Re: Erfahrungen SKYPE / VoIP?
- From: Thomas Hagenbucher <Hagenbucher@xxxxxxxxxxx>
- Date: Sat, 03 Dec 2005 12:33:10 +0100
Wolfgang Uhr schrieb:
Hallo
Oliver Ritzmann schrieb:
hat schon jemand Erfahrungen mit SKYPE oder VoIP gemacht?
SKYPE
Habe ich mal auf einer alten Windows-Installation draufgehabt und auch ausporbiert mit einem Bekannten. Die Übertragung war sehr gut und auch das Handling war ok. Was mir nicht gefiel, das war der Aufbau von Peer-To-Peer-Netzen und die potenziellen Sicherheitslücken, die das Ding in meinen Paketfilter/Firewall reist.
Skype sucht nach dem Start nicht einen zentralen Skype-Server sondern andere Skyper und baut dort eine lokales Vermittlungsnetz auf. So können zwei Teilnehmer hinter einem NAT-Router (eigentlich geht es nur um den Paketfilter im NAT-Router) normalerweise keine Verbindung aufnehmen. Sie suchen also einen "offenen PC" und tauschen nun ihre Adressen auf bzw. öffnen sich von dort aus die Ports für die Kommunikation. Diese "offenen PCs" aber sind genau das Ziel für das ganze Gewürm. Nach meiner Auffassung ist es nur die Frage der Zeit, wann es Tierchen gibt, die sich über diese Netze ausbreiten.
may be. Ist aber die Grundlage für die effektive Verbreitung dieser Software. Google wäre NIE erfolgreich geworden, wenn man vorher hätte was einstellen oder löhnen müssen, bevor man es nutzen konnte.
Und was mir auch nicht gefiel, das war die "internationale Erreichbarkeit". Diese wird m.E. über kurz oder lang in einem neuen Geschäftszweig münden, nämlich statt Telefonmarketing wird es ein Skype-Marketing geben. Und ich muss einfach nicht für jeden Ami, Inder oder Chinesen erreichbar sein. In der Beziehung habe ich echtes Glück. andere brauchen das offenbar.
Und von Chinaland oder Amiland aus bist Du nicht anrufbar? Du sprichst Chinesisch Amerikanisch und Hindi? Respekt!
Dann bist Du eins von den potentiell 8 deutschen "multinational Call-Spam-Opfern" in Deutschland, die diese Anforderung erfüllen.
Selbst wenn man es auf chinesisch oder hindi reduziert ist die Zahl der CC-Opfer aus China oder Indien faktisch vernachlässigbar. Selbst englischsprachige Telefonspammer werden vom Erfolg Ihrer Aktionen in D-Land eher unangenehm überrascht sein.
Nachteil ist mit Deinem zweiten Satz klar erkannt und beschrieben.
Für lokale Gespräche und Konferenzen würde ich daher Teamspeak vorziehen (http://www.goteamspeak.com/). Das Ding kann man relativ problemlos auf einem Server installieren und konfigurieren. Ich hatte es sogar schon mal bei mir auf dem Server laufen. Aber die eingefleischten Skyper beeindruckt man mit sowas nicht.
1. Zugangshürde: Man muss die Daten des Servers kennen. 2. Zugangshürde: Es gibt passwortgeschützte Bereiche und von daher lassen sich auch Teilnehmer ggf. wieder ausschließen.
Weiterer Vorteil: Ich weiß, dass der Vermittlungsrechner virenfrei ist.
Konfigurieren, Installieren, Server bereithalten usw. Du hast wieder proprietäre Systeme usw.
Wird vermutlich wieder von irgendwelchjenFirewalls geblockt, die dann erst aufgemacht werden müssen usw.
Schlicht zu kompliziert, vergiss es. Damit lockst Du keinen Hund hinterm Ofen vor.
Was glaubst Du woher der Erfolg von Skype kommt? Und warum sich die User noch nicht mal von der (noch lange nicht telefonmässigen) Qualität nicht abschrecken lassen. Die Antwort ist einfacher als man denkt.
1 Kost nix 2 funktioniert ohne Freak sein zu müssen!
it simply works und noch für umme!
Selbst Mitarbeiter von Firmen, die selber Kommunikationslösungen verkaufen verwenden Skype, weils einfach ist, geht, und nix kost.
VoIP
Hier habe ich noch keine Erfahrungen, habe aber vor demnächst dieses Angebot (http://dus.net/) zu nutzen. Positiv hier ist die Gesprächsabwicklung über einen professionell gewarteten Server (anders ist es nicht möglich - es macht keinen Sinn, sich einen VOIP-Server irgendwo selbst zu installieren) und auch eine Verbindung zum Festnetz. Negativ ist: Zur Zeit ist man aus dem Festnetz heraus nicht erreichbar.
Jeder vernünftige VoIP Provider bietet heute Gateways in jede gewünschte Richtung.
Aber auch hier sollte man beachten, dass die Gesprächskosten drastisch sinken. Das hat auch wesentliche Vorteile für das Telefonmarketing. Nach meiner Auffassung grenzt es an Suizid, wenn man hier ein Telefon bzw. eine Telefonanlage installiert, die nicht grundsäzlich jeden Verbindungsversuch zurückweist, wenn der Anrufer seine Nummer nicht freigeschaltet hat. Möglicherweise beginnt dann ein fleißiges Pflegen der Robinsonliste aber das wird sich erst in ein bis zwei Jahren zeigen, wenn die Marktdurchdringung von den Dingern größer geworden ist.
Verfolgungswahn? Andere Paranoia? Weist Dein privater Telefonanschluss auch alles ab?
also ich glaube man kanns auch übertreiben. Die heutigen Telefongebühren sind für TM-Firmen ganz bestimmt kein Hinderniss mehr Dich anzurufen.
Und die grossen Call Center haben längst tausende von Agenten in Istanbul, Ankara etc. (wo es überraschen viele Türken gibt, die besseres deutsch sprechen als manche, nein sehr viele Deutsche!(Ey, mach mal Curry! (Werner Olm)))
ALLE Verbindungen laufen dort seit Jahren über VoIP und werden erst in D-Land ins TDM-Netz geroutet.
Nur der chinesische oder indische CC-Agent aus China oder Indien versteht Dich eh nicht und umgekehrt. Das ist wirksamer Anrufschutz.
Herzliche Grüße Wolfgang
mfg
Tom
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