Re: Was machen?



Hallo Lutz,

"Lutz Schulze" <lschulze@xxxxxxxxxxxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag
news:x3su289maw8q$.18m9mim2g2ynk.dlg@xxxxxxxxxxxxx
Am Wed, 24 Mar 2010 21:17:37 -0500 schrieb Edgar Warnecke:

Du kannst alles mögliche haben, wir haben früher auch auf Zeitarbeiter
zurückgegriffen wenn wir Auftragsspitzen hatten.

[frueher] ;-)

Okay, okay, aber wie habt Ihr die Qualitaet sichergestellt?

Ordentliche Anleitung und gelegentliche Kontrolle?

Mit guten Leuten von der Zeitarbeit ging das.

Stimmt. Auch in der Elektronik gibt es einfache Aufgaben, die angelernt
Kräfte sofort übernehmen können. Zumindest theoretisch. Dazu gehört z.B. das
Aufrüsten von Bestückungsmaschinen. Doch was die Manager nicht wahrhaben
wollen: Wer deutlich schlechter verdient als sein Kollege nebenan, der passt
halt nicht immer so genau auf und verwechselt schon mal 2 Rollen. Vor 20
Jahren war das kein Problem. Alle Bauteile waren irgendwie markiert.
Kondensatoren hatten Klartext drauf, Widerstände eine Codierung mit
Farbringen.
Heute jedoch sind die Bauteile so winzig, daß man sie nur mit der Lupe sehen
kann, von Beschriftung in irgendeiner Form keine Rede. Auf eine Rolle passen
so ca. 12000 Stück. Damit sind mit einem Rutsch eventuell hunderte von
Baugruppen fehlbestückt. Die Fehler sind kaum noch zu finden und eine
Reparatur (wenn mal 200 Teile nach dem Löten getauscht werden müssen) nicht
lohnend. Somit wandern richtige Werte in den Schrott. Herzlichen Glückwunsch
an die Manager :-))

Dann kommt aber deren zweiter Trick: Der Fehler wird erst erkannt wenn die
Teile bereits mit einer teuren Firmware bespielt sind. Das Schrott-Teil
kostet dann z.B. nicht 1000 Euro sondern 3000 und somit hat man die
angefallenen Kosten wieder drin und nur den Zeitverlust. Die Firmware kommt
von einem Zentralrechner und lässt sich natürlich beliebig oft
reproduzieren. Weil selbstprogrammiert, natürlich kostenlos.


So wird die Allgemeinheit beschissen. Siegmar Gabriel hat Recht mit seinem
Wort "Lumpenelite".

Gruß
Klaus




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