch ein
"Quattro-Light" kann im Winter auch nicht so verkehrt sein...

Sicher - Allradantrieb ist nicht verkehrt, und Allrad per E-Motor zu
lösen ist sinnvoller als irgendwelche Antriebswellen kreuz und quer
durch's Auto zu legen.

Allerdings ist ein sinnvoller Hybridantrieb nun mal mehr als ein
Elektromotor im Auto und die Möglichkeit, lautlos auf dem Parkplatz
herumzufahren.

Nur mal als Beispiel, hinten wird nicht viel beim Bremsen rekuperiert
werden können - entweder legt man also vorne noch einen gewichtigen
Generator dazu oder muss damit leben, nicht wirklich viel Bremsenergie
zu regenerieren.

Wie gesagt - es scheint ein unnötig aufwendiges Konzept mit inhärenten
Nachteilen zu sein, verglichen mit den Antrieben von z.B. Civic und
Prius.

Ich finde es zudem spannender, wenn sich zu Anfang einer neuen
Technologie erstmal verschiedene Konzepte *im Alltag* bewähren müssen.

Es gibt durchaus schon einen Haufen verschiedener Konzepte, die sich im
Alltag bewähren. Das hier vergeschlagene dürfte technisch eins der
weniger guten sein. Es kann natürlich trotzdem gut ausgeführt sein, so
dass die spezifischen Nachteile nicht zu stark ins Gewicht fallen und
die spezifischen Vorteile glänzen können.

Wenn sich DANN eines oder zwei davon als am praktikabelsten
herausstellen, werden die sich schon durchsetzen...

Du solltest wissen, dass das was sich durchsetzt selten das technisch
sinnvollste ist.

cu
.\\arc
.